Kochbuch: Heimat im Glas | Daniela Wattenbach

Daniela Wattenbach lebt im Fränkischen und ist gelernte Hauswirtschafterin. Sie kocht leidenschaftlich gern; und da wiederum gehört ihre Liebe besonders den traditionellen Rezepten ihrer Heimat und dem Haltbarmachen saisonaler Produkte. Und genau darum geht es in ihrem ersten Buch.

Vor mir liegt kleines Hardcover mit hellem, freundlichem Layout. Es gibt viele, hübsch gemachte Bilder  – Rezeptbilder ebenso wie solche von Produkten. Und mir gefällt, dass jedem Kapitel eine eigene Farbe zugeordnet wurde – die ist dann die Gleiche für Überschriften, Rahmen und zusätzliche Küchentipps.

Kapitel – das ist ein gutes Stichwort: Das die Rezepte sind nach Jahreszeiten strukturiert; das bietet sich ja bei diesem Thema an. Bevor wir aber die Früchte der jeweiligen Jahreszeiten verarbeiten, gibt es erst noch ein paar Basics zum Thema “Haltbarmachen”, da wird gut erklärt, was man beim Einkochen, Einfrieren, Dörren und anderen Methoden beachten sollte und es wird erläutert, wie man Säfte herstellt und was für eine Grundausstattung man benötigt.

Auch in den einzelnen Kapiteln gibt es mehr als “nur” Rezepte: immer wieder eingestreut sind Infotexte über das, was die Natur in der entsprechenden Jahreszeit zu bieten hat. So gibt es zum Beispiel im Frühjahr Informationen über Wiesenkräuter, über Bärlauch, Löwenzahn und Holunder sowie Waldmeister und Brennnesseln. Es wird beschrieben wie man die Pflanzen erkennt, was ihre Wirkungen sind und worauf man beim Ernten und Verarbeiten achten sollte.

Die Rezepte selbst sind sehr vielfältig – das geht von Sirup über Marmelade und Likör bis hin zu Ketchup, herzhaft Eingelegtem und Brotaufstrichen. Es sind bekannte Klassiker dabei wie Holunderblütensirup oder Gemüse-Würzpaste, aber auch unbekannteres wie ein Brotaufstrich aus Eichelmehl, Erdkammersirup (ein Hustensirup, der zum Reifen in der Erde vergraben wird) oder Brennnesseleis.

Die Rezepte sind gut strukturiert; allerdings die Arbeitsanleitungen manchmal ein wenig kurz gefasst. Immer ist angegeben, wie viele Gläser oder Portionen das Rezept ergibt. Und meist  werden es auch zusätzliche Küchentipps oder kleine Geschichten mitgeliefert. Abgeschlossen wird der Rezeptteil durch ein alphabetisch geordnetes Register.

Schon mal ausprobiert:

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich liebe Hagebuttenmarmelade. Und als das Buch eintraf,  war gerade Hagebuttenzeit. Ich habe also eifrig gepflückt, bei uns gibt es sehr viele Sträucher. Im Buch wird die Marmelade aus nicht entkernten Hagebutten gekocht. Das geht erst mal schneller, denn das Entkernen ist eine Sysiphos-Arbeit. Es bleibt aber auch sehr viel Frucht im Passiersieb zurück. Beim nächsten Mal entkerne ich wieder. Und das Rezept ist auch sehr kurz gefasst, vor allem ist da zu viel Gelierzucker angegeben.

Ich hatte noch Hagebutten übrig; die habe ich brav entkernt und zu einer Hagebutten-Zwiebelsauce verarbeitet. Die Hagebutten werden hierfür mit Zwiebeln, Zucker, Essig und Weißwein gegart – die Sauce ist schön ausbalanciert in Süße und Säure eine schöne Beigabe zu kurzgebratenem Fleisch; aber auch zu Kartoffelgratin.

So. Und wenn man sich schon die Mühe gemacht hat, Hagebutten zu ernten und zu verarbeiten, dann ist es doch eine gute Idee, sie auch so weit wie möglich zu verwerten. Ich wußte das vorher nicht, aber aus den Hagebuttenkernen kann man gut einen Tee kochen. Der Tee schmeckt nicht nur gut – die Kerne enthalten auch Kieselsäure und stärken die Lunge; das kann man gerade im Herbst gut gebrauchen.

Die Schlehen hingen auch gerade reif an den Sträuchern, und so konnte ich die “Fränkischen Oliven” ausprobieren. Hierfür werden die Schlehen erst 2 Monate in Salzlake, danach in Olivenöl und Gewürze eingelegt.

Fazit:

Wer gerne die Früchte der Jahreszeiten sammeln und konservieren möchte, der wird an diesem Buch Freude haben. Es gibt vielfältige Rezepte und nützliche Tipps für alles von Apfel bis Zwetschge, von Brennnessel bis Waldmeister. Was mich besonders anspricht ist, dass klassische Rezepte ebenso vorgestellt werden wie solche, die modernisiert wurden.

  • Hardcover: 208 Seiten
  • Verlag: Südwest Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3517096919
  • 18,00

Hot Lemon Pickles

Ich habe eine Vorliebe für indische Pickles und Chutneys. Ein paar Gläser davon habe ich immer im Kühlschrank.  Sie sind sehr vielseitig…man kann sie zum Essen reichen, man kann einem Gericht damit den letzten Schliff verpassen oder man kann sie einfach als Dipp verwenden. Pickles gibt es in guter Qualität im indischen Laden des Vertrauens, und  auch ich nehme da hin und wieder ein Glas mit. Aber Selbermachen macht dann doch mehr Spaß.

Im Bollyfood-Original* sind das hier Pickles aus Limetten. Die mag ich sehr gern. Dafür benötigt man Bio-Limetten. Ich konnte eine auftreiben, hatte aber noch eine Kiste mit unbehandelten Zitronen, also habe ich die verwendet.

Das Ergebnis: klasse. Sauer, scharf, mit Knoblauch und mit Pep. Man braucht nicht viel davon, um bei einem Gericht einen pikanten Kontrast zu erzielen.

lime-pickles

Für 1 Glas:

  • 2 Bio-Zitronen (original: 4 Bio-Limetten)
  • 1 EL schwarze Senfsaat
  • 2 TL Bockshornkleesaat
  • 4 Chilischoten
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 TL gemahlene Kurkuma
  • 2 TL Paprikapulver (ich hatte edelsüß)
  • 1/2 TL Salz
  • etwas neutrales Öl

Senfsaat und Bockshornklee fein mörsern. Chilischoten fein hacken. Knoblauch schälen und ganz fein hacken.

Zitronen heiß abwaschen, dann trockenreiben und mitsamt der Schale in kleine Stücke schneiden.

Alle Zutaten mit Ausnahme des Öl in einer Schüssel vermischen. Dann alles in ein Glas geben und mit einem Esslöffel fest zusammendrücken, um Lufteinschlüsse zu vermeiden. Mit einer Schicht Öl bedecken. Das Glas verschließen und die Pickles 3 Tage durchziehen lassen, bevor sie serviert werden.

Im Kühlschrank halten sich die Pickles bis zu 10 Tage.

 

Ingwer-Minze-Shrub

ingwer-minz-shrub

Eigentlich bin ich ziemlich langweilig, was Getränke angeht. Ich trinke Tee. Am liebsten Grünen. Aber ab und zu brauche ich dann doch etwas anderes, und so haben mich Mary Karlins* Rezeptideen für Shrubs angelacht.

Shrubs sind Sirups auf Essigbasis. Sie werden verdünnt benutzt und sind wunderbar erfrischend. Man kann sie einfach mit Mineralwasser aufspritzen (Verhältnis: 5 Teile Wasser zu 1 Teil Shrub), sind aber auch eine schöne Ergänzung für Cocktails oder Limonaden.

Hier ist die Kombination Minze und Ingwer – beides mag ich sehr….ich koche mir auch gerne Tee aus diesem Zutaten. Aber natürlich ist man frei in der Kombination: Basilikum und Zitronenverbene gehen gut, aber auch Rosen- oder Hibiskusblätter.

Für ca. 350 ml

  • 50 g frischer Ingwer
  • eine Handvoll Minzeblätter
  • 180 ml Apfelessig, naturbelassen, ungefiltert (ich nehme den von Alatura)
  • 125 ml Limettensaft, frisch gepresst
  • 125 g Vollrohrzucker

Den Ingwer in feine Scheiben schneiden und zusammen mit den Minzeblättern in ein Einmachglas geben. Alles leicht zerdrücken, bis Saft abgegeben wird. Den Essig angießen, das Glas gut verschließen und dann für ca. 10 sek. Kräftig schütteln. Deckel wieder abnehmen, statt dessen ein Stück Käseleinen über der Öffnung befestigen. (Ein Mulltuch geht auch). Das Ganze jetzt bei Zimmertemperatur  12 h stehen lassen.

Tuch wieder abnehmen und das Glas mit dem Deckel luftdicht verschließen. Bei Zimmertemperatur stehen lassen und das Glas eine Woche lang jeden Tag kurz schütteln. Danach die Flüssigkeit durch ein Sieb abgießen, den Limettensaft und den Zucker zugeben und rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. In eine Flasche umfüllen, einen Zweig Minze dazu geben, fest verschließen und nochmals kurz und kräftig schütteln. Eine Woche lang im Kühlschrank reifen lassen, dabei wie vorher jeden Tag einmal schütteln.

Die Flasche nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren. Der Shrub hält sich ca. 4 Monate.

Kimchi

kimchi

aber fix!

Kimchi. Meine erste Erfahrung geht zurück auf die Studienzeit. Wir hatten ein Fest in der Fakultät. Eine Kommilitonin war begeisterte Korea-Anhängerin. Natürlich brachte sie Kimchi mit. Der japanische Assistent des Prof lupfte kurz den Deckel der Box, schnüffelte und sagte in einem ganz bestimmten Tonfall: “Ahhhh…..Kimchi”. Man hörte durchaus, dass seine Begeisterung sich in Grenzen hielt. Na, und ich war damals auch olfaktorisch beeindruckt 🙂 .

Seitdem sind ja ein paar Jahre ins Land gegangen, und es wird Zeit, die Erinnerung etwas aufzufrischen. Ich will schon lange endlich Kimchi machen – da kommt der Event bei Foodfreak als Anstupser gerade recht.

Ich habe mich für ein schnelles Kimchi entschieden, so zum Ausprobieren. Dieses Kimchi kann gleich gegessen werden, ist nach 2-3 Tagen optimal und hält sich im Kühlschrank ca. 10 Tage. Die erste Adresse für Kimchi ist selbstverständlich Madame Fleischklops – hier geht es zum Originalrezept.

Dieses Kimchi ist tatsächlich ganz fix und einfach herzustellen. Ich habe es drei Tage im kühlen Keller durchziehen lassen und dann erwartungsvoll den Deckel der Box gelupft, und siehe da, da war er, der bekannte Geruch 😉 . Beim Probieren war ich erstaunt: das Kimchi schmeckt eher mild.

Schnelles Kimchi (reicht für einen 1 1/4 l Container)

  • 1 kg Chinakohl
  • 100 g Meersalz
  • 1 l Wasser
  • 300 g Radieschen (Original: Rettich)

Gewürzpaste:

  • 1 Schalotte
  • ½ kleiner Apfel
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • 3 Scheiben Ingwer
  • 50 g gekochter abgekühlter Reis
  • ½ EL Zucker
  • 3 EL Gochugaru (koreanisches Chili, Asia-Shop)
  • 2 EL Fischsauce (eigentlich fermentierte Baby-Shrimps)
  • evtl. Meersalz nach Geschmack

Zubereitung:

Chinakohl von grobem Schmutz und welken Außenblättern befreien. Vom Boden eine gerade Scheibe von ca. 1cm Dicke abschneiden. Die Blätter auseinander lösen und immer 4-5 Blätter aufeinander legen.. Die Blätter in mundgerechte Stücke schneiden (ca. 4-5 cm).

Das Salz in eine große, hitzefeste Schüssel geben. 1 Liter aufkochen, zum Salz gießen und unter Rühren auflösen. Den Kohl in die Schüssel geben und mit einem Spatel unter Wasser drücken. 10 min stehen lassen. 

Inzwischen die Radieschen waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden.

Für die Gewürzpaste alle Zutaten  grob vorschneiden und pürieren, mit Gochugaru nach Geschmack abschmecken. Ziehen lassen.

Den Kohl wenden, mit dem Spatel wieder unter Wasser drücken. Die Radieschen darauf verteilen. Nach 20 min wieder alles von oben nach unten durchmischen. Nochmal andrücken und weitere 20 min stehen lassen. Wenn insgesamt 50 min vergangen sind, ein dickes weißes Stück Kohl aus der Schüssel holen und zwischen den Fingern verbiegen. Es sollte leicht elastisch sein und nachgeben. Wenn das noch nicht der Fall ist, alles nochmal durchmischen und weitere 10 min stehen lassen.

Kohl und Radieschen abgießen, mit frischem Wasser gründlich abspülen und in einem Durchschlag gründlich abtropfen lassen.  Leichtes Ausdrücken hilft, aber aufpassen, dass das Gemüse nicht zermatscht. Das Gemüse wieder in die Schüssel geben, die Gewürzpaste dazu geben und alles mit den Händen vorsichtig vermischen. Mit Salz, Zucker und Gochugaru abschmecken, wenn gewünscht. 

Alles in einen Behälter umfüllen und gut andrücken. Es dürfen keine Luftlöcher entstehen, damit das Kimchi nicht umkippt. Behälter verschließen. Man kann dieses Kimchi gleich essen, besser schmeckt es aber, wenn es 2-3 Tage durchziehen konnte. Im Kühlschrank hält es dann bis zu 10 Tagen.

 

Dreierlei vom Apfel

apfel-ausbeute

Nein, ich bin nicht verrückt, Euch jetzt schon Rezepte mit Äpfeln für die Vorratskammer vorzustellen. Wer verrückt ist, das ist unser Apfelbaum. Der trägt nämlich eine extrem frühe Sorte. Im ersten Jahr haben wir gar nicht mitgekriegt, dass die Äpfel schon reif sind – es sind dann alle kaputt gegangen. Inzwischen sind wir natürlich schlauer…..

Spaß machen diese Äpfel eigentlich auch nicht. Sie sind winzig, man kann sie überhaupt nicht lagern und sie sind voller Macken. Es ist kaum mal einer dabei, in den man einfach so mal reinbeißen möchte. Wenn man Schale und Kerngehäuse und alle Macken wegoperiert hat, bleibt kaum noch etwas übrig. Kurz: diese Äpfel machen richtig Arbeit.

Dieses Jahr haben ich auf die ganze Schälerei und Entkernerei verzichtet und nur die schlechten Stellen weggeschnitten. Das hat alles doch sehr erleichtert. Und die Vorratskammer ist gut gefüllt. Hier sind die Rezepte:

Apfelbutter mit Sekt

  • 750 gr. Äpfel
  • 600 ml trockener Sekt
  • 1 EL Zitronensaft
  • Zucker
  • 1/2 TL gemahlene Nelken
  • 1/2 TL Zimtpulver

Die Äpfel waschen und schadhafte Stellen wegschneiden. Die Äpfel dann mitsamt Schale und Kerngehäuse in grobe Stücke schneiden und zusammen mit dem Sekt und dem Zitronensaft in einen Topf geben. Alles zum Kochen bringen und bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis die Äpfel weich sind, dann vom Feuer nehmen.

Jetzt wird die Masse abpassiert. Dazu könnt Ihr alles in ein Sieb geben und mit Hilfe einer Suppenkelle durchtreiben. Viel einfacher und schneller geht es aber mit einer Flotten Lotte. Wenn die Masse passiert ist, braucht Ihr einen Meßbecher. Rein da mit der Apfelmasse. Pro 600 ml Apfelpulpe benötigt man 340 gr. Zucker.

Die Apfelmasse und den abgewogenen Zucker in einen sauberen Topf geben und alles bei mäßiger Hitze zum Kochen bringen, dabei rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Die Masse dann noch 10-15 min kochen lassen, bis sie andickt.

Die fertige Apfelbutter in sterilisierte Gläser füllen.

Rezept adaptiert aus: River Cottage Handbook No. 2: Preserves*

Apfelgelee mit Rosmarin

  • 1 Handvoll Rosarinzweige
  • 1 kg Äpfel
  • Saft einer Zitrone
  • Gelierzucker 2:1

Ofen auf 100°C vorheizen. Rosmarinnadeln abzupfen (Stiele aufheben), auf ein Backblech legen und im Ofen in ca. 10 min trocknen lassen. Haltet ein Auge drauf, die Nadeln verbrennen schneller, als man denkt.

Die Äpfel waschen, von schadhaften Stellen befreien und in grobe Stücke schneiden. Dann zusammen mit 1,2 l Wasser, den Rosmarinstielen und dem Zitronensaft in einen Topf geben. Köcheln lassen, bis die Äpfel weich sind. Dann die Äpfel mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken.

Ein großes Sieb über eine Schüssel hängen und mit einem Mulltuch auslegen. Denn Inhalt des Topfes hineingießen, dann alles über Nacht abtropfen lassen. Nicht drücken, damit das Gelee klar bleibt.

Am nächsten Tag die Flüssigkeit abmessen und zusammen mit den Rosmarinnadeln in einen großen Topf geben. Die nach Packungsanleitung benötigte Menge Gelierzucker zugeben, die Masse unter Rühren zum Kochen bringen und alles 3 min sprudelnd kochen lassen. Noch heiß in sterilisierte Gläser füllen.

Rezept adaptiert aus: Jahreszeitenküche*

Apfel-Chili-Gelee

  • 700 gr. Äpfel
  • Saft einer Zitrone
  • Chilis, in Ringe geschnitten (nach Geschmack; ich hatte 3 Bird’s Eyes)
  • Gelierzucker 2:1

Äpfel waschen, die schadhaften Stellen entfernen und die restlichen Äpfel in grobe Stücke schneiden.

Apfelstücke mit 1 l Wasser und dem Zitronensaft in einen großen Topf geben, alles zum Kochen bringen und die Apfelstücke weich kochen, dann mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken.

Ein großes Sieb mit einem Mulltuch auslegen und über eine Schüssel hängen. Die Apfelmasse hineinschütten und über Nacht abtropfen lassen.

Am nächsten Morgen die Flüssigkeit abmessen und zusammen mit der nach Packungsanleitung benötigten Menge Gelierzucker in einen großen Topf geben. Masse zum Kochen bringen und ca 3 min unter Rühren kochen lassen. Chilis in Ringe schneiden und ggf. entkernen. Zum Gelee geben und alles in sterilisierte Gläser füllen.

Rezept adaptiert aus: Jahreszeitenküche*

chili marmelade

Chili-Marmelade

Das ist aus der Abteilung süß-scharf.

Marmelade will nicht sagen, dass Ihr Euch das zum Frühstück aufs Brot schmieren sollt. Obwohl, ein Klecks davon auf einem Sandwich mit Schinken oder Käse ist nicht zu verachten. Die Chili-Marmelade eignet sich gut als Beigabe zu Käse oder kaltem Fleisch. Ein Gläschen davon macht sich auch gut als Mitbringsel; immerhin steuern wir ja hart auf Weihnachten zu.

Das Rezept ist geklaut bei Nigella Lawson *. Sie entkernt die Chilis – ich nicht, ich möchte die Schärfe gerne in der Marmelade haben. Wenn Ihr es nicht ganz so scharf wollt, dann weg mit den Kernen. Wer es noch schärfer will, verzichtet auf die rote Paprika und nimmt nur Chili. Das Originalrezept ist auch süßer; ich habe lieber Gelierzucker 2:1 verwendet anstatt gleiche Teile.

Meine Marmelade tendiert ins braune, weil ich Chilis in verschiedenen Farben verwendet habe – ich habe meine Ernte aufgebraucht, ehe sie noch vergammelt. Wenn man nur rote Chilis nimmt, kriegt man eine herrliche rote Farbe.

Nachtrag: Und weil sie so schön braun ist, kam der Tipp von Sabine: mach doch mit bei High Foodalitys Cookbook of Colours – mach ich hiermit.

Für ca. 1,0 l:

  • 150 gr. frische  Chilis (Nigella: rote)
  • 150 gr. rote Paprika
  • 600 ml Apfelessig
  • 500 gr. Gelierzucker 2:1

Chilis in grobe feine Ringe schneiden. Paprika von den Samen befreien und fein hacken schneiden.

In einem großen Topf bei mittlerer den Gelierzucker im Essig auflösen; dabei nicht umrühren. Wenn alles gelöst ist, die Chili-Paprika-Mischung zugeben, alles zum Kochen bringen und 3 min kochen lassen (oder nach Packungsanleitung auf dem Gelierzucker….).

Chilimarmelade in sterilisierte Gläser füllen. Gläser zum Abkühlen auf den Kopf stellen, damit sich die Chilistückchen gleichmäßig in der Marmelade verteilen.