Erdbeersorbet mit Campari und Basilikum

Es ist Sommer und Erdbeerzeit. Zeit für Eis. Ich bin keine Süße, aber Eis geht immer. Besonders gern mag ich Sorbet.

Ich genieße es sehr, eine Eismaschine zu haben, denn da kann ich mich richtig austoben und Eissorten auf den Tisch bringen, die es sonst nirgendwo gibt – so wie dieses hier.

Erdbeersorbet ist ja ohnhin schon wunderbar, aber dieses hier wird aufgepeppt mit leicht pfeffrigem Basilikum und einem Schuss Bitterlikör – ein schöner Kontrast und Nachtisch für Erwachsene. Wer auf Alkohol verzichten möchte, kann auf entsprechende Sorten oder einen Sirup ausweichen.

Und ich bin noch rechtzeitig. Die liebe Eva feiert nämlich noch immer ihren Bloggeburtstag und fahndet nach Erdbeerzepten, also schwupps rüber mit einer Portion Eis. Ich glaube, du magst Eis, oder, Eva 😉 ?

Erbeersorbet mit Campari

Sorbet aus Erbeeren mit Campari, Basilikum und Pfeffer

Gericht Eis, Sorbet
Länder & Regionen alle
Keyword Erdbeeren

Zutaten

  • 100 ml Zitronensaft
  • 250 g Zucker
  • 1/2 Bund Basilikum
  • etwas grob gemahlener Pfeffer
  • 450 g Erdbeeren geputzt und püriert gewogen
  • 100 ml Campari oder ein anderer Bitterlikör

Anleitung

  1. Zitronensaft mit Zucker, 200 ml Wasser und dem Basilikum unter Rühren erhitzen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Von der Hitze nehmen und ganz abkühlen lassen.

  2. Basilikum entfernen. Zuckermischung, Erdbeerpüree und Campari gut verrühren und den Pfeffer zugeben.

  3. In der Eismaschine nach Anleitung gefrieren, dann in eine geeignete Box geben und in der Tiefkühle aufbewahren.

Lebkucheneis-Gugel mit Sauerkirschsauce

Die fabelhafte Rettungstruppe, gegründet von Susi und am Laufen gehalten von Ingrid ist wieder unterwegs – heute gibt es Vorschläge für weihnachtlichen Nachtisch.

Ich habe mich ein wenig schwer getan, denn Nachtisch hat hier keine hohe Priorität – auch an Weihnachten nicht, denn da steht ja schon der gut gefüllte Plätzchenteller ;-).

Aber gut – Eis geht ja immer; und außerdem ist mir eingefallen, dass es ja beim Discounter oft diese “festlichen Eissterne” zu kaufen gibt, die man dann Weihnachten auf den Tisch bringen soll. Nein, die brauchen wir nicht – wir machen unser Lebkucheneis selbst. Das ist nicht schwer, man braucht nicht einmal eine Eismaschine. Damit es hübsch aussieht, habe ich das Eis in kleine Gugelhupfformen* aus Silikon gefüllt. Falls es weihnachtlicher sein soll, kann man auch Sternformen* nehmen.

Das ist übrigens ein Nachtisch, der sich super vorbereiten lässt: Das Eis wartet einfach im Gefrierschrank auf seinen Einsatz, und auch die Sauce kann man gut am Vortag herstellen.

Lebkucheneis mit Sauerkirschsauce

Weihnachtliches Eis mit fruchtiger Sauce

Gericht Dessert
Länder & Regionen Deutschland
Keyword Eis
Portionen 6 Portionen

Zutaten

Eis:

  • 300 g Lebkuchen mit Schokoladenüberzug
  • 3 EL Orangenlikör
  • 550 g Schlagsahne
  • 50 g Zucker
  • 5 Eigelb

Sauce:

  • 1 Glas Sauerkirschen
  • 50 g Zucker
  • 200 ml Rotwein
  • 15 g Maisstärke
  • 1 Vanilleschote
  • 1/2 TL Zimt

Anleitung

  1. Für das Eis 200 g der Lebkuchen im Mixer fein mahlen. In eine Schüssel geben, mit 100 g Sahne und dem Orangenlikör vermengen und etwas durchziehen lassen.  Die restlichen Lebkuchen in ca. 0,5 cm große Würfel schneiden.

  2. Den Zucker zusammen mit 80 ml Wasser in einem kleinen Topf zu Sirup kochen. 

    Die restliche Sahne steif schlagen.

  3. Eigelbe in eine hitzefeste Schüssel geben, den Läuterzucker angießen und alles mit den Quirlen des Handrührers schaumig rühren. Dann die Schüssel über ein kochendes Wasserbad stellen und weiterschlagen, bis die Masse andickt. Von der Hitze nehmen.

  4. Lebkuchenpüree unter die Eimasse ziehen, dann die gewürfelten Lebkuchen und schließlich die steif geschlagenen Sahne.

  5. Die Masse in Silikonförmchen füllen und für ca. 8 h in die Tiefkühle stellen.

  6. Für die Sauce die Sauerkirschen abtropfen lassen, den Sud auffangen. 

  7. Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. 

  8. Zucker in einem Topf hellbraun karamellisieren, dann mit Rotwein und 200 ml des Kirschsuds aufgießen. Vorsicht, das spritzt! Alles aufkochen und den Karamell unter Rühren in der Flüssigkeit auflösen.

  9. Vanillemark und Zimt zugeben. 

    Die Stärke in etwas Kirschsud auflösen, zur Sauce geben und kurz aufkochen. Dann die Sauerkirschen einrühren. Von der Hitze nehmen und beiseite stellen.

  10. Zum Servieren das Eis aus den Förmchen lösen und mit der Kirschsauce anrichten. Idealerweise nimmt man das Eis ca. 10 min vor dem Servieren aus der Tiefkühle.

Noch viel mehr Weihnachtsnachtisch gibt es bei den KollegInnen:

Anna Antonia – Buttermilch-Pannacotta
auchwas – Schokodessert mit Gewürzmandarinen
Barbaras Spielweise – Weihnachtliches Schichtdessert mit Quitte, Quark und Spekulatius
Brigittas Kulinarium – Glühweinbirnen-Trifle mit Walnusskrokant
Brittas Kochbuch – Vanilleeis mit gebrannten Mandeln
Brotwein – Schokokuchen mit flüssigem Kern – Fondant au chocolat
Cakes Cookies an more – Weihnachts Crème brûlée
CorumBlog 2.0 – Lebkuchen-Cantuccini mit Vin Santo
Fliederbaum – Lebkuchen-Biskuitroulade
genial-lecker – Bratapfel mit schneller Vanillesauce
kebo homing – Bananen-Erdnuss-Eis auf Kastaniencrumble mit Bratapfel
Kleines Kuliversum – Weihnachtliches Apfel Quark Dessert
lieberlecker – Meyer Lemon Baked Alaska
Madam Rote Rübe – Gewürzkuchen-Dessert mit Zimtcreme, Apfelmus und Walnussgeknusper
our food creations – Dänisches Traditionsdessert: Ris à l’amande

Limetteneiscreme mit Chia

Nein, ich bin immer noch nicht unter die Superfoodanhänger gegangen. Aber ich habe mir aus Neugierde vor wirklich langer Zeit mal eine Packung Chia gekauft und die wollte einfach nicht leer werden. Ab und zu landete mal ein wenig davon im Brot. Bei mir landen ja oft Dinge im Brot, wenn sie wegmüssen…

Und nun sind sie weg, die Chiasamen. Ich bin ja keine Süße, aber ich liebe Eis. Ich habe ja eine Eismaschine und genieße es sehr, Sorten herzustellen, die es nicht zu kaufen gibt. Dieses Rezept habe ich einem Buch mit Rezepten für mexikanische Eiscreme* entdeckt. Da sind spannende Sorten drin, ich werde mich nach und nach durcharbeiten.

So, und jetzt, nachdem ich das ausprobiert habe kann ich mit Fug und Recht sagen: falls Ihr noch Chia habt, tut es ins Eis. Es ist eine super Verwendung. Die Samen quellen erst auf und dicken die Masse zusätzlich an. Nach dem Gefrieren werden sie dann regelrecht knusprig und verleihen dem Eis Crunch, das ist richtig toll.

Übrigens ist das Rezept einem Limetten-Chia-Agua-Fresca nachempfunden, das man in Mexiko schon getrunken hat bevor Chia-Samen hipp wurden.

  • 4 Limetten, unbehandelt
  • 130 g Zucker
  • 500 ml Milch-Sahne-Mischung
  • 5 Eigelb (Größe L)
  • 310 ml Sahne
  • 75 g Chia-Samen

Die Limetten heiß abwaschen, dann gründlich abtrocknen. Jede Limette mit dem Handballen kräftig auf der Arbeitsfläche hin und her rollen; so werden sie weicher und geben später mehr Saft ab. Den Zucker in einen Blitzhacker füllen, die Limettenschale dazu reiben. Zucker und Limettenabrieb kurz durchmixen, so werden die ätherischen Öle der Schale freigegeben.

Die Milch-Sahne-Mischung und die Hälfte des Limettenzuckers in einen Topf geben und unter Rühren erhitzen.

Die Eigelbe mit dem restlichen Limettenzucker schaumig schlagen. Die Hälfte der heißen Milchmischung unter Rühren langsam angießen. Dann den Inhalt der Schüssel zu der Milchmischung in den Topf gießen. Unter dauerndem Rühren bei milder Hitze andicken lassen. Das dauert ca. 5 min. Wer sich nicht sicher ist, kann auch die gesamte Mischung in eine hitzefeste Schüssel geben und alles über dem Wasserbad aufschlagen. Ich mache das nicht mehr, seit ich einen Induktionsherd habe, bei dem sich die Hitze exakt dosieren läßt.

Die Masse ist fertig, wenn sie so angedickt ist, dass sie den Rücken eines Kochlöffels überzieht. Dann von der Hitze nehmen, die Sahne einrühren und alles abkühlen lassen. Dabei immer wieder mal durchrühren.

Die Limetten auspressen. Wenn die Eismasse ausgekühlt ist, den Limettensaft und die Chiasamen einrühren. Es ist wichtig, dass die Masse wirklich ausgekühlt ist, sonst gibt es Frischkäse statt Eis.

Die Eismasse für mindestens 2 und höchstens 4 Stunden in den Kühlschrank stellen; in dieser Zeit quellen die Chiasamen auf.

Nach Anleitung in der Eismaschine gefrieren, dann zum endgültigen Festwerden in die Tiefkühle stellen.

 

Pflaumenkuchen und Salbeieis

Ich mag Hefekuchen mit Pflaumen oder Zwetschgen sehr gern. Klassischerweise gibt es den einfachen Blechkuchen, Zwetschgendatschi heißt er hier. Frisch aus dem Ofen ein Traum, aber am Tag danach leider schon nicht mehr, ausser, man mag es, dass die Früchte Wasser ziehen und den Boden durchweichen.

Der Kuchen, den Andi Schweiger in seinem neuen Buchvorstellt, ist da eine echte Alternative: der Hefeteig wird zu einer Platte ausgerollt, mit Pflaumenmarmelade bestrichen, mit Pflaumen belegt und als Schnecke in eine Form gelegt. So bleibt der Kuchen schön saftig, es weicht aber nichts durch. Das hat uns gut gefallen. Wenn es Pflaumen gerade nicht gibt, dann kann man diese Methode bestimmt auch mit anderem Obst anwenden.

pflaumenkuchen

Salbei passt gut zu Pflaumen – deshalb habe ich Andi Schweigers Salbeieis zum Kuchen serviert. Im Grunde ist das ein Karamelleis mit feiner Salbei-Note. Der Salbei ist ein schöner Kontrapunkt zur Süße.

salbeieis

Für den Kuchen:

  • 500 g Mehl (ich hatte Dinkel 630)
  • 30 g Zucker
  • 40 g weiche Butter
  • 1 Tütchen Trockenhefe
  • 2 große Pflaumen
  • 200 g Pflaumenkonfitüre
  • 25 g flüssige Butter
  • Puderzucker zum Bestäuben

Das Mehl mit Zucker, Butter und Hefe in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. 320 ml lauwarmes Wasser zufügen und  alles zu einem elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Schüssel abdecken und den Teig in ca. 1 h zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Für die Füllung die Pflaumen waschen, halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch in ca. 2cm große Würfel schneiden.

Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen, die Ränder buttern.

Den Teig auf  der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem 40 mal 40 cm großen Quadrat ausrollen. Mit der Konfitüre bestreichen, dann die Pflaumen darauf verteilen, den Teig aufrollen und schneckenförmig in die Springform legen. Mit einem Tuch bedecken und nochmals 60 min ruhen lassen.

Denn Ofen auf 170 °C Umluft (oder 190°C Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Den Kuchen im heißen Ofen in 40 bis 50 min goldbraun backen, dabei nach der Hälfte der Zeit mit der flüssigen Butter bestreichen.

Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und dann mit Puderzucker bestäuben.

Für das Eis:

  • 1 Zweig Salbei
  • 250 g Sahne
  • 1/4 l Milch
  • 125 g Zucker
  • 5 Eigelb

Den Salbei waschen und trocken tupfen. Sahne, Milch und Salbei in einen Topf geben und aufkochen.

Zucker in einen weiteren Topf geben und bei mittlerer Hitze zu einem goldbraunen Karamell kochen.

Den Salbei aus der Milchmischung nehmen, die Mischung zum Karamell gießen (Vorsicht, es spritzt!) und alles unter Rühren köcheln lassen, bis sich der Karamell gelöst hat.

Die Eigelbe in einer hitzebeständigen Schüssel verrühren und auf ein heißes Wasserbad setzen. Die kochende Sahnemischung nach und nach unter Rühren angießen. Weiterrühren, bis die Mischung 80 bis 82°C heiß ist. Ich habe diesen Spatel hier*, da ist das Thermometer gleich eingebaut; das ist wirklich praktisch. Wer kein Thermometer hat, rührt, bis die Masse andickt. Die Mischung durch ein feines Sieb gießen, abkühlen lassen und dann in der Eismaschine nach Herstellerangaben gefrieren lassen.

Kuchen in Stücke schneiden und mit je einer Kugel Eis servieren.

Eis mit gezuckerter Kondensmilch

milchmädchen-eis

….oder vielleicht hätte ich doch Milchmädchen-Eis schreiben sollen? Dann hätte ich jetzt jemanden, dem ich diesen Artikel widmen könnte 😉

Ich würde mir ja niemals Kondensmilch an den Kaffee kippen, nein. Genaugenommen gibt es in diesem Haushalt keine Kondensmilch, wofür auch. Weil ich würde sie ja nie….ach, egal. Was es aber gibt, und zwar immer eine Dose im Vorratskeller ist gezuckerte Kondensmilch. Die kommt aber auch nicht an den Kaffee. Aber sie ist eine gute Basis für Desserts und Kuchen. Die Dose einige Zeit in einem großen Topf Wasser gekocht, ergibt Dulce de Leche. Und auch sonst gibt es da einiges.

Bloß Eis hatte ich noch nicht damit gemacht – warum eigentlich? Weil man manchmal halt ein Brett vor dem Kopf hat. Das Brett weggenommen hat mir (wieder einmal) Maria Elia* – ich hab das Eis gesehen und wußte, dass ich es machen muss. Und das war eine gute Idee – das Ganze ist ein einfaches, aber feines Basisrezept für Eis. Das Eis schmeckt sehr so, wie gezuckerte Kondensmilch halt schmeckt – sahnig und süß (in der Werbung würde jetzt stehen: “ohne zugesetzten Zucker” 😉 ). Ich mag es, so wie es ist. Aber trotzdem – bei ersten Probieren schoß mir spontan durch den Kopf, dass ich es beim nächsten Mal mit etwas Mastix aromatisieren werde.

Ach so – die gesüßte Kondensmilch sorgt im übrigen auch dafür, dass das Eis auch noch nach längerem Kühlen schön cremig bleibt.

Die erste Kugel habe ich mit etwas Rosmarin bestreut gegessen. Ich bin sicher, ein Pfützchen Granatapfel-Balsamessig würde auch passen. Wenn der bloß nicht gerade aus wäre….

Für 4-6 Portionen:

  • 130 g Milch
  • 190 g Sahne
  • 4 Eigelb
  • 200 g gesüßte Kondensmilch
  • 1 Prise Salz

Milch zusammen mit der Hälfte der Sahne in einen Topf gießen und einmal kurz aufkochen.

Eigelbe in eine Schüssel geben. Die heiße Milch langsam zugießen, dabei ständig mit dem Schneebesen rühren. Die Mischung in den Topf zurück geben und alles bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Mischung andickt. Bei mir hat das ca. 10 min gedauert. Nicht kochen lassen, sonst gibt es Rührei.

Masse in eine Schüssel gießen und die Kondensmilch, die restliche Sahne und 1 Prise Salz einrühren. Alles abkühlen lassen – ich stelle Eismassen normalerweise über Nacht in den Kühlschrank – und dann nach Anleitung in der Eismaschine gefrieren lassen.

Geeister Espresso mit Milchschaum

kaffeeis mit milchschaum

Einer meiner liebsten Nachtische ist das “Geeiste vom Kaffee” eines gewissen bayerischen Fernsehkochs. Nein, verbloggt habe ich das Rezept noch nicht, aber das Eis steht bei uns hier regelmäßig auf dem Tisch.

In “A Tavola!” gibt es ein ähnliches Rezept, das ich natürlich auch ausprobieren musste. Das Rezept ist recht unaufwändig: es wird eine mit Kaffee aromatisierte Eismasse hergestellt, die gleich portionsweise in Tassen eingefroren wird – Ihr braucht also keine Eismaschine. Wenn es ans Servieren geht, kommt noch ein leicht gesüßtes Milchschaumhäubchen darauf – ein schönes Dessert das sich wunderbar vorbereiten lässt.

Ach so….das Ganze hat uns gut gefallen. Sonst würde ich das Ganze ja nicht mit Euch teilen. Und das Konkurrenzrezept, das verrate ich Euch eines Tages auch noch 😉

Das Rezept ergibt angeblich 10 kleine Espresso-Tassen …. ich hab da meine Zweifel…das wird mehr. Die Portionsgrößen sind aber variabel….ich habe das Ganze in normale Kaffeetassen gefüllt.

Für den geeisten Espresso:

  • 2 Tassen doppelter Espresso, stark (also 4 Espresso-Tassen voll)
  • 250 ml Schlagsahne
  • 2 EL geschrotete Kaffeebohnen
  • 2 Eiweiß
  • 100 g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 3 Eigelb

Für den Milchschaum:

  • 200 ml Vollmilch
  • 1 TL Puderzucker

Zum Anrichten:

  • 1 TL Kakaopulver

Für die Eismasse den Espresso zusammen mit 150 ml Sahne und den Kaffeebohnen in einen Topf geben und aufkochen. Den Topf vom Herd ziehen und die Masse 10 min durchziehen lassen (länger schadet auf gar keinen Fall…). Dann die Kaffeesahne durch ein feines Sieb in eine hitzefeste Schüssel abgießen.

Während die Sahne durchzieht das Eiweiß steif schlagen, dann die restliche Sahne steif schlagen.

Zucker, Vanillezucker und Eigelbe in die Kaffeesahne rühren. Anschließend die Masse auf ein heißes Wasserbad geben und unter Rühren erhitzen, bis das Eigelb bindet und die Masse dickflüssig wird. Im Rezept steht das nicht, aber ich habe die Masse dann noch kalt gerührt: dazu die Schüssel in das mit kaltem Wasser gefüllte Spülbecken stellen und rühren, bis alles abgekühlt ist. Dann die steifgeschlagene Sahne und den Eischnee unterheben.

Die Masse auf Tassen verteilen und diese für mindestens 2 h in die Tiefkühle stellen.

Wenn es ans Servieren geht, für den Milchschaum Milch und Puderzucker in einen hohen Mixbecher geben und aufschäumen. Das geht gut mit dem Stabmixer.

Zum Anrichten auf jede Tasse ein wenig Milchschaum geben und das Ganze mit dem Kakaopulver bestreuen.

Popcorn-Eis mit Karamellpopcorn und schwarzem Pfeffer

popcorn-eis

Ich hab das ja schon oft genug betont, und ich werde einfach nicht müde, es immer wieder zu tun – ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Eismaschine. Ich mache eigentlich dauernd Eis. Das wirklich Tolle daran ist einerseits, dass man weiß, was drin ist. Und noch viel toller ist, dass man Sorten herstellen kann, die es nicht zu kaufen gibt.

Popcorn-Eis zum Beispiel, wie es in NOPI* vorgestellt wird. Nein, keine Sorge. Da ist kein Popcorn im Eis. Die Eisbasis wird lediglich mit Popcorn aromatisiert: die heiße Milch-Sahne-Mischung wird über das Popcorn gegossen, danach zieht das Ganze im Kühlschrank durch. Und schon schmeckt das Eis dann nach Popcorn.

Zu dem Eis gibt es eine Geschichte, die mich schmunzeln ließ – die kann ich Euch nicht vorenthalten. Ich habe geschmunzelt. Und gleichzeitig hat Ramael Scully mein Mitgefühl: der arme Mann hatte monatelang an seiner Idee gearbeitet, Eiscreme mit Pocorn-Geschmack herzustellen. Kurz bevor er seine Idee zur Perfektion gebracht hatte, tauchte im Kühlregal der britischen Supermarktkette ein Pocorneis mit Salzkaramell auf….entwickelt von niemand geringerem als Heston Blumenthal. Was für eine Gemeinheit!

Also gut, Waitrose ist weit weg. Wir machen unser Popcorn-Eis selbst. Und zwar so:

  • 60 g Butter
  • 150 g Popcornmais, ungegart
  • 500 g Sahne
  • 700 ml Milch
  • 2 Vanilleschoten
  • 4 Eigelb (ganz frisch, bio)
  • 160 g Zucker
  • 1 1/2 EL Honig (original: Glukosesirup)
  • 1/2 TL Pfeffer aus der Mühle
  • Salz

Wir beginnen mit dem Popcorn. Dafür die Butter in einem großen Topf, für den es einen Deckel gibt, bei mäßiger Hitze ca. 4-5 min aufschäumen lassen, bis sie sich leicht braun verfärbt. Den Popcornmais dazuschütten, umrühren, bis alle Körner mit Butter überzogen sind. Deckel auflegen und bei mittlerer Hitze garen, bis alle Körner aufgepoppt sind. Dabei den Topf immer wieder etwas rütteln. Sobald es aufhört, im Topf zu knallen, den Topf von der Hitze nehmen. 140 g Popcorn in eine große Schüssel füllen, den Rest beiseite stellen.

Die Vanilleschoten der Länge nach aufschlitzen und das Mark mit einem Messer herauskratzen. Sahne und Milch in den Topf geben, in dem vorher das Popcorn gegart wurde. Vanilleschoten und -mark zugeben, alles unter Rühren bei niedriger Temperatur ca. 8 min erhitzen, aber nicht kochen. Kurz bevor alles aufkocht, die Milchmischung über das Popcorn gießen. Abkühlen lassen, mit Frischhaltefolie zudecken und über Nacht (oder 8 h) im Kühlschrank durchziehen lassen.

Am nächsten Tag die Mischung aus dem Kühlschrank nehmen und Raumtemperatur annehmen lassen. Alles durch ein Haarsieb in eine andere Schüssel gießen. Das Popcorn im Sieb gründlich auspressen, dann verwerfen. Im Rezept wird die Vanilleschote auch weggeworfen. Ich wasche sie lieber,  lasse sie trocken und stecke sie zusammen mit anderen Kolleginnen in einen Behälter mit Zucker. So habe ich immer Vanillezucker im Haus.

Die Eigelbe in einer ausreichend großen Schüssel mit 100 g Zucker mit dem Handrührer schaumig rühren. Die Popcornsahne nach und nach angießen. Dabei immer weiter rühren, bis die Sahnemischung vollständig eingearbeitet ist.

Die Mischung in einen großen Topf gießen, ca. 1/4 TL Salz zugeben und alles bei mäßiger Hitze unter dauerndem Rühren ca 5-7 min erhitzen, bis alles andickt. Nicht kochen lassen, sonst gerinnt das Ei. Wenn die Masse eingedickt ist, alles vom Herd nehmen, in eine Schüssel geben und abkühlen lassen. Wer es eilig hat, stellt die Schüssel in ein Wasserbad mit Eiswürfeln und rührt die Masse kalt. Die abgekühlte Masse in die Eismaschine füllen und nach Gebrauchsanleitung gefrieren lassen. Dann in eine Gefrierschüssel füllen und in die Tiefkühle stellen.

Für das Karamell-Popcorn 60 g Zucker und den Honig in einem Topf (im Rezept steht “beschichteter Topf) vermischen und dann bei mittlerer Temperatur ca. 6-7 min erhitzen, bis ein goldbrauner Karamell entsteht. Den Topf ab und zu schwenken, aber nicht rühren. Die Temperatur reduzieren, das restliche Popcorn, den frisch gemahlenen Pfeffer und 1/2 TL Salz zugeben. Einmal durchrühren, den Rand des Topfes mit einem feuchten Pinsel säubern, damit nichts kleben bleibt und dann das Popcorn durchrühren, bis alle Körner vom Karamell überzogen sind. Das Popcorn zum Abkühlen auf Backpapier verteilen. Das Ganze klebt ziemlich, wenn es abgekühlt ist, lässt sich aber alles leicht in Stücke brechen.

Zum Servieren das Eis mit dem karamellisierten Popcorn in Schalen anrichten.

Wir retten, was zu retten ist: Halwa-Eiscreme

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Seid Ihr bereit für Nachtisch? Wie wäre es mal wieder mit Eis?

Ich bin immer noch glücklich über meine Eismaschine. Besonders gut gefällt mir, dass ich Eissorten herstellen kann, die man nirgendwo zu kaufen bekommt. Meist stelle ich kleinere Mengen her und genieße es, mehrere Sorten Eis vorrätig zu haben.

Klar, dass ich auf Ottolenghis* Halva-Eiscreme gleich angesprungen bin….und das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich Halwa in ein Eis gegeben habe, der Geschmack und die Konsistenz sind einfach schön. Außer Halwa ist noch etwas Tahin im Eis – und auch das ist toll, es sorgt für eine angenehm nussige Note.

Im Original kommt das Eis mit einem Topping aus Schokoladensauce und gerösteten, gesalzenen Erdnüssen daher. Die Sauce habe ich mir geschenkt….ich esse Eis tatsächlich am liebsten pur. Die Erdnüsse habe ich gleich mit in die Eismasse gegeben….süß-salzig mag ich nämlich sehr gerne.

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Das Rezept ist Teil einer Rettungsaktion – auch bei Eiscreme muss man nämlich nicht nehmen, was die Industrie einem auftischt; man kann sie gut selbst machen. Hier könnt Ihr sehen, welche Eissorten der Rest der Truppe sich ausgedacht hat.  Da sind übrigens auch ganz viele Rezepte dabei, für die man keine Eismaschine braucht. Wenn ich mir die Vielfalt so anschaue, dann werde ich in nächster Zeit bestimmt sehr viel Eis machen, schaut mal:

lieberleckerBananeneis
from-snuggs-kitchenButtermilch-Zitronen-Eis
SweetPie – Gin Tonic Popsicle
katha-kocht! – Raffaello Eis
Cuisine Violette – Mango-Kokoseis
Kochen mit HerzchenPistazieneis
Kebo HomingSchokoladeneis mit Salzkaramell
Bonjour AlsaceSchokoladeneis
Mädel vom LandBirnen-Joghurt-Steckerleis mit Waldmeister
Greenway 36 Schokoladen-Karamell-Eis ohne Eismaschine
1x umrühren bitte aka kochtopfSchnellstes und softigstes Himbeer-Softeis
Obers trifft Sahne Kürbis Eis mit Zimt Pflaumen ( mit und ohne Eismaschine
lecker macht launeZwetschgen-Eis ohne Ei
widmatt- aus meiner Schweizer Küche: Pfirsich Glacé
Feinschmeckerle | Schwaben – Kochen – Reisen –  Blitzeis mit Brombeeren und Buttermilch
Genial lecker – Express-Vanilleeis

Jetzt zum Rezept – das ist wirklich nicht schwierig:

  • 250 gr. Sahne
  • 350 ml Vollmilch
  • 1 Vanilleschote
  • 2 Eigelb
  • 40 gr. Zucker
  • 30 gr. Tahin
  • 100 gr. Pistazien-Halwa (Ottolenghi: Sesam-Halwa)
  • 60 gr. geröstete, gesalzene Erdnüsse
  • optional: gehackte Pistazien zum Anrichten

Die Vanilleschote aufschlitzen und das Mark herauskratzen. Halwa und Erdnüsse im Cutter grob zerkleinern.

Milch und Sahne in einem Topf mit Vanilleschote- und Mark einmal kurz aufkochen, dann von der Hitze nehmen.

In einer hitzefesten Schüsseln die Eigelbe mit dem Zucker verquirlen. Mit einer Kelle etwas von der heißen Milchmischung zufügen, weiterrühren. Nach und nach die gesamte Milchmischung zugeben, dabei ständig rühren. Die Masse wieder in den Topf geben und unter dauerhaftem Rühren ca. 10 min lang erhitzen, bis die Masse andickt. Vorsicht mit der Temperatur – die Masse darf nicht kochen, sonst gibt es Rührei. Von der Hitze nehmen und das Tahin einrühren.

Die Masse erst abkühlen, dann im Kühlschrank ganz durchkühlen lassen.

Masse in die Eismaschine geben und in ca. 40 min gefrieren lassen. Nach ca. 30 min die Halwa und die Erdnüsse zugeben.

In der Tiefkühle aufbewahren und zum Servieren mit gehackten Pistazienkernen bestreuen.

Kiwi-Sorbet zum #tierfreitag

kiwi-sorbet

Ich bilde mir ein, dass es langsam Frühling wird. Also, jedenfalls ist es Frühling genug, um die Tiefkühle wieder mit verschiedenen Sorten Eis zu bestücken – und so habe ich diese Woche die Eismaschine arbeiten lassen. Ein Vanilleeis gab es und meinen Liebling – das cremige Eis mit Bitterorangenmarmelade und Schokosplittern.

Eigentlich war ich fertig mit dem Eis-Machen, da fiel mein Blick auf die Obstschale. Die Kiwis – klar, mal wieder übrig geblieben. So richtig mag die hier ja keiner. Ich esse manchmal eine…aber eher aus schlechtem Gewissen heraus denn aus Begeisterung. Was ich aber mag, das ist Sorbet. Gut, dachte ich mir. Es muss ja nicht immer Ztronensorbet sein oder Apfelsorbet. Versuchen wir es doch mal mit den Kiwis.

Sorbets mache immer recht einfach – Zuckersirup und pürierte Früchte oder Fruchtsaft. So ist auch beim Kiwi-Sorbet die Zutatenliste überschaubar. Und funktioniert hat der Plan auch – an die unbearbeiteten Kiwis will keiner so recht ran, aber das Kiwi-Sorbet, das schmeckt.

Die Deko übrigens…das sind gedörrte Kiwi-Scheibchen. Das ist eine weitere Möglichkeit, was im Hause magentratzerl mit übrig gebliebenem Obst passiert – in Scheibchen schneiden und ab in den Dörrautomaten.

Und weil das Sorbet ohne tierische Produkte auskommt, darf es beim tierfreitag mitspielen.

  • 100 gr. Zucker
  • 100 gr. Wasser
  • 1 EL Zitronensaft
  • 3 Kiwis (ca. 300 gr.)

Zucker, Wasser und Zitronensaft in einen kleinen Topf geben. Aufkochen und kurz köcheln lassen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Abkühlen lassen.

Die Kiwis schälen und in Würfel schneiden. Kiwi-Würfel zum Zuckersirup geben und alles mit dem Stabmixer pürieren. Die Masse einige Stunden zum Durchkühlen in den Kühlschrank stellen, dann in der Eismaschine nach Anleitung gefrieren lassen.

Orangenmarmelade-Eis mit Schokosplittern

eis mit orangenmarmelade

Dieses Eis taucht im Kapitel “Auch die Orangenmarmelade aufbrauchen” auf. Nigel Slaters Kühlschrank quillt über vor offenen Marmeladengläsern – allein drei Gläser Orangenmarmelade sind es.

Nun, ich habe auch ziemlich viel Orangenmarmelade. In der letzten Saison habe ich einen großen Vorrat gekocht. Nicht, dass die Marmelade unbedingt weg müßte, aber die Kombination hat mich gereizt – Marmelade im Eis konnte ich mir nicht so richtig vorstellen. Außerdem schreibt Nigel Slater, dass die Marmelade bewirkt, dass das Eis dauerhaft cremig bleibt. Das mußte ich probieren.

Und es stimmt, ganz ohne “Tricks” wie Glokusesirup oder Invertzucker ist das Eis wunderbar cremig und läßt sich direkt aus der Tiefkühle zu schönen Kugeln formen. Das ist aber gar nicht mal das Wichtigste – das Eis ist auch geschmacklich ein Knaller: süß und bitter wie die Marmelade – und natürlich passen die Schokosplitter hervorragend dazu.

Also los:

  • 500 gr. Sahne
  • 4 Eigelb
  • 2 EL brauner Zucker
  • 400 gr. bittere Orangenmarmelade
  • 100 gr. bittere Schokolade

Die Schokolade grob hacken.

Die Sahne in einem Topf zum Kochen bringen. Eigelb und Zucker in einer hitzebeständigen Schüssel weißschaumig rühren. Dann langsam die heiße Sahne einrühren.

Die Mischung zurück in den Topf geben, dann bei niedriger Temperatur rühren, bis die Mischung andickt. Die Masse unter Rühren abkühlen lassen; das geht am besten, wenn man den Topf in ein Spülbecken mit kaltem Wasser stellt.

Wenn die Eiercreme abgekühlt ist, die Marmelade einrühren. Die Masse in die Eismaschine füllen und nach Herstelleranleitung gefrieren lassen. Nach ca. 2/3 der Gefrierzeit die Schokosplitter zur Eismasse geben und fertig gefrieren lassen.