Graupen-Kräuter-Suppe

Das ist ein Gericht, das sehr typisch für die persische Küche ist: der Umgang mit Kräutern ist ein ganz anderer, als wir es in Mitteleuropa gewohnt sind. Wir benutzen Kräuter gerne als würzende oder dekorative Elemente, in der persischen Küche sind sie gerne auch einmal die Hauptzutat; man denke nur an den Kräuterteller oder das Omelette mit Kräutern, das gerne auf dem dem Tisch steht.

So ist es auch bei dieser Suppe aus “Persisch vegetarisch“*: es sind Graupen drin und Linsen, das macht wohlig satt. Die Hauptsache aber sind die vielen Kräuter. Das schmeckt nicht nur toll und sorgt für Farbe, sondern gerade im Immer-noch-Winter, wenn frische Grünzeug nicht so toll verfügbar ist wie im Sommer, wirkt das richtig aufmunternd.

Traditionell wird die Suppe mit Kashk, also getrocknetem Joghurt verfeinert. Wer das nicht zur Verfügung hat, kann statt dessen Sauerrahm verwenden. So habe ich es gemacht.

Graupen-Kräuter-Suppe

Wohlige, kräutergrüne Suppe aus der persischen Küche

Gericht Eintopf
Länder & Regionen Iran
Keyword Kräuter
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 75 g grobe Gerstengraupen
  • 2 Zwiebeln
  • Rapsöl zum Braten
  • 100 g glatte Petersilie
  • 100 g Dill
  • 100 g Koriandergrün
  • 200 g Blattspinat
  • 1/2 TL gemahlene Kurkuma
  • 75 g grüne Linsen
  • 100 ml Kashk oder 100 g saure Sahne
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 EL getrocknete Minze

Anleitung

  1. Die Graupen in ein feinmaschiges Sieb geben, abbrausen, dann in einen großen Topf geben, 2 cm hoch mit Wasser bedecken und mindestens 2 h einweichen. 

  2. Die Linsen ebenfalls abbrausen, dann zu den Graupen in den Topf geben und alles 30 min köcheln lassen. Dabei nach Bedarf weiteres Wasser angießen. 

  3. Während alles kocht, die Zwiebeln schälen und fein hacken. Kräuter zupfen, Spinat putzen, alles fein hacken. 

  4. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin goldgelb anbraten. Kräuter, Spinat und Kurkuma zugeben und alles bei mittlerer Hitze unter Rühren weitere 5 min braten. 

  5. Kräuter und Zwiebeln und Graupen und Linsen geben, alles bei mäßiger Hitze weitere 30 min köcheln lassen. Wenn die Suppe zu dick wird, weiteres Wasser angießen.

  6. Wer Kashk verwendet, verdünnt ihn mit 100 ml Wasser und läßt die Mischung in einem Topf 20 min köcheln. Danach zur Suppe geben. Sauerrahm einfach am Ende des Kochvorganges zur Suppe geben. Suppe mit Salz und Pfeffer würzen.

  7. Knoblauch schälen und fein hacken. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, den Knoblauch darin goldgelb braten. Minze zugeben und kurz mitbraten. 

  8. Suppe in Schalen schöpfen und mit der Knoblauchmischung bestreut servieren. 

Schweinefleisch mit Ingwer, Frühlingszwiebeln und Auberginen

Das ist ein weiteres Gericht aus Ottolenghis “Simple”*, das uns richtig Spaß gemacht hat. Ich würde es als asiatisch inspiriert bezeichnen – es ist gebratenes Schweinehack mit Aubergine, gewürzt mit Ingwer, Knoblauch, Mirin und zwei verschiedenen Sojasaucen.

Also, grob zusammengefasst. Denn die Zutatenliste ist schon etwas länger. Allerdings sind das alles Dinge, die man gut im Vorrat haben kann – ein Gang zum Asiashop, und man ist für längere Zeit gut ausgerüstet.

Insgesamt ist das nicht nur ein superaromatisches Essen, sondern auch eines, das ganz fix auf dem Tisch steht. Wenn man ganz von vorne anfängt, muss man 30 Minuten einkalkulieren. Man kann aber auch vorarbeiten, das Fleisch schon am Vortag braten und kühl stellen und auch die Auberginen schon mal dämpfen. Dann geht es im Ernstfall noch schneller ;-).

Schweinefleisch mit Ingwer, Frühlingszwiebel und Auberginen

Asiatisch inspiriert, leicht, und aromatisch

Gericht Hauptgang
Keyword Ottolenghi
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 3 Auberginen (ca. 900 g)
  • 4 EL neutrales Öl
  • 2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 7 cm frischer Ingwer
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 1 grüne Chilischote
  • 500 g Schweinehack
  • 3 EL Mirin
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL Kecap manis (süße Sojasauce)
  • 1 TL Sesamöl
  • 1,5 EL Reisessig
  • 15 g Koriandergrün
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Auberginen putzen und in ca. 3 cm große Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln ebenfalls putzen und schräg in grobe Stücke schneiden. Ingwer schälen und in feine Streifen schneiden. Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Chilischote in feine Ringe schneiden. Koriander zupfen und mit den feinen Stielen grob hacken. 

  2. Die Auberginen in einer Schüssel mit 1 1/2 TL Salz mischen, dann in einen Dämpfeinsatz geben. 

  3. Einen passenden Topf 3 cm hoch mit Wasser füllen und das Wasser zum Kochen bringen. Auberginen hineinsetzen, Topf gut abdecken, so dass kein Dampf entweichen kann. Auberginen 12 Minuten dämpfen, dann herausnehmen und beiseite stellen. 

  4. Inzwischen 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Frühlingszwiebeln, Ingwer, Knoblauch und Chili zufügen und alles unter Rühren 5 min anbraten. In eine Schüssel umfüllen und beiseite stellen.

  5. Das restliche Öl erhitzen und das Hackfleisch darin unter Rühren krümelig braten. Mirin, Sojasauce, Kecap manis, Sesamöl und Reisessig zugeben und alles salzen. 2 min köcheln lassen, dann die Frühlingszwiebelmischung und die Auberginen unterrühren. Eine weitere Minuten köcheln lassen, dann von der Hitze nehmen.

  6. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und einen Großteil des Koriandergrüns unterziehen.

  7. Zum Servieren mit dem restlichen Koriandergrün bestreuen. Dazu passt Reis. 

Hähnchenleber-Curry

Leber mag ich schon immer; selbst als Kind habe ich mich gefreut, wenn die klassische “Leber Berliner Art” auf den Tisch kam. Und heute probiere ich gerne ganz verschiedene Dinge aus.

Diese Idee von Emily Dobbs fand ich besonders gelungen: Die Lebern bekommen außen eine kleine Kruste und innen sind sie wunderbar zart. Zum Servieren werden sie mit Granatapfelkernen und zerbröselten Papadams bestreut – das sorgt für Biss.

Die Lebern werden kurz in Currypulver mariniert – und zwar in einem gerösteten Pulver, wie es typisch für Sri Lanka ist. Das Rezept findet Ihr unten. Die Mischung ist klasse – nachbauen lohnt sich. Gilt natürlich auch für’s Curry. 

Hähnchenlebercurry

Fix gemacht, super aromatisch

Portionen 2 Portionen
Autor magentratzerl

Zutaten

  • 400 g Hähnchenleber
  • 1 EL geröstetes Currypulver Rezept siehe unten
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat
  • 1 Schalotte
  • 2 grüne Chilischoten
  • 3 Zehen Knoblauch
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1/2 TL gemahlene Kurkuma
  • 25 g gesalzene Butter
  • Saft von 1/2 Limette
  • Granatapfelkerne
  • 1 Papadam
  • eine Handvoll Koriandergrün

Anleitung

  1. Die Hähnchenlebern putzen und in 4 cm große Stücke schneiden. In einer Schüssel mit dem Currypulver gründlich vermengen und alles beiseite stellen. 

  2. Schalotte schälen und fein hacken, ebenso den Knoblauch.  Chilischoten ebenfalls fein hacken. Koriandergrün zupfen und hacken.

  3. Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Kurz bevor es den Rauchpunkt erreicht, die Kreuzkümmelsamen hineingeben, dann gleich Schalotte, Chili und Knoblauch zugeben und alles salzen. Fünf Minuten unter Rühren braten, dann die Kurkuma einrühren.

  4. Nun die Hähnchenlebern in die Pfanne geben. Die Pfanne soll nicht zu voll sein, also wenn nötig portionsweise arbeiten. Lebern bei ordentlicher Hitze von jeder Seite 3 Minuten braten. 

  5. Dann Butter und Limettensaft zugeben, mit 100 ml Wasser ablöschen. Von der Hitze nehmen, Koriandergrün und Granatapfelsamen unterrühren. 

  6. Zum Servieren die Papadums ausbacken - ich lege sie dazu in die Mikrowelle, eine Minute reicht.

  7. Leber auf Teller verteilen. Papadums zerbröseln und darüber streuen. 

 

Geröstetes Currypulver

Grundrezept für geröstetes Currypulver nach Sri-Lanka-Art

Portionen 500 ml

Zutaten

  • 1 EL Reis
  • 3 EL Koriandersamen
  • 2 EL Kreuzkümmelsamen
  • 2 Stangen Zimt
  • 2 EL Fenchelsaat
  • 1 EL schwarze Senfsaat
  • 2 TL schwarze Pfefferkörner
  • 2 TL Bockshornkleesamen
  • 1 TL Gewürznelken
  • 2 TL Kardamomkapseln
  • 1 TL gemahlene Kurkuma
  • 1 TL Cayennepfeffer

Anleitung

  1. Den Reis und alle nicht gemahlenen Gewürze in einer großen Pfanne ohne Fett anrösten, bis alles zu duften beginnt. Dann sofort alles auf einen kalten Teller geben, um den Röstvorgang zu stoppen. 

  2. Die Gewürze ganz abkühlen lassen, dann im Mörser oder in einer sauberen Kaffeemühle oder einem Zerkleinerer zu Pulver vermahlen. 

  3. Kurkuma und Cayennepfeffer zugeben und alles vermischen.

  4. In ein Glas mit dicht schließendem Deckel geben. Das Currypulver hält sich luftdicht verschlossen ca. 3 Monate.

Pissaladière mit karamellisiertem Fenchel, Kartoffeln und Zitrone

Ja, ich weiß. Es ist nicht gerade die beste Zeit, um den Backofen anzuwerfen. Aber für dieses Gericht – da musste es einfach sein…

Das ist wirklich ein Gericht für Sardellenliebhaber….wobei ich ja irgendwie von hinten anfange. Weil – obwohl ich ja die französische Küche liebe, habe ich tatsächlich noch nie eine klassische Pissaladière gemacht. Das Gericht ist in der Gegend um Nizza zuhause und wird gerne auch “provençalische Pizza” genannt, ist es doch ein belegter Hefeteig-Fladen. Damit hören die Gemeinsamkeiten aber schon auf.

Basis der klassischen Pissaladière sind Zwiebeln, die so lange geschmort werden, bis sie weich und karamellisiert sind. Dazu gesellen sich eine Menge Sardellen und Oliven. Zwiebeln gibt es in dieser Variante, die ich bei BBC Good Food gefunden habe, nicht. Und auch keine Oliven, was den Mann sehr freut.

Basis ist Fenchel, und der gewinnt wirklich sehr durch das lange Schmoren. Und ich freue mich immer über neue Fenchel-Ideen. Kartoffeln kommen dazu und ganz dünn gehobelte Zitronen. Das ist eine ausgewogene Kombination, die richtig Spaß macht – aber einen winzigen Warnhinweis habe ich: es sind wirklich viele Sardellen. Wem das zu salzig ist, der kommt auch gut mit drei Vierteln der Menge aus.

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Pissaladière mit karamellisiertem Fenchel, Kartoffeln und Zitronen

Nicht nur für Liebhaber von Fenchel und Sardellen

Gericht Hauptgang
Länder & Regionen Frankreich
Portionen 4 Portionen
Autor magentratzerl

Zutaten

Teig;

  • 300 g Mehl Type 550
  • 1/2 TL Zucker
  • 1 TL Trockenhefe
  • 1 EL Olivenöl
  • 200 g Wasser
  • 7 g Salz

Belag:

  • 3 EL Olivenöl
  • 2 80-g-Gläser Sardellen in Olivenöl
  • 3-4 Knollen Fenchel
  • 1 EL brauner Zucker
  • 2 TL Balsamico
  • 2 TL Fenchelsaat
  • Salz,Pfeffer aus der Mühle
  • 200 g Kartoffeln
  • 1 kleine Bio-Zitrone

Anleitung

  1. Das Mehl zusammen mit dem Salz, Zucker und Hefe in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Wasser und Olivenöl zugeben und alles zu einem homogenen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Schüssel abdecken und den Teig in ein bis zwei Stunden zu doppelter Größe aufgehen lassen.
  2. Fenchel längs halbieren und in dünne Scheiben hobeln. Kartoffeln schälen und ebenfalls in dünne Scheiben hobeln; und auch die Zitrone wird in ganz dünne Scheiben gehobelt. Das geht am besten mit einer Mandoline; ich benutze diese kleine hier; die funktioniert prima.

  3. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, dazu einen guten Schuss vom Öl aus einem Sardellenglas geben. Fenchel, Zucker, Essig und Fenchelsaat zusammen mit einem Schuss Wasser zugeben, einen Deckel auflegen und alles 10 min bei geringer Hitze garen. Dann den Deckel abnehmen und alles weiter garen, bis der Fenchel weich und karamellisiert ist. Das kann noch ca. 30 min dauern. Salzen, pfeffern, von der Hitze nehmen und abkühlen lassen.
  4. Kartoffeln 2 bis 3 min in Salzwasser kochen; sie sollen nicht ganz durchgaren. Abgießen und in einem Sieb abtropfen lassen.
  5. Ofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  6. Den Teig ca. 24 x 38 cm groß ausrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Den Fenchel auf dem Teig verteilen, dabei einen Rand lassen. Die Sardellen rautenförmig darauf verteilen, in die Zwischenräume Kartoffelscheiben und Zitronenscheiben legen. Pfeffern, wenn nötig salzen und mit etwas Öl aus einem Sardellenglas beträufeln. 30 min bis eine Stunde ruhen lassen, dann im heißen Ofen 25 bis 30 min backen.

Frühlingszwiebelpfannkuchen mit Karottensalat

Ich habe die Frühlingszwiebelpfannkuchen aus “Molly’s Kitchen”* gemacht, ohne allzu große Erwartungen an das Rezept zu haben. Einfach deshalb, weil ich schon immer mal Frühlingszwiebelpfannkuchen machen wollte, aber immer etwas dazwischen kam. Und auch, weil die Pancakes mit einem Karottensalat serviert werden, und ich hatte mal wieder einen Überschuß an Karotten.

Und es ist gut, dass ich sie ausprobiert habe – sie sind nämlich toll. Theoretisch sind das vier Portionen, aber wir hatten etwas Probleme – mein Sohn hätte sie auch alleine verputzt und ist seither der Meinung, dass man Frühlingszwiebeln eigentlich an jedes Essen machen könnte.

Und der Salat ist auch toll – eine knackige, säuerlich-süße Beigabe. Zufällig vegan ist das Ganze übrigens auch noch…..

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Frühlingszwiebelpfannkuchen mit Karottensalat

Weiche, würzige Pfannkuchen mit knackigem Salat

Portionen 4 Personen
Autor magentratzerl

Zutaten

  • 250 g Mehl (ich hatte Dinkel 630)
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Backpulver

Für die Füllung:

  • 3 EL geröstetes Sesamöl
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 5 Frühlingszwiebeln
  • Chiliflocken

Zum Fertigstellen:

  • neutrales Öl zum Braten
  • 1 TL Sesam geröstet
  • 1 Frühlingszwiebel

Für den Salat:

  • 2 EL Sojasauce
  • 4 EL Ahornsirup
  • 125 ml Reisessig
  • 2 cm frischer Ingwer
  • 500 g Karotten

Anleitung

  1. Zuerst zum Salat, der muss nämlich etwas durchziehen: dafür zunächst die Karotten putzen, schälen und raspeln. Ingwer ebenfalls schälen und ganz fein hacken.
  2. Sojasauce, Ahornsirup, Ingwer und Essig in einer großen Schüssel verrühren. Die geraffelten Karotten zugeben, alles gut durchmischen, abdecken und für mindestens 30 min in den Kühlschrank stellen.

  3. Für den Teig Mehl, Salz und Backpulver in einer Schüssel vermischen. Langsam ca. 150 bis 200 ml Wasser angießen und alles zu einem weichen, elastischen Teig verkneten. Im Rezept stehen 250 ml Wasser, aber für mich war das viel zu viel. Der Teig soll weich sein, aber nicht zu klebrig; er muss später ausgerollt werden. Schüssel abdecken und Teig 20 min ruhen lassen.

  4. Die Frühlingszwiebeln putzen und fein hacken.
  5. Den Teig in 4 gleich große Portionen teilen. Immer mit einer Portion arbeiten, den Rest abdecken. Eine Portion Teig zu einem ca. 17 bis 19 cm großen Kreis ausrollen. Mit etwas Sesamöl bepinseln und mit einem Viertel der Frühlingszwiebeln und einer gesunden Prise Chiliflocken bestreuen. Teigplatte aufrollen und zu einer Schnecke aufdrehen. Diese Schnecke wiederum zu einem ca. 17 bis 19 cm großen Kreis ausrollen. Mit den anderen Teigportionen genauso verfahren.
  6. Den Boden einer großen Pfanne dünn mit Öl bedecken. Die Pfannkuchen nacheinander von beiden Seiten goldbraun ausbacken, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  7. Die restliche Frühlingszwiebel hacken. Die Pfannkuchen in Viertel schneiden.
  8. Pfannkuchen mit Frühlingszwiebeln und Sesam bestreuen und zusammen mit dem Karottensalat servieren.

Karottendipp mit Orange, Ingwer und Walnuss

Karotten sind jede Woche in der Abokiste. Sie sind ja auch ein vielseitig einsetzbares Gemüse und im Grunde kann man sie fast überall dazuschmuggeln, aber hin und wieder stehe ich dann doch mit leicht gerunzelter Stirn vor einer Gemüseschublade voller Karotten und bin auf der Suche nach neuen Ideen.

Das Rezept für diesen Dipp aus Sabrina Ghayours “Orientalia”* habe ich also hocherfreut aufgenommen – es ist ja auch wirklich alles drin, was ich mag. 

Gegarte Karotten werden mit Nüssen, Orangensaft und -abrieb, einer Menge Gewürzen und Koriandergrün gemixt. Das Ergebnis ist leicht nussig, ein wenig süß und insgesamt sehr ausgewogen – zum Reinlegen! Ich habe im uneigennützigen Selbstversuch festgestellt, dass das Ganze nicht nur ein schöner Dipp für Gemüsesticks ist, es ist auch eine nette Beigabe zu allem Möglichen vom Spiegelei bis zur Bulette – und auch als Brotaufstrich nicht zu verachten.

Für 6 bis 8 Portionen:

  • 500 g Karotten
  • 150 g Walnusskerne
  • ca. 30 g Koriandergrün
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL Gewürznelken, frisch gemahlen
  • 10 cm Ingwer
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Honig
  • Schalenabrieb und Saft von 2 Bio-Orangen
  • Olivenöl
  • Schwarzkümmelsaat
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Die Karotten schälen und in Stücke schneiden. In leicht gesalzenem Wasser weichkochen.

Inzwischen Walnusskerne grob hacken. Koriander zupfen, feine Stängel und die Blätter grob hacken. Knoblauch schälen und hacken, ebenso den Ingwer.

Karotten, Nüsse, Gewürze, Ingwer, Honig Knoblauch und Koriandergrün mit ca. 4 EL Olivenöl grob pürieren. Saft und Schale der Orangen unterrühren und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In eine Schale füllen und mit Schwarzkümmel und Koriandergrün dekoriert servieren.

Auberginenröllchen mit Sonnenblumencreme

Gefüllte Auberginenröllchen wollte ich schon ewig mal machen; mit dem Rezept von Sarah Britton* habe ich den Vorsatz endlich mal umgesetzt.

Die Auberginen werden in dünne Scheiben geschnitten, mit Öl bepinselt und im Backofen gegart. Die Füllung besteht aus einer Creme aus eingeweichten Sonnenblumenkernen – Sonnenblumenkernfeta, so  nennt Sarah Britton die Creme, und tatsächlich erinnert der Geschmack etwas daran. Serviert wird das Ganze auf Tomatensauce – ein Gericht, das ein wenig Sommerstimmung auf den Teller holt.

Sarah Britton nennt die Röllchen “Auberginencannelloni”. Sie schreibt, das Gericht spare sich die Nudeln, dadurch wird es leichter und getreidefrei. Ich sage: das sind feine gefüllte Auberginen, mit Pasta hat es nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Das Rezept für die Füllung ergibt mehr als benötigt, aber die Creme ist auch ein schöner Brotaufstrich. Man benötigt etwas Vorlauf; zunächst müssen die Kerne einweichen, und dann muss die Creme noch im Kühlschrank durchziehen.

Für 4 Portionen:

Füllung:

  • 420 g Sonnenblumenkerne, mindestens 2 h in reichlich Wasser eingeweicht
  • 1 TL Salz
  • 1 große Zehe Knoblauch
  • 60 ml Zitronensaft, frisch gepresst

Auberginenröllchen:

  • 2 große Auberginen
  • 1 TL Olivenöl (original: Kokosöl)
  • 1/2 TL Salz
  • 250 g der Sonnenblumencreme
  • 80 g Kalamata-Oliven
  • 1 Handvoll Basilikum

Sauce:

  • 1 EL Olivenöl, plus etwas zum Beträufeln
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 TL Chiliflocken
  • 800 g gehackte Tomaten aus der Dose

Für die Creme die Sonnenblumenkerne in einem Sieb gründlich spülen und abtropfen lassen. Knoblauch grob hacken. Sonnenblumenkerne, Knoblauch, Salz und Zitronensaft im Mixer grob zerkleinern, dann den Motor weiterlaufen lassen, in dünnem Strahl 80 bis 125 ml Wasser einlaufen lassen und mixen, bis das Ganze eine cremige Konsistenz hat; sie sollte in etwa der von Hummus entsprechen. Zwischendurch den Mixer immer wieder mal abschalten und die Masse vom Rand kratzen. Die Creme in einen dicht verschließbaren Behälter füllen und mindestens 30 min im Kühlschrank durchziehen lassen.

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Auberginen in ca. 0,5 cm dünne Scheiben schneiden. Mit etwas Öl bepinseln, leicht salzen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Im heißen Ofen ca. 10 bis 15 min braten, dann wenden und nochmals 5 bis 10 min rösten. Die Scheiben sollen weich und goldbraun sein.

In der Zwischenzeit für die Sauce den Knoblauch schälen und hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen und den Knoblauch kurz anbraten, dann die Tomaten zugeben, mit Salz und Chiliflocken würzen und alles ca. 15 min köcheln lassen. Dabei hin und wieder umrühren.

Für die Füllung die Oliven entsteinen und hacken. Basilikumblättchen zerzupfen. Beides unter die Sonnenblumencreme mischen. Abschmecken und wenn nötig salzen.

Zum Fertigstellen jede Auberginenscheibe mit 2 EL der Füllung bestreichen. Scheiben aufrollen und mit der Naht nach unten wieder auf das Blech setzen. In den Ofen schieben und wieder heiß  werden lassen.

Zum Servieren jeweils etwas Sauce auf einen Teller geben. Auberginenröllchen darauf legen. Jede Portion mit etwas Olivenöl beträufeln und ein wenig Basilikum darüber zupfen.

Blumenkohl in Käsesauce auf meine Art

Das ist ein wirklicher Klassiker, ein Lieblingsgericht aus Kindertagen, das auch heute hier immer wieder auf dem Tisch steht. Ich glaube, es war sogar eines der Gerichte, mit deren Zubereitung ich mich als erstes ernsthaft befasst habe, nachdem ich eine eigene Wohnung hatte. Ich meine in dem Sinne, dass ich versuchte, etwas nachzuempfinden, was zuhause auf dem Tisch stand.

Inzwischen mache ich das Ganze aber ein wenig anders als früher. Ich mag es ganz gern, wenn der Blumenkohl nicht so weich ist und noch ein wenig Biss hat, deshalb koche ich ihn nur ganz kurz vor. Und wußtet Ihr, dass man Bechamelsauce mit Hilfe des Mixers vorbereiten kann? Ich habe den Trick bei Rose Elliot* entdeckt. Das funktioniert super, es gibt keinen Grund, Bechamel jemals wieder anders zu machen…

Für 4 Personen:

  • 1 Blumenkohl
  • Salz
  • 25 g Butter
  • 25 g Mehl
  • 2 TL Senf (mittelscharfe Sorte)
  • 500 ml Milch
  • Muskatnuss; Pfeffer aus der Mühle
  • 100 g Käse, verschiedene Sorten (ich hatte diesmal Cheddar und Bergkäse)
  • 1 Tomate

Den Blumenkohl in Röschen teilen, den Strunk in feine Scheiben schneiden. Alles mit etwas Salz in einen großen Topf geben, mit Wasser bedecken, Deckel auflegen und das Ganze zum Kochen bringen. Einmal aufkochen lassen, dann sofort abgießen, in einem Sieb abtropfen lassen und in eine Auflaufform geben.

Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Für die Sauce Milch, Butter, Mehl und Senf in den Mixer geben. Gründlich durchmixen, dann in einen Topf geben. Bei mir waren noch kleine Klümpchen von Butter und Mehl zu sehen, aber das ist in Ordnung so.

Die Mischung in einen Topf geben und zum Kochen bringen, dabei immer wieder mal mit dem Schneebesen durchrühren. Alles 10 min sanft köcheln lassen; so verschwindet der Mehlgeschmack. Den Käse reiben und ca. 2/3 des Käses unter die Sauce rühren. Sauce mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und über den Blumenkohl gießen.

Die Tomate halbieren, in feine Scheiben schneiden und die Scheiben auf dem Blumenkohl verteilen.

Den Auflauf im heißen Ofen ca. 30 min backen, bis die Sauce an den Rändern blubbert und der Blumenkohl leicht gebräunt ist.

Pastinaken-Laibchen

Was es so alles zu kaufen gibt…im Kühlregal zum Beispiel alle möglichen Formen von Frikadellen. Deshalb hat die unermüdliche Rettungstruppe rund um Susi und Sina beschlossen, dass wir Euch heute Frikadellen-Rezepte vorstellen. Viele Frikadellen-Rezepte.

Von mir gibt es eine vegetarische Variante, den auch vegetarische Planzerl finden sich ja zuhauf in den Kühlregalen der Supermärkte. Gut, der eigentliche Grund für diese Pflanzerl ist, dass Pastinaken in der Abokiste waren. Mit denen bin ich ja immer nicht ganz so glücklich – aber in den Laibchen machen sie sich wirklich toll. Abgesehen davon sind die Laibchen aber variabel, Ihr könnt jedes Wurzelgemüse nehmen. Das Original-Rezept* ist mit Petersilienwurzel, ich kann mir aber auch Karotten vorstellen oder Sellerie.

Und genau das ist ja auch das Tolle am Selbermachen: man kann sich frei austoben. Das ist viel schöner als Fertiges zu kaufen….

Für 4 Personen:

  • 100 g Buchweizen, mittelfein gemahlen
  • 50 g Kamut
  • 120 g Sahne
  • 80 g Milch
  • 1 EL Butter
  • 300 g Pastinaken
  • 75 g getrocknete Tomaten in Öl
  • 1 EL Sojasauce
  • 50 g Gruyère
  • je ein paar Stängel Petersilie und Dill
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Rapsöl zum Braten

Für den Grundteig die Getreidesorten mit Milch und Sahne zu einem glatten Teig verrühren und 30 min quellen lassen.

Pastinaken schälen und raspeln. Tomaten abtropfen lassen und in kleine Stücke schneiden. Käse reiben. Kräuter zupfen und hacken

Die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Pastinaken darin anbraten. Tomaten und Sojasauce zugeben, ganz wenig Wasser angießen und alles dünsten, bis die Pastinaken weich sind und die Flüssigkeit verdampft ist.

Das gegarte Gemüse, den Käse und die Kräuter mit dem Grundteig vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Aus der Masse kleine Laibchen formen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Laibchen darin von beiden Seiten knusprig ausbraten.

Ich habe dazu einen Joghurtdipp mit Petersilie, Dill und getrockneten Tomaten serviert.

Für mehr Frikadellenrezepte, die man ja immer brauchen kann, lest Ihr bitte bei den KollegInnen:

auchwas – Frikadellen orientalisch
Brittas Kochbuch – Vegane Pilzfrikadellen
Cakes Cookies and more – Hacktätschli aus dem Backofen mit buntem Ofengemüse
CorumBlog 2.0 – Lamm-Frikadellen
genial-lecker – Fischbuletten
German Abendbrot – Hackfleischbällchen in Biersoße
giftigeblonde – Faschierte Laberl am Spieß
Karambakarinaswelt – Fischfrikadellen mit Dip “a la Remoulade”
Katha kocht! – Nudelpfanne mit buntem Gemüse und Geflügelhackbällchen
Leberkassemmel und mehr – Fleischpflanzerl Dry Aged, überbacken mit Käse und Bacon
lieberlecker – Crevetten Tätschli
Madam Rote Rübe – Hausgemachte Apfel-Grünkernbratlinge zu Lauch-Pasta
magentratzerl – Pastinakenlaibchen
our food creations – Fischbouletten de Luxe mit Mango-Salsa
Pane-Bistecca – Panierte Chuegeli
Turbohausfrau – Butterschnitzel
Unser Meating – Vegetarische Fleischküchle

Ricotta-Gnocchi mit Tomatensugo

Im Grunde genommen ist das fast schon peinlich. Ich hatte vorher tatsächlich noch nie Ricotta-Gnocchi gemacht. Gut, dass ich mich näher mit Claudios “a casa“* befasst habe. Er behauptet nämlich, das wäre ein Essen, das ganz fix auf dem Tisch steht. Und es kam der Tag, an dem ich genau so etwas gebraucht habe.

Ich liebe Gnocchi, aber ich habe ja eine Gnocchi-Schwäche. Keine Ahnung, womöglich ist das genetisch. Knödel gehen immer, Gnocchi lösen sich im Kochwasser gerne immer wieder mal in Wohlgefallen auf. Was aber gar nicht geht, sind gekaufte Gnocchi – danke, ich esse keine Flummis.

Genau die Sorge, es könnte sich alles in Wohlgefallen auflösen, hat mich bisher von Ricotta-Gnocchi abgehalten, das hat sich hiermit erledigt – die Gnocchi sind gelingsicher. Und waren bestimmt nicht zum letzten Mal unser Mittagessen. Dazu gibt es eine einfache Tomatensauce. Tomatensauce koche ich meist auf Vorrat und fülle sie heiß in sterilisierte Gläser. So ist eine Essenskomponente schon mal da, wenn die Zeit drängt. Ich mache die Sauce immer wieder mal anders – diesmal nach Claudio.

Für 4 Personen:

Tomatensauce:

  • 1 Zwiebel oder eine Zehe Knoblauch (nicht beides)
  • Olivenöl nativ extra
  • 1 Dose Tomaten sehr guter Qualität
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Gnocchi:

  • 500 g Ricotta
  • 100 g Parmesan, frisch gerieben
  • ca. 150 g Mehl
  • Salz

Zum Anrichten:

  • frisch geriebener Parmesan

Für die Sauce Zwiebel oder Knoblauch schälen und fein würfeln. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebel oder Knoblauch darin anschwitzen, bis sie weich wird. Tomaten zugeben, mit einem Schuss Wasser verdünnen (ich schwenke immer die Dose mit etwas Wasser aus und verwende das), aufkochen, dann bedeckt bei milder Hitze eine Stunde köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Gnocchi Ricotta und Parmesan in eine Schüssel geben. Mehl zugeben und alles zu einem Teig verarbeiten. Der Teig soll geschmeidig sein, aber nicht mehr kleben. Es kann sein, dass Ihr etwas weniger Mehl braucht – oder auch etwas mehr. Der Teig muss nicht ruhen, Ihr könnt ihn sofort auf der bemehlten Arbeitsfläche in lange, dünne Stränge rollen. Von den Strängen Stücke von je ca. 1 cm Länge abschneiden.

Ofen auf 60°C Ober- und Unterhitze vorheizen. die Tomatensauce mit Salz und Pfeffer abschmecken und in eine weite  Auflaufform gießen. Die Form in den Ofen stellen.

Einen großen Topf mit Salzwasser zum Köcheln bringen; es soll nicht stark sprudeln. Die Gnocchi hingeben und garen; sie sind fertig, sobald sie an der Oberfläche schwimmen.

Die Gnocchi mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser holen, gut abtropfen lassen und in die Tomatensauce in die Form geben.

Gnocchi und Sauce vorsichtig vermengen, auf Tellern anrichten und servieren. Und ja, da gehört Parmesan drüber. Ich hatte keinen mehr, es steckte alles in den Gnocchi.