Kartoffel-“Dosas” mit Erbsen-Kokos-Chutney

An Dosas hatte ich mich neulich ja mal hier versucht, und ich muss auch ganz dringend mal wieder “richtige” Dosas machen, aber vorher gibt es eine sehr viel einfachere Variante aus Kartoffeln.

Ob das nun ein Dosa im technischen Sinn ist, sein mal dahingestellt. Fest steht, dass Meera Sodha das Gericht bei einer Freundin in Mumbai zu essen bekam, und die bezeichnete es als Dosa – immerhin wird es ja flach gedrückt und in der Pfanne gebraten.

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Kartoffelcurry nach Tanja Grandits

Langsam gewöhne ich mich an diesen Ausnahmezustand; er wird noch länger dauern, wir haben also alle Zeit zum Üben. Im großen und ganzen sind die Tage ruhig und alles ist irgendwie unwirklich. Woran ich mich noch nicht gewöhnt habe – und woran ich mich vermutlich auch nicht gewöhnen werde, sind die Szenen, die sich beim Einkaufen abspielen. Gespenstische Leere in vielen Regalen, Menschenmassen, eine aggressive Grundstimmung. Es ist ja genug für alle da, aber viele scheinen da nicht so recht daran zu glauben. Ich bin ganz froh, dass ich nicht so oft zum Einkaufen raus muss.

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Cuajada tradicional – Fermentierte Milch mit Honig

Diesen Monat führt uns die kulinarische Weltreise ins südliche Europa, nämlich nach Spanien und da gibt es auch jenseits von Tortilla und Paella eine Menge zu entdecken. Immerhin gibt es viele Regionalküchen, die ganz unterschiedliche Essgewohnheiten haben. Und dann wäre da noch der Einfluss der Mauren und der Sepharden….

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Lotuswurzelbällchen in Tomatensauce

Ich nehme ja gerne beim Einkaufen Dinge mit, von denen ich erst mal nicht weiß, was ich damit machen möchte. Vor einiger Zeit war ich im Asia-Shop, und da gab es frische Lotuswurzeln. Die musste ich haben. Weil sie doch so hübsch sind, wenn man sie aufschneidet.

Abgesehen davon sind Lotuswurzeln ein ziemlich tolles Lebensmittel: die Wurzeln schmecken mild und leicht nussig; sie erinnern auch etwas an Pilze. Nebenbei enthalten sie auch noch eine Menge Vitamine und Mineralstoffe; und zwar so viel, dass man gerade in Medizin und Kosmetik an Verwendungsmöglichkeiten forscht. Gegessen werden sie in Indien, China, Japan und Korea; dort stehen sie das ganze Jahr über frisch zur Verfügung. In Indien hat die Wurzel außerdem einen hohen Symbolwert.

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Ofengeröstete Rote Bete mit Linsen, Senfdressing und Bratwurst

Ich mag im Grunde so ziemlich jede Sorte Gemüse, sogar mein Knollensellerie-Trauma habe ich inzwischen überwunden. Trotzdem gibt es natürlich Abstufungen; und eine Merkwürdigkeit: komischerweise könnte ich typisches Sommergemüse dauernd essen. Bei Kohl und Wurzeln, wie sie für den Winter typisch sind, schleicht sich dann aber doch mal ein leiser Seufzer ein, und ich freue mich dann doch auf das Ende der Saison. Möglicherweise liegt das daran, dass das Ende der Saison dann auch auch das Ende der dunklen Jahreszeit anzeigt, das ist ja wirklich Grund zur Freude….

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Gemüsecurry in Kichererbsensauce

Ja, ganz offensichtlich habe ich gerade eine Curry-Phase. Und ich weiß, die  Rezepte für Gemüsecurry sind Legion. Dieses hier ist aber ein besonderes. Man isst es in Nordindien und Pakistan, wo es relativ flüssig serviert wird, gerne auch als Suppe. Viel Sauce also, das ist schon toll für mich – ich liebe Sauce. Übrigens dachte ich immer, dass das selbstverständlich ist, aber nein. Ich kenne ernsthaft jemanden, der Sauce nur in mikroskopischen Portionen mag. Er sitzt dann vor einem Berg Knödel mit ein paar Tröpfchen Sauce, zum Beispiel. Für mich ist das schwer verständlich, aber gut – bleibt im Zweifel mehr Sauce für mich….

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Mais de Mombasa

Diesen Monat zieht der Tross der kulinarischen Weltreise mit  Reiseleiter Volker weiter nach Kenia, und das ist spannend. Die Bevölkerung Kenias setzt sich aus vielen unterschiedlichen Volksgruppen zusammen, und natürlich hat das auch Auswirkungen auf die Küche – die ist ebenso bunt gemischt. Und zu den Küchen der verschiedenen Volksgruppen gesellen sich außerdem auch noch arabische, indische und sogar europäische Einflüsse.

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Risotto al latte – Herzhaftes Milchrisotto

Milchreis kennt man ja gut, aber wusstet Ihr, dass man mit Milch auch gut ein herzhaftes Risotto kochen kann? Mir war das neu, aber als ich davon gelesen habe, musste ich es gleich ausprobieren.

Gefunden habe ich das Rezept in Tessa Kiros’ Buch über die Küche Venedigs*. Ursprünglich stammt das Rezept aus der Küche der Lombardei. Es besteht aus nur wenigen Zutaten; um so wichtiger ist es, dass diese von allerbester Qualität sind. Also einen guten Reis nehmen, frisch geriebenen Parmesan und frisch geriebene Muskatnuss und eine gute Milch – nicht homogenisierte Frischmilch schmeckt am besten.

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Dauerbrenner: Flammeri aus Zitrusfrüchten

Mit das Beste am Winter sind ja die vielen Zitrusfrüchte, die es da gibt. Der Orangensaison hibble ich geradezu entgegen, und wenn es dann später auch noch Blutorangen gibt, ist mein Glück noch größer. Ich kaufe die wirklich kistenweise, und ja, die meisten werden tatsächlich einfach so weggefuttert. Ein bisschen was landet auch anderweitig im Essen. 

Und dann gibt es noch Dinge, die koche ich rauf und runter, wenn es Zitrusfrüchte gibt. So muss ich zwingend Bitterorangenmarmelade kochen. Und dann gibt es noch dieses Flammeri. Das Rezept kommt aus Katharina Seisers “Immer schon vegan“*  und ist im Original ein Orangenflammeri. Tatsächlich aber habe ich angefangen, es mit den unterschiedlichsten Zitrusfrüchten zu kochen:

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Brokkolisuppe mit Tahin und Dukkah

Hier war es die ganze Zeit über viel zu warm, teilweise fast schon 15 Grad am Nachmittag. Sogar unsere Himbeeren treiben schon aus, das ist gruselig. Ich bin gar kein so großer Fan des Winters, aber für die Natur ist es besser, wenn es auch mal richtig knackig kalt wird und so freue ich mich gerade über sinkende Temperaturen. Gestern hat es sogar ein wenig geschneit. Aber Jetzt dominieren wieder Matsch und Düsternis. Nasskalt, matschig, duster – mit einem Wort: Suppenwetter.

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