Thunfisch-Kokos-Fladen

 

Diese kleinen, gefüllten Fladenbrote sind ein typischer Snack von der Insel Mauritius. Selina Periampillai* erzählt, dass sie original mit geräuchertem Thunfisch und Kokosflocken gefüllt werden und dass es sie auf den Malediven überall gibt.

Dort sind die Zutaten natürlich besonders frisch – der Thunfisch wird täglich gefangen, die Kokosnuss holt man vom Baum und auch die Curryblätter pflückt man einfach bei Bedarf. So sind sie besonders unwiderstehlich. Hierzulande kommt der Thunfisch aus der Dose. Und wer keine frische Kokosnuss bekommt, der kann auf getrocknete Kokosraspeln zurückgreifen; diese müssen dann aber vor der Verwendung eingeweicht werden. Um etwas Raucharoma zu erreichen, kann man geräuchertes Paprikapulver an die Fladen geben.

So oder so – die Mischung aus Thunfisch, mildem Kokos und etwas Chili ist ein Traum – Urlaubsgefühl inklusive.

Die Fladen schmecken am besten warm aus der Hand. Ich habe etwas feurigen Chilidipp dazu serviert – den bitte mit Vorsicht genießen, der trägt seinen Namen zurecht.


Für 12 Fladen:

Füllung:

  • 10 Curryblätter (alternativ: 1 EL Currypulver)
  • 2,5 cm frischer Ingwer
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Chilischote
  • Saft und Schalenabrieb von 1/2 Bio-Zitrone
  • optional: 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 160 g Thunfisch im eigenen Saft, abgetropft gewogen
  • 100 g frisch geriebene Kokosnuss, alternativ 50 g Kokosraspeln
  • Salz

Teig:

  • 500g Mehl (ich hatte Weizen 550)
  • 1 TL Salz
  • 100 ml neutrales Öl
  • ca. 170 ml warmes Wasser

Bei der Verwendung von getrockneten Kokosraspeln diese in eine Schüssel geben, mit kochendem Wasser übergießen und 30 min ziehen lassen. Dann in ein feinmaschiges Sieb geben und die überschüssige Flüssigkeit gut ausdrücken.

Curryblätter fein hacken. Ingwer schälen und reiben, Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken; Chilischote ebenfalls fein hacken.

Alle Zutaten für die Füllung gründlich vermengen und mit Salz abschmecken.

Für den Teig das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben. Eine Mulde in die Mitte drücken, das Öl hineingießen und mit den Fingern in das Mehl einarbeiten, bis die Masse krümelig ist. Dann nach und nach das Wasser in den Teig kneten, bis er glatt und geschmeidig ist, aber nicht klebrig.

Den Teig in 12 gleich große Kugeln teilen. Je eine Kugel in der Handfläche zu einem runden Fladen flachpressen, dann die Handfläche mit dem Teigfladen zu einer Tasse formen. In die so entstandene Mulde je 2 TL der Füllung geben, dann die Ränder gut verschließen und eine Kugel formen.

Die Kugeln zu runden Fladen von ca. 8 cm Durchmesser ausrollen.

Den Ofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.

Eine schwere Pfanne bei mittlere Hitze auf den Herd stellen. Die Fladen darin portionsweise ohne Fett von jeder Seite in ca. 3 min goldbraun braten, dann auf das Blech legen.

Fladen im heißen Ofen noch 10 min aufgehen lassen, dann noch heiß servieren.


Dazu passt der Chili-Dipp:

Chili-Dipp:

  • 10 frische rote Chilischoten (Thai oder Habanero)
  • 1 Stück frischer Ingwer
  • 1 Zehe Knoblauch
  • Salz
  • 1 TL Weißweinessig
  • ca. 4 EL neutrales Öl

Chilis putzen und grob in Ringe schneiden. Ingwer und Knoblauch schälen und grob hacken.

Chilischoten mit Ingwer, Knoblauch, etwas Salz und Essig im Blitzhacker pürieren, dann nach und nach das Öl einarbeiten, bis eine glatte Paste entstanden ist.


 

Geburtstagteigtasche: Pupusas mit schnellem Curtido

Meine Güte, ich war nachlässig. Teigtaschenkrise auf dem Blog. Ok, Krise ist übertrieben, einfach eine gewisse Faulheit Bequemlichkeit. Es war viel los im richtigen Leben und die Muse zum Teigtaschen-Falten fehlte etwas.

Gut, dass es den Bloggeburtstag gibt. Der ist nämlich heute (der siebte schon, hui….).  Und da gibt es ja traditionsgemäß Tasche statt Torte. Zeit also, etwas Neues auszuprobieren. Ich habe eigentlich nach etwas anderem gesucht und bin dabei auf Pupusas gestoßen. Pupusa ist das Nationalgericht von El Salvador – eine Art Tortilla aus Masa Harina mit eingebackener Füllung. In El Salvador ist dem Gericht sogar ein nationaler Feiertag gewidmet. Außerdem sind die Teigtaschen ein richtiger Wirtschaftsfaktor, denn sie werden nicht nur im Land gegessen, sondern auch exportiert – zum Beispiel in den USA – und tragen nicht unerheblich zum Bruttosozialprodukt bei.

Ein Rätsel, wie diese Teigtasche bisher an mir vorbeigehen konnte….aber jetzt. Die Hülle besteht aus Masa Harina, das bekommt ihr in lateinamerikanischen Spezialitätenläden und interessanterweise auch im Asia-Shop. Bei der Füllung gibt es viele Möglickeiten; das reicht von klassischem Bohnenmus über Fisch, Avocado oder Schweineschwarte bis hin zum Käse, den meine Rezeptquelle* vorschlug.

Klassischerweise wird zu den Pupusas Cortido serviert, das ist eingelegter Weißkohl, der mit seiner Säure gut zu den Teigtaschen passt. Ich habe eine schnelle Version mit Chinakohl gebastelt.


Curtido:

  • 100 g Chinakohl
  • 1 Karotte
  • 1 Schalotte
  • 1/2 TL getrockneter Oregano
  • 1/2 TL Salz
  • 50 ml Weißweinessig
  • 50 ml Wasser

Für den Curtido den Chinakohl in feine Streifen schneiden. In ein Sieb geben, mit kochendem Wasser übergießen und gut abtropfen lassen.

Karotte schälen und raffeln, Schalotte schälen und in feine Ringe schneiden.

Gemüse mit Salz, Oregano, Essig und Wasser in eine Schüssel geben und mindestens eine Stunde durchziehen lassen.

Pupusas:

Teighülle:

  • 250 g Masa Harina
  • 1/2 TL Salz
  • 350 ml warmes Wasser

Füllung:

  • 50 g Feta
  • 50 g Cheddar
  • 150 g Mozzarella
  • Chilisauce zum Servieren

 

Für die Teighülle Masa Harina und Salz in einer Schüssel vermengen. Das Wasser dazugießen und rasch unterrühren. Schüssel abdecken und die Mischung 15 min ruhen lassen.

Für die Füllung die Käsesorten zerkleinern. Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Alle Zutaten in einer Schüssel mit einer Gabel so gründlich vermengen, dass sie zusammenhalten.

Die Masa-Harina-Mischung mit den Händen durchkneten, bis ein Teig entsteht. Das Ganze fühlt sich am Ende etwas an wie Knetmasse und lässt sich gut verarbeiten.

Teig in 12 gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen. Je eine Kugel in die Handfläche legen und mit dem Daumen der anderen Hand in die Mitte der Kugel drücken, so dass eine kleine Tasse entsteht. In den Hohlraum einen Esslöffel der Füllung geben, dann den Teig über der Füllung zusammendrücken und zwischen den Handflächen zu einem ca. 0,5 cm dicken Fladen zurechtdrücken. So weitermachen, bis Teig und Füllung aufgebraucht sind.

Eine große, schwere Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Pupusas hinlegen und von jeder Seite 4 bis 5 min braten, bis sie trocken sind und braune Flecken haben. Fertige Pupusas unbedingt warm halten.

Pupasas heiß mit Curtido und Chilisauce servieren.

 


Inspiration:

Revithokeftedes | Griechische Kichererbsenbällchen mit Joghurtdipp

Nein, das sind keine Falafel. Eine Verwandtschaft gibt es bestimmt, aber dies hier sind Kichererbsenbällchen aus Griechenland. Die Bällchen sind ein sehr beliebtes Gericht von der Insel Sifnos, dort bekommt man sie überall. Genau wie Falafel ist es ein sehr altes Gericht, das im alten Ägypten entstanden sein soll. Wie bei Falafel werden rohe, eingeweichte Kichererbsen gemixt. In diesem Rezept, das  von Tessa Kiros* inspiriert ist,  gesellt sich zur Bindung auch noch gegarte Kartoffel hinzu; dadurch werden die Bällchen innen schön weich und luftig.

Blog-Event CLV - Mezze (Einsendeschluss 15. August 2019)Die Bällchen sind ein beliebtes Streetfood, werden gerne zur Fastenzeit gegessen, in der man ja in Griechenland traditionell auf Fleisch verzichtet und sie sind beliebte Mezze, womit wir dann endlich beim Thema wären. Susan sucht nämlich für das laufende Event im Kochtopf Mezze, und zack, da wären wir.

Die Bällchen machen sich nämlich  gut zusammen mit anderen Kleinigkeiten auf einem großen Tisch voller Leckereien. Ich habe einen einfachen Joghurtdipp mit Paprika und Minze dazu serviert.


Für 18 Bällchen:

  • 110 g getrocknete Kichererbsen
  • 1 EL Mehl
  • 180 g Kartoffeln (mehlig kochende Sorte)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Schalotte
  • 2 EL Dill, grob gehackt
  • 2 EL Minze, grob gehackt
  • Olivenöl zum Braten

Für den Dipp:

  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 EL Olivenöl
  • 250 g griechischer Joghurt
  • etwas Naturjoghurt
  • 1/2 TL Paprika edelsüß
  • 1/2 TL getrocknete Minze
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Kichererbsen mit 1 EL Mehl über Nacht in reichlich Wasser einweichen.

Kartoffeln in Salzwasser ungeschält sehr weich kochen. Kurz ausdampfen lassen, dann schälen und in einer großen Schüssel mit einer Gabel zerdrücken.

Kichererbsen abgießen und nicht zu fein pürieren. Schalotte schälen und sehr fein hacken.

Kichererbsen, Schalotte und Kräuter zu den Kartoffeln geben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles gründlich vermengen.

Etwas Mehl in eine kleine Schüssel geben. Aus der Kichererbsenmasse ca. 18 walnussgroße Bällchen formen und jedes Bällchen im Mehl wälzen.

In einer großen Pfanne 5 mm hoch Olivenöl erhitzen und die Bällchen darin portionsweise rundherum knusprig braun anbraten.

Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Salz bestreuen.

Für den Dipp das griechische Joghurt in eine Schüssel geben. Soviel Naturjoghurt unterrühren, dass eine lockere Creme entsteht.

Knoblauch schälen und fein reiben. Zusammen mit Olivenöl, Paprika und Minze unter das Joghurt rühren. Dipp mit Salz und Pfeffer würzen.

Kichererbsenbällchen mit dem Dipp servieren.


 

Wirsingrouladen mit Basmati und roter Bete

Ich gestehe, Wirsing ist mein Favorit, wenn es um eine Hülle für Krautwickel geht. Ich mag den Geschmack und die Farbe, und es ist relativ einfach, die Blätter vom Kopf zu lösen und als Hülle zu benutzen. Weißkohl ist da schon viel anspruchsvoller; da werde ich manchmal etwas….unentspannt.

Rote Bete war in der Abokiste, und da bin ich immer dankbar für neue Ideen. Erschwerend kam hinzu, dass diese Röllchen in “Kohlrouladen & Krautwickel”* einfach hinreissend aussahen – es ist das Rezept vom Titelbild, und die pinkfarbene Füllung schimmert ganz schick durch die gegarte Hülle.

Gut, ganz so schick sieht meine Variante nicht aus, aber geschmacklich ist das Ganze dennoch ein Traum: rote Bete und Feta, das reicht doch als Hinweis, oder? Ein bisschen Zeit braucht das Ganze, aber die Herstellung geht gut von der Hand.

Für 4 Portionen:

  • 12 Blätter Wirsing
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 mittelgroße rote Bete
  • 150 g Basmati
  • 2 Zwiebeln
  • 3 EL Olivenöl
  • 50 g Feta
  • 1 TL Kümmel
  • 1/2 l Gemüsebrühe

Rote Bete in Salzwasser bissfest garen. Dann abgießen, etwas abkühlen lassen, die Schale abziehen und die Bete klein würfeln.

Reis ein feinmaschiges Sieb geben, abspülen, in Salzwasser bissfest kochen, dann abgießen und abkühlen lassen.

Zwiebel schälen und fein würfeln. 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen.

Rote Bete, Reis und Zwiebelwürfel in einer Schüssel vermischen. Feta dazu krümeln. Kümmel mörsern und ebenfalls in die Schüssel geben. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und gründlich vermischen.

Blätter vom Wirsing lösen. In kochendem Salzwasser blanchieren – je nachdem, wie zart oder bissfest man die Blätter haben möchte zwischen zwei und vier Minuten. Ich bin eher auf der 2-Minuten-Seite; immerhin werden die Röllchen ja später nochmals gegart.

Wirsingblätter abgießen, kalt abspülen und gründlich trocken tupfen. Flach auf die Arbeitsfläche legen und die dicken mittleren Blattrippen flach schneiden.

Blättern salzen und pfeffern und auf jedes Blatt ein Zwölftel der Füllung geben. Die Seiten der Blätter über der Füllung einschlagen, dann die Blätter aufrollen und mit einem Zahnstocher verschließen.

Restliches Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Rouladen darin rundherum anbraten. Gemüsebrühe angießen, Deckel auflegen und alles bei milder Hitze 30 min schmoren.


 

Polenta-Gorgonzola-Suppe mit Pilz-Topping

Ich esse wirklich gerne Suppe. Bei meiner Eltern gab es immer die klassische Abfolge Suppe – Süßspeise, das fand ich toll. Heute reichen mir tatsächlich Suppe und etwas Brot dazu.

Es gibt so Abende, da sind die Kids inzwischen unterwegs und mein Mann und ich essen alleine. Oft geht er danach noch zum Sport, dann muss man sich vorher nicht unnötig vollstopfen – so langsam werden diese Abende zu Suppen-Abenden.

Diese Suppe  hier habe ich in einer Ausgabe der “So isst Italien” gefunden – und sie war optimal, den letzten Rest Polentagriess loszuwerden und auch gleich noch die Champignons zu verarbeiten, die in der Abokiste waren. Die Suppe ist schön cremig und sättigend, dank Gorgonzola auch würzig und nicht zu schwer. Die gibt es mal wieder….


Für 4 Portionen:

  • 2 Schalotten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Olivenöl
  • 100 g Polentagrieß (keine Instantpolenta!)
  • 1,25 l Gemüsebrühe; ggf. etwas mehr
  • 1 EL Zitronensaft
  • 100 g Gorgonzola
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 2 EL Butter
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Knoblauch und Schalotten schälen und fein hacken. 1 EL Öl in einem Topf erhitzen; Knoblauch und Schalotten darin glasig anbraten. Polentagriess zugeben und kurz mitrösten. Brühe angießen, alles unter Rühren zum Kochen bringen und die Suppe 15 min köcheln lassen; dabei hin und wieder umrühren. Wenn die Suppe zu dick wird, noch etwas Brühe angießen.

Inzwischen die Pilze putzen und blättrig schneiden, dann mit dem Zitronensaft vermischen. Gorgonzola würfeln. Petersilie zupfen und hacken. Käse zur Suppe geben und unter Rühren darin schmelzen lassen. Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Butter mit restlichem Öl in einer Pfanne erhitzen. Champignons bei großer Hitze braten, bis sie ihre Flüssigkeit abgegeben haben und leicht gebräunt sind. Salzen und pfeffern.

Einen Großteil der Petersilie unter die Suppe rühren. Suppe auf Schalen oder Teller verteilen, mit Champignons und der restlichen Petersilie garnieren.


 

Graupen-Kräuter-Suppe

Das ist ein Gericht, das sehr typisch für die persische Küche ist: der Umgang mit Kräutern ist ein ganz anderer, als wir es in Mitteleuropa gewohnt sind. Wir benutzen Kräuter gerne als würzende oder dekorative Elemente, in der persischen Küche sind sie gerne auch einmal die Hauptzutat; man denke nur an den Kräuterteller oder das Omelette mit Kräutern, das gerne auf dem dem Tisch steht.

So ist es auch bei dieser Suppe aus “Persisch vegetarisch“*: es sind Graupen drin und Linsen, das macht wohlig satt. Die Hauptsache aber sind die vielen Kräuter. Das schmeckt nicht nur toll und sorgt für Farbe, sondern gerade im Immer-noch-Winter, wenn frische Grünzeug nicht so toll verfügbar ist wie im Sommer, wirkt das richtig aufmunternd.

Traditionell wird die Suppe mit Kashk, also getrocknetem Joghurt verfeinert. Wer das nicht zur Verfügung hat, kann statt dessen Sauerrahm verwenden. So habe ich es gemacht.


Für 4 Portionen:

  • 75 g grobe Gerstengraupen
  • 2 Zwiebeln
  • Rapsöl zum Braten
  • 100 g glatte Petersilie
  • 100 g Koriandergrün
  • 200 g Blattspinat
  • 1/2 TL gemahlene Kurkuma
  • 75 g grüne Linsen
  • 100 ml Kashk oder 100 g saure Sahne
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 EL getrocknete Minze

Die Graupen in ein feinmaschiges Sieb geben, abbrausen, dann in einen großen Topf geben, 2 cm hoch mit Wasser bedecken und mindestens 2 h einweichen.

Die Linsen ebenfalls abbrausen, dann zu den Graupen in den Topf geben und alles 30 min köcheln lassen. Dabei nach Bedarf weiteres Wasser angießen.

Während alles kocht, die Zwiebeln schälen und fein hacken. Kräuter zupfen, Spinat putzen, alles fein hacken.

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin goldgelb anbraten. Kräuter, Spinat und Kurkuma zugeben und alles bei mittlerer Hitze unter Rühren weitere 5 min braten.

Kräuter und Zwiebeln und Graupen und Linsen geben, alles bei mäßiger Hitze weitere 30 min köcheln lassen. Wenn die Suppe zu dick wird, weiteres Wasser angießen.

Wer Kashk verwendet, verdünnt ihn mit 100 ml Wasser und läßt die Mischung in einem Topf 20 min köcheln. Danach zur Suppe geben. Sauerrahm einfach am Ende des Kochvorganges zur Suppe geben. Suppe mit Salz und Pfeffer würzen.

Knoblauch schälen und fein hacken. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, den Knoblauch darin goldgelb braten. Minze zugeben und kurz mitbraten.

Suppe in Schalen schöpfen und mit der Knoblauchmischung bestreut servieren


Schweinefleisch mit Ingwer, Frühlingszwiebeln und Auberginen

Das ist ein weiteres Gericht aus Ottolenghis “Simple”*, das uns richtig Spaß gemacht hat. Ich würde es als asiatisch inspiriert bezeichnen – es ist gebratenes Schweinehack mit Aubergine, gewürzt mit Ingwer, Knoblauch, Mirin und zwei verschiedenen Sojasaucen.

Also, grob zusammengefasst. Denn die Zutatenliste ist schon etwas länger. Allerdings sind das alles Dinge, die man gut im Vorrat haben kann – ein Gang zum Asiashop, und man ist für längere Zeit gut ausgerüstet.

Insgesamt ist das nicht nur ein superaromatisches Essen, sondern auch eines, das ganz fix auf dem Tisch steht. Wenn man ganz von vorne anfängt, muss man 30 Minuten einkalkulieren. Man kann aber auch vorarbeiten, das Fleisch schon am Vortag braten und kühl stellen und auch die Auberginen schon mal dämpfen. Dann geht es im Ernstfall noch schneller ;-).


4 Portionen:

  • 3 Auberginen (ca. 900 g)
  • 4 EL neutrales Öl
  • 2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 7 cm frischer Ingwer
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 1 grüne Chilischote
  • 500 g Schweinehack
  • 3 EL Mirin
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL Ketjap Manis (süße Sojasauce)
  • 1 TL Sesamöl
  • 1,5 EL Reisessig
  • 15 g Koriandergrün
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Auberginen putzen und in ca. 3 cm große Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln ebenfalls putzen und schräg in grobe Stücke schneiden. Ingwer schälen und in feine Streifen schneiden. Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Chilischote in feine Ringe schneiden. Koriander zupfen und mit den feinen Stielen grob hacken.

Die Auberginen in einer Schüssel mit 1 1/2 TL Salz mischen, dann in einen Dämpfeinsatz geben.

Einen passenden Topf 3 cm hoch mit Wasser füllen und das Wasser zum Kochen bringen. Auberginen hineinsetzen, Topf gut abdecken, so dass kein Dampf entweichen kann. Auberginen 12 Minuten dämpfen, dann herausnehmen und beiseite stellen.

Inzwischen 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Frühlingszwiebeln, Ingwer, Knoblauch und Chili zufügen und alles unter Rühren 5 min anbraten. In eine Schüssel umfüllen und beiseite stellen.

Das restliche Öl erhitzen und das Hackfleisch darin unter Rühren krümelig braten. Mirin, Sojasauce, Kecap manis, Sesamöl und Reisessig zugeben und alles salzen. 2 min köcheln lassen, dann die Frühlingszwiebelmischung und die Auberginen unterrühren. Eine weitere Minuten köcheln lassen, dann von der Hitze nehmen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken und einen Großteil des Koriandergrüns unterziehen.

Zum Servieren mit dem restlichen Koriandergrün bestreuen. Dazu passt Reis.


Hähnchenleber-Curry

Leber mag ich schon immer; selbst als Kind habe ich mich gefreut, wenn die klassische “Leber Berliner Art” auf den Tisch kam. Und heute probiere ich gerne ganz verschiedene Dinge aus.

Diese Idee von Emily Dobbs fand ich besonders gelungen: Die Lebern bekommen außen eine kleine Kruste und innen sind sie wunderbar zart. Zum Servieren werden sie mit Granatapfelkernen und zerbröselten Papadams bestreut – das sorgt für Biss.

Die Lebern werden kurz in Currypulver mariniert – und zwar in einem gerösteten Pulver, wie es typisch für Sri Lanka ist. Das Rezept findet Ihr unten. Die Mischung ist klasse – nachbauen lohnt sich. Gilt natürlich auch für’s Curry. 


2 Portionen:

  • 400 g Hähnchenleber
  • 1 EL geröstetes Currypulver (Rezept siehe unten)
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat
  • 1 Schalotte
  • 2 grüne Chilischoten
  • 3 Zehen Knoblauch
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1/2 TL gemahlene Kurkuma
  • 25 g gesalzene Butter
  • Saft von 1/2 Limette
  • Granatapfelkerne
  • 1 Papadum
  • eine Handvoll Koriandergrün

Die Hähnchenlebern putzen und in 4 cm große Stücke schneiden. In einer Schüssel mit dem Currypulver gründlich vermengen und alles beiseite stellen.

Schalotte schälen und fein hacken, ebenso den Knoblauch.  Chilischoten ebenfalls fein hacken. Koriandergrün zupfen und hacken.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Kurz bevor es den Rauchpunkt erreicht, die Kreuzkümmelsamen hineingeben, dann gleich Schalotte, Chili und Knoblauch zugeben und alles salzen. Fünf Minuten unter Rühren braten, dann die Kurkuma einrühren.

Nun die Hähnchenlebern in die Pfanne geben. Die Pfanne soll nicht zu voll sein, also wenn nötig portionsweise arbeiten. Lebern bei ordentlicher Hitze von jeder Seite 3 Minuten braten.

Dann Butter und Limettensaft zugeben, mit 100 ml Wasser ablöschen. Von der Hitze nehmen, Koriandergrün und Granatapfelsamen unterrühren.

Zum Servieren die Papadums ausbacken – ich lege sie dazu in die Mikrowelle, eine Minute reicht.

Leber auf Teller verteilen. Papadums zerbröseln und darüber streuen.


Geröstetes Currypulver:

  • 1 EL Reis
  • 3 EL Koriandersamen
  • 2 Stangen Zimt
  • 2 EL Fenchelsaat
  • 1 Fenchelsaat
  • 2 TL schwarze Pfefferkörner
  • 2 TL Bockshornkleesamen
  • 2 TL Gewürznelken
  • 1 TL Kardamomkapseln
  • 1 TL gemahlene Kurkuma
  • 1 TL Cayennepfeffer

Den Reis und alle nicht gemahlenen Gewürze in einer großen Pfanne ohne Fett anrösten, bis alles zu duften beginnt. Dann sofort alles auf einen kalten Teller geben, um den Röstvorgang zu stoppen.

Die Gewürze ganz abkühlen lassen, dann im Mörser oder in einer sauberen Kaffeemühle oder einem Zerkleinerer zu Pulver vermahlen.

Kurkuma und Cayennepfeffer zugeben und alles vermischen.

In ein Glas mit dicht schließendem Deckel geben. Das Currypulver hält sich luftdicht verschlossen ca. 3 Monate.


 

 

 

 

Pissaladière mit karamellisiertem Fenchel, Kartoffeln und Zitrone

Ja, ich weiß. Es ist nicht gerade die beste Zeit, um den Backofen anzuwerfen. Aber für dieses Gericht – da musste es einfach sein…

Das ist wirklich ein Gericht für Sardellenliebhaber….wobei ich ja irgendwie von hinten anfange. Weil – obwohl ich ja die französische Küche liebe, habe ich tatsächlich noch nie eine klassische Pissaladière gemacht. Das Gericht ist in der Gegend um Nizza zuhause und wird gerne auch “provençalische Pizza” genannt, ist es doch ein belegter Hefeteig-Fladen. Damit hören die Gemeinsamkeiten aber schon auf.

Basis der klassischen Pissaladière sind Zwiebeln, die so lange geschmort werden, bis sie weich und karamellisiert sind. Dazu gesellen sich eine Menge Sardellen und Oliven. Zwiebeln gibt es in dieser Variante, die ich bei BBC Good Food gefunden habe, nicht. Und auch keine Oliven, was den Mann sehr freut.

Basis ist Fenchel, und der gewinnt wirklich sehr durch das lange Schmoren. Und ich freue mich immer über neue Fenchel-Ideen. Kartoffeln kommen dazu und ganz dünn gehobelte Zitronen. Das ist eine ausgewogene Kombination, die richtig Spaß macht – aber einen winzigen Warnhinweis habe ich: es sind wirklich viele Sardellen. Wem das zu salzig ist, der kommt auch gut mit drei Vierteln der Menge aus.

Teig:

  • 300 g Mehl Type 550
  • 1/2 TL Zucker
  • 1 TL Trockenhefe
  • 1 EL Olivenöl
  • 200 g Wasser
  • 7 g Salz

Belag:

  • 3 EL Olivenöl
  • 2 80-g-Gläser Sardellen in Olivenöl
  • 3-4 Knollen Fenchel
  • 1 EL brauner Zucker
  • 2 TL Balsamico
  • 2 TL Fenchelsaat
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 200 g Kartoffeln
  • 1 Bio-Zitrone
Das Mehl zusammen mit dem Salz, Zucker und Hefe in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Wasser und Olivenöl zugeben und alles zu einem homogenen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Schüssel abdecken und den Teig in ein bis zwei Stunden zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Fenchel längs halbieren und in dünne Scheiben hobeln. Kartoffeln schälen und ebenfalls in dünne Scheiben hobeln; und auch die Zitrone wird in ganz dünne Scheiben gehobelt. Das geht am besten mit einer Mandoline; ich benutze diese kleine hier; die funktioniert prima.

Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, dazu einen guten Schuss vom Öl aus einem Sardellenglas geben. Fenchel, Zucker, Essig und Fenchelsaat zusammen mit einem Schuss Wasser zugeben, einen Deckel auflegen und alles 10 min bei geringer Hitze garen. Dann den Deckel abnehmen und alles weiter garen, bis der Fenchel weich und karamellisiert ist. Das kann noch ca. 30 min dauern. Salzen, pfeffern, von der Hitze nehmen und abkühlen lassen.
Kartoffeln 2 bis 3 min in Salzwasser kochen; sie sollen nicht ganz durchgaren. Abgießen und in einem Sieb abtropfen lassen.
Ofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Teig ca. 24 x 38 cm groß ausrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Den Fenchel auf dem Teig verteilen, dabei einen Rand lassen. Die Sardellen rautenförmig darauf verteilen, in die Zwischenräume Kartoffelscheiben und Zitronenscheiben legen. Pfeffern, wenn nötig salzen und mit etwas Öl aus einem Sardellenglas beträufeln. 30 min bis eine Stunde ruhen lassen, dann im heißen Ofen 25 bis 30 min backen.

Frühlingszwiebelpfannkuchen mit Karottensalat

Ich habe die Frühlingszwiebelpfannkuchen aus “Molly’s Kitchen”* gemacht, ohne allzu große Erwartungen an das Rezept zu haben. Einfach deshalb, weil ich schon immer mal Frühlingszwiebelpfannkuchen machen wollte, aber immer etwas dazwischen kam. Und auch, weil die Pancakes mit einem Karottensalat serviert werden, und ich hatte mal wieder einen Überschuß an Karotten.

Und es ist gut, dass ich sie ausprobiert habe – sie sind nämlich toll. Theoretisch sind das vier Portionen, aber wir hatten etwas Probleme – mein Sohn hätte sie auch alleine verputzt und ist seither der Meinung, dass man Frühlingszwiebeln eigentlich an jedes Essen machen könnte.

Und der Salat ist auch toll – eine knackige, säuerlich-süße Beigabe. Zufällig vegan ist das Ganze übrigens auch noch…..


Für 4 Portionen:

  • 250 g Mehl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Backpulver

Für die Füllung:

  • 3 EL geröstetes Sesamöl
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 5 Frühlingszwiebeln
  • Chiliflocken

Zum Fertigstellen:

  • neutrales Öl zum Braten
  • 1 TL Sesam, geröstet
  • 1 Frühlingszwiebel

Für den Salat:

  • 2 EL Sojasauce
  • 4 EL Ahornsirup
  • 125 ml Reisessig
  • 2 cm frischer Ingwer
  • 500 g Karotten
Zuerst zum Salat, der muss nämlich etwas durchziehen: dafür zunächst die Karotten putzen, schälen und raspeln. Ingwer ebenfalls schälen und ganz fein hacken.

Sojasauce, Ahornsirup, Ingwer und Essig in einer großen Schüssel verrühren. Die geraffelten Karotten zugeben, alles gut durchmischen, abdecken und für mindestens 30 min in den Kühlschrank stellen.

Für den Teig Mehl, Salz und Backpulver in einer Schüssel vermischen. Langsam ca. 150 bis 200 ml Wasser angießen und alles zu einem weichen, elastischen Teig verkneten. Im Rezept stehen 250 ml Wasser, aber für mich war das viel zu viel. Der Teig soll weich sein, aber nicht zu klebrig; er muss später ausgerollt werden. Schüssel abdecken und Teig 20 min ruhen lassen.

Die Frühlingszwiebeln putzen und fein hacken.
Den Teig in 4 gleich große Portionen teilen. Immer mit einer Portion arbeiten, den Rest abdecken. Eine Portion Teig zu einem ca. 17 bis 19 cm großen Kreis ausrollen. Mit etwas Sesamöl bepinseln und mit einem Viertel der Frühlingszwiebeln und einer gesunden Prise Chiliflocken bestreuen. Teigplatte aufrollen und zu einer Schnecke aufdrehen. Diese Schnecke wiederum zu einem ca. 17 bis 19 cm großen Kreis ausrollen. Mit den anderen Teigportionen genauso verfahren.
Den Boden einer großen Pfanne dünn mit Öl bedecken. Die Pfannkuchen nacheinander von beiden Seiten goldbraun ausbacken, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Die restliche Frühlingszwiebel hacken. Die Pfannkuchen in Viertel schneiden.

Pfannkuchen mit Frühlingszwiebeln und Sesam bestreuen und zusammen mit dem Karottensalat servieren.