Kartoffelcurry nach Tanja Grandits

Langsam gewöhne ich mich an diesen Ausnahmezustand; er wird noch länger dauern, wir haben also alle Zeit zum Üben. Im großen und ganzen sind die Tage ruhig und alles ist irgendwie unwirklich. Woran ich mich noch nicht gewöhnt habe – und woran ich mich vermutlich auch nicht gewöhnen werde, sind die Szenen, die sich beim Einkaufen abspielen. Gespenstische Leere in vielen Regalen, Menschenmassen, eine aggressive Grundstimmung. Es ist ja genug für alle da, aber viele scheinen da nicht so recht daran zu glauben. Ich bin ganz froh, dass ich nicht so oft zum Einkaufen raus muss.

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Gemüsecurry in Kichererbsensauce

Ja, ganz offensichtlich habe ich gerade eine Curry-Phase. Und ich weiß, die  Rezepte für Gemüsecurry sind Legion. Dieses hier ist aber ein besonderes. Man isst es in Nordindien und Pakistan, wo es relativ flüssig serviert wird, gerne auch als Suppe. Viel Sauce also, das ist schon toll für mich – ich liebe Sauce. Übrigens dachte ich immer, dass das selbstverständlich ist, aber nein. Ich kenne ernsthaft jemanden, der Sauce nur in mikroskopischen Portionen mag. Er sitzt dann vor einem Berg Knödel mit ein paar Tröpfchen Sauce, zum Beispiel. Für mich ist das schwer verständlich, aber gut – bleibt im Zweifel mehr Sauce für mich….

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Kaeng Buan – Grünes Curry mit Schweinebauch

Vor einiger Zeit hatte ich ja zwei Kochbücher vorgestellt, die sich mit thailändischer Küche befassen. Das hat mich sehr für die Thai-Küche eingenommen. Ein bisschen lag die Vorliebe auf Eis, aber neulich war ich einige Zeit unterwegs und bekam relativ lange ziemlich traditionelle Hausmannskost vorgesetzt. Grundsätzlich mag ich das schon mal, aber nach ein paar Tagen ist es dann auch wieder genug. Mehr als genug, um genau zu sein. Und so kam es, dass ich nach Hause kam, den Schlüssel im Türschloss rumdrehte und es schoss mir durch den Kopf: “Thai-Essen, ich habe Lust auf Thai-Essen.”

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Goldenes Eiercurry

Ich esse für mein Leben gerne Eiercurry – hartgekochte Eier in einer currywürzigen Tomatensauce, das gibt es nicht nur, wenn hart gekochte Eier von Ostern übrig sind. Bisher gab es meist diese Variante hier, die aus Nordindien kommt.

Aber auch in Burma isst man Eiercurry, und die Version, die Naomi Duguid in ihrem Burma-Kochbuch* vorstellt, die gefällt mir noch etwas besser als die indische Variante. Es ist ein kleiner Arbeitsschritt, der das Curry zu etwas Besonderem macht: die Eier werden nach dem Kochen angebraten, bis das Eiweiß Blasen schlägt und eine Kruste bekommt.

Erst danach werden die Eier halbiert und kommen in die Sauce. Auch hier ist es eine Tomatensauce, gewürzt mit Knoblauch, Chili und Fischsauce. Dazu passen Reis oder Brot.


Für 4 Personen:

  • 4 Eier (Größe L)
  • Erdnussöl zum Braten
  • 1/2 TL gemahlene Kurkuma
  • 2 Schalotten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1/4 TL Cayennepfeffer
  • 300 g Tomaten
  • 2 TL Fischsauce
  • Salz
  • 2-3 grüne Chilischoten

Die Eier mit Wasser in einen Topf geben, alles zum Kochen bringen und die Eier 8 min garen. Abgießen, kalt abspülen und schälen.

Etwas Öl in einer Pfanne oder einem Wok erhitzen. Das Kurkumapulver darin verrühren, dann die Eier hineingeben und unter gelegentlichem Wenden braten, bis sie Blasen schlagen und rundherum goldbraun sind. Herausnehmen, auf einen Teller geben, halbieren und beiseite stellen.

Schalotten schälen und fein würfeln. Knoblauch schälen und hacken. Tomaten würfeln. Chilischoten in Ringe schneiden.

Das in der Pfanne verbliebene Öl erneut erhitzen, zur Not noch etwas zugeben. Schalotten und Knoblauch in die Pfanne geben und glasig braten.

Cayennepfeffer und Tomaten zugeben, unter Rühren braten, bis die Tomaten weich sind.

Mit Fischsauce und Salz würzen. Chilischoten zugeben, dann die Eier mit der Schnittfläche nach unten in die Sauce geben und alles noch kurz weitergaren.

Heiß servieren. Dazu passen Reis oder Fladenbrot.


 

Grünes Spargelcurry mit Kardamom und Kokosmilch

Oh Hilfe, wo bleibt nur die Zeit? Noch stecken wir in der Spargelsaison, also, eigentlich geht es auf das Ende zu. Und irgendwie bin ich noch nicht zu so viel Spargel gekommen, wie ich gerne hätte. Ich habe Nachholbedarf.

Wo ich dieses Curry genau gefunden habe, weiß ich nicht mehr – im Zweifel war es ein britisches Food-Magazin. Es stand seit dem Frühjahr auf meiner geistigen Nachkochliste, und hui, jetzt war ich ja doch schnell. Ich will ja nicht warten bis nächstes Jahr…

Das ist ein einfaches Gericht – wenn die Currypaste mal gemixt ist, steht es fix auf dem Tisch. Und grüner Spargel mit seinem kräftigen Aroma und die Chilipaste, die sind ein wirklich gutes Team. Fix noch machmachen, ehe wieder keinen Spargel mehr gibt….


Für 4 Portionen:

  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 3 Stängel Zitronengras
  • 1 grüne Chili
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 25 g Koraiandergrün plus einige Blättchen zum Anrichten
  • 6 Kapseln grüner Kardamom
  • 3 EL Erdnussöl
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • Salz
  • 1 Bund grüner Spargel (ca. 500 g)
  • etwas Limettensaft

Für die Currypaste den Ingwer schälen und grob hacken. Die äußeren harten Blätter des Zitronengrases ablösen, den Rest grob hacken. Chili in Ringe schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und hacken; Knoblauch schälen und hacken. Koriandergrün mit den zarten Stängeln grob hacken. Kardamom im Mörser anstoßen und die Samen aus den Kapseln holen.

Ingwer, Zitronengras, Chili, Frühlingszwiebeln, Koriandergrün, Knoblauch und Kardamom in einen Blitzhacker oder Mixer geben und mit dem Öl zu einer Paste pürieren.

Spargel putzen und in ca. 3 cm lange Stücke schneiden.

Wok auf dem Herd erhitzen. Die Paste erhitzen und unter Rühren zwei Minuten anrösten, bis sie duftet. Kokosmilch angießen, salzen, alles zum Kochen bringen und die Spargelstücke zugeben.

Alles ca. 5 min offen köcheln lassen, dann mit Salz und Limettensaft abschmecken.

Mit Koriandergrün bestreut servieren. Dazu passt Reis.


Fischcurry aus dem Dampf

Dieses Gericht aus Amelia Vasilievs Buch über das Dampfgaren* hat quasi so eine Art Orden verliehen bekommen – die Formel lautet: “Das kannst Du öfter machen”.

Es ist ein sehr einfaches Curry, fix gemacht und mit jeder Menge Aroma: Fisch und Gemüse werden über der Sauce aus Kokosmilch und Currypaste gegart und erst auf dem Teller vermischt. Der Fisch ist herrlich zart und das Gemüse hat noch Biss – passt alles.

Im Original werden als Gemüse Zuckerschoten verwendet, ich hatte statt dessen Zucchini.


2 Portionen:

  • 1 TL Rapsöl
  • 1 Schalotte
  • 1 großzügiger TL rote Currypaste
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • 250 g weißfleischiges Fischfilet (ich hatte Seelachs)
  • 150 g Zucchini oder Zuckerschoten
  • 1/2 Limette, der Saft
  • 2 TL Fischsauce
  • 1/2 Bund Koriandergrün
  • 1 rote Chili
  • Salz

Schalotte schälen und fein hacken. Fisch in mundgerechte Stücke schneiden. Zucchini putzen und in Scheiben schneiden; wer Zuckerschoten verwendet, halbiert sie längs.

Das Öl in einem Topf erhitzen. Schalotte und Currypaste darin eine Minute anbraten. Sobald die Currypaste zu durften beginnt, die Kokosmilch angießen.

Einen  passenden Dämpfeinsatz mit Backpapier auslegen, Fisch und Gemüse hingeben, den Einsatz auf den Topf stellen und einen dicht schließenden Deckel auflegen.

Hitze auf niedrig stellen und alles ca. 5 min dämpfen, bis der Fisch gar ist.

Inzwischen Koriander zupfen und hacken; Chilischote in Ringe schneiden.

Fisch und Gemüse auf Servierschalen verteilen. Die Garflüssigkeit mit Fischsauce und Limettensaft würzen, mit Salz abschmecken und über den Fisch geben.

Alles mit Chiliringen und Koriandergün bestreuen und gleich servieren.


Hühnchenkatsu-Curry für den Kulinarischen Adventskalender

Bestimmt habt Ihr es schon gesehen, der Kulinarische Adventskalender, den Zorra wie jedes Jahr im Kochtopf ausrichtet, ist wieder im vollem Gange. Schaut unbedingt jeden Tag dort rein und macht die Türchen auf;  es gibt nicht nur schöne Rezepte und Geschichten sondern auch tolle Gewinne.

Für mich gehört der Kulinarische Adventskalender zu den Dingen, auf die ich mich im Advent richtig freue. Um so glücklicher bin ich, dass ich auch dieses Jahr wieder ein Türchen beisteuern darf.

Ich habe mir überlegt, ich lasse mal Plätzchen, Glühwein und Weihnachtsbraten links liegen und nehme Euch mit nach Japan. Wie, Japan? Da feiert man Weihnachten? Ja, das tut man. Aber ganz anders, als wir das hier machen.

Der Kurismasu Ibu (クリスマス・イブ), also Christmas Eve ist eher so eine Art zweiter Valentinstag, ein Pärchentag und kein Familienfest. Wer an diesem Tag zuhause bei der Familie bleiben “muss”, erntet eher Mitleid, weil er oder sie keine Verabredung hat. Man macht einen romantischen Spaziergang durch die festlich beleuchtete Stadt, geht essen und übernachtet hinterher vielleicht noch im Hotel. Platz ist knapp in Japans Städten, da kann man für traute Zweisamkeit schon mal in ein Hotelzimmer ausweichen…

Na schön, aber was hat das denn jetzt mit paniertem Hühnchen zu tun? Es gibt ein traditionelles Weihnachtsessen für Familien mit Kinder, die nicht in ein Restaurant gehen. Das Menü wird sicherheitshalber vorbestellt, damit man auch noch einen Platz bekommt. Ich spreche von einem großen Eimer, in dem sich frittiertes Hühnche befindet, außerdem Teller mit Weihachtsmotiven und eine Art weihnachtlicher Kuchen. Gekauft wird das alles ganz traditionell bei der amerikanischen Fast-Food-Kette mit dem Kolonel im Logo, Ihr wisst schon – die mit den Hühnchen.

Wie es dazu kommen konnte? Laut der Fastfood-Kette kaufte in den 1970er Jahren ein amerikanischer Kunde an Weihnachten dort frittiertes Hühnchen, denn das erinnerte ihn noch am meisten an den heimischen Truthahn, den er vermisste. Die Kette schlug daraus Kapital und veranstaltete im Jahr darauf eine Weihnachtskampagne, laut der man eben an Weihnachten frittiertes Hühnchen isst. Offensichtlich ein sehr erfolgreicher Schachzug…

Frittiertes Hühnchen à la Colonel Sanders kredenze ich Euch heute aber nicht, sondern ein anderes Wohlfühlgericht: katsu, also paniertes Hühnchen, und dazu eine Currysauce. Es ist tatsächlich so, dass an Weihnachten in Japan auch zuhause oft Hühnchen zubereitet wird; man hält es eben für ein typisches Weihnachtsessen.


Für 4 Portionen:

Hühnchen:

  • 4 Hühnchenbrüste
  • 2 Eier
  • 150 g zarte Haferflocken
  • 2 TL Rapsöl
  • 2 TL gemahlene Kurkuma
  • 1 TL Currypulver
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Sauce:

  • 1 EL Rapsöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Karotte
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 EL Currypulver
  • 50 g Erdnusscreme (ohne Zucker)
  • 500 ml Hühnerbrühe
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 bis 2 Chilis
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Ofen auf 200°C Ober und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.

Eier verquirlen und eine flache Schale geben, die Haferflocken in eine weitere flache Schale geben. Eier mit Salz und Pfeffer würzen. Zu den Haferflocken das Öl, die Kurkuma und das Curry geben und alles gut vermischen.
Die Hühnchenbrüste erst im Ei, dann in den Haferflocken wenden, auf das Blech geben und für 20 bis 25 min im Ofen garen.
Inzwischen für die Sauce Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Karotten schälen und fein würfeln, Chilis ebenfalls in feine Würfel schneiden.
Öl in einem Topf erhitzen. Karotte und Zwiebel anbraten, bis sie weich werden, dann Knoblauch und Currypulver zugeben. Kurz mitrösten, dann Erdnussbutter und Hühnerbrühe zugeben. Alles 10 min köcheln lassen, dann mit den Stabmixer pürieren. Mit Salz, Pfeffer, Garam Masala und Chilischoten würzen.
Hühnchen aus dem Ofen holen und in Streifen schneiden.

Hühnchen mit der Sauce  anrichten und mit Frühlingszwiebelringen und restlichen Chilis bestreuen. Dazu passt Reis.


Mildes Curry mit Fleischbällchen

Ich gebe zu, ein Curry in Reinkultur ist das nicht, eher eine britische Adaption, die ich im sainsbury magazine gefunden habe; der Link führt zum Original-Rezept.  Aber was soll’s – das Ganze schmeckt herrlich. Und meine Vorliebe für angloindische Küche ist ja bekannt, oder?

Dass das toll schmeckt, liegt zum einen an der Sauce – die Kokos-Curry-Kombination ist mild und cremig. Aber auch an den Bällchen, die haben nämlich einen gewissen Twist: Außer Fleisch ist eingeweichter Bulgur darin, und die Fleischmasse wird nicht nur verknetet, sondern gemixt. Das sorgt für eine unnachahmlich zarte Konsistenz.

Im Original ist das ein Gericht, das in nur einem Topf hergestellt wird; ich finde es aber schöner, die Fleischbällchen anzubraten, bevor sie in der Sauce garziehen dürfen.


  • 100 g Bulgur, am besten feinkörniger
  • 2 EL Rapsöl
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 20 g Ingwer
  • 2 EL rote Currypaste
  • 250 g Rinderhack
  • 1/2 Bund Koriandergrün
  • Salz
  • 2 EL Mehl
  • 250 ml Hühnerbrühe
  • 250 ml Kokosmilch
  • 200 g Spinat
  • etwas Zitronensaft

Bulgur in ein Sieb geben, das in eine Schüssel passt. Sieb in die Schüssel geben, kaltes Wasser angießen, bis der Bulgur bedeckt ist und alles 30 min quellen lassen. Dann das Sieb herausholen und überschüssige Flüssigkeit ausdrücken.

Während der Bulgur einweicht, Zwiebeln schälen und fein hacken, ebenso Knoblauch und Ingwer.

Koriander zupfen, Blätter und feine Stängel getrennt voneinander hacken.

Öl in einem Topf  erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer darin mit einer Prise Salz braten, bis die weich sind. Einen Teelöffel Currypaste einrühren, dann von der Hitze nehmen und beiseite stellen.

Die Hälfte der Zwiebelmischung mit Hackfleisch, Korianderstängeln, Bulgur und etwas Salz ca. 3 min mixen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Hände anfeuchten und aus der Masse ca. 20 kleine Fleischbällchen formen. Für 30 min in den Kühlschrank stellen, damit sie fest werden.

Für die Sauce die restliche Currypaste und das Mehl zu der Zwiebelmischung in den Topf geben und eine Minute auf mittlerer Hitze rösten. Nach und nach 250 ml Brühe angießen, dabei rühren. Kokosmilch angießen, alles zum Kochen bringen und simmern lassen.

Fleischbällchen in einer Pfanne rundherum anbräunen, dann in die Sauce geben und in der Sauce ca. 10 min garziehen lassen.

Spinat verlesen, waschen, gut abtropfen lassen und hacken.

Spinat zugeben und alles köcheln lassen, bis er zusammengefallen ist. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren auf Teller verteilen und mit Koriandergrün bestreuen.

Dazu passt Basmati-Reis.


Japanisches Rindfleischcurry aus dem Instant Pot

Das ist ein Gericht, wie es typisch ist für das Instant-Pot-Buch* von Melissa Clark. Es dauert seine Zeit und kocht sich nicht ganz von selbst. Man muss zwischendurch mal Dampf ablassen, neue Zutaten zugeben und braucht auch zusätzliche eine Pfanne. Der Wundertopf wird nicht dazu benutzt, um um jeden Preis ein schnelles Essen auf den Tisch zu stellen, sondern er kürzt schlicht die Garzeit für das Rindfleisch ab.

Ah – und das Curry ist toll. Es ist herrlich aromatisch. Die Sauce wird am Ende mit einem mit Sojasauce, Ketchup und Worcestersauce abgeschmecktem Roux gebunden und ist schön sämig. Ein mitgegarter Apfel sorgt für ein wenig Süße.

Im Grunde finde ich das Curry so toll, dass ich Euch rate, es unbedingt zu kochen. Wer keinen Instant Pot oder sonstigen Dampfkochtopf hat, kocht es halt auf dem Herd oder im Ofen und verlängert die Garzeit. Und die alternative Zubereitung im Slowcooker lohnt sich auch; die gebe ich im Rezept an.

Für 4 bis 6 Portionen:

  • 1 EL Rapsöl
  • 2 Zwiebeln
  • 800 g Schmorfleisch vom Rind
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL Garam Masala
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 TL frisch geriebener Ingwer
  • 3 große Karotten
  • 1 Apfel
  • 1 Lorbeerblatt
  • 500 ml Rinderbrühe
  • 1 große Süßkartoffel
  • 100 g Shiitake
  • 3 EL Erdnussöl
  • 3 EL Mehl
  • 1,5 EL Ketchup
  • 1 EL Worcestersauce
  • 1/2 EL Sojasauce
  • Frühlingszwiebelröllchen und gegarter Reis zum  Servieren

Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Fleisch in ca. 4 cm große Würfel schneiden. Karotten schälen und würfeln.

Das Öl im Gareinsatz des Instant Pot mittels “Sauté”-Funktion erhitzen und die Zwiebeln anbraten, bis sie schön karamellisiert sind; das dauert ca. 15 min.

In der Zwischenzeit das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und bis zum Gebrauch bei Zimmertemperatur stehen lassen. Den Apfel schälen, entkernen und das Fruchtfleisch grob reiben.

Wenn die Zwiebeln eine schöne Farbe haben, einen EL Garam Masala, Knoblauch und Ingwer zugeben. Eine Minute mitrösten, dann das Fleisch zusammen mit Apfel, Lorbeerblatt und Karotten zugeben und die Brühe angießen. Deckel verschließen und alles bei hohem Druck 22 min kochen, dann den Druck manuell ablassen.

Während alles kocht, die Stiele der Shiitake herausdrehen und die Hütchen in Streifen schneiden. Die Süßkartoffel schälen und würfeln.

Süßkartoffel und Pilze zum Fleisch geben, Deckel befestigen und alles bei hohem Druck weitere 3 min garen. Druck manuell ablassen, das Curry mittels Sauté-Funktion weiterköcheln lassen.

Für die Mehlschwitze das Erdnussöl in einer kleinen Pfanne erhitzen. Restliches Garam Masala und Mehl einrühren und alles unter Rühren 2 min anrösten. Ketchup, Worcestersauce und Sojasauce einrühren und dann soviel von der Flüssigkeit aus dem Dampfkochtopf, dass eine glatte Sauce entsteht. Die Mehlschwitze zum Curry geben und alles noch kurz köcheln lassen, bis die Sauce andickt.

Zum Servieren auf Schälchen verteilen und mit Reis und Frühlingszwiebelringen anrichten.

 Wer das Ganze im Slowcooker kochen will, kocht es für 5 bis 7 h auf “High”, wobei die Kartoffeln und Pilze nach 2, 5 h zugegeben werden; oder auf “Low” für 8 bis 10 h, wobie man das Gemüse nach 4 h zugibt.

Ofengeröstetes Aloo Gobi

Blumenkohl-Kartoffel-Curry – das war lange Zeit ein Standardgericht in unserem Haushalt. Sozusagen die Standard-Lösung für den Blumenkohl aus der Abokiste und immer gern gegessen. Irgendwann muss es wohl zu viel gewesen sein – denn nun stand das Gericht schon sehr lange nicht mehr auf dem Tisch.

Bis neulich. “Schuld” daran ist im weitesten Sinn Juliane. Nein, Curry gab es bei ihr keines. Sie hat aber immer wieder begeistert erwähnt, wie gerne sie Zeitschriften über Readly liest. irgendwann habe ich mich dann auch damit befasst. Ich bin so jemand, dem beim Einkaufen immer wieder Kochzeitschriften in den Einkaufswagen springen. Meist ist es dann so, dass ein bis zwei Rezepte als interessant herausgefiltert werden, die restliche Zeitschrift landet im Papiermüll. Da ist die App tatsächlich eine kostengünstige Lösung. Und der Papiermüll wird auch etwas geschont.

Es gibt bei Readly eine riesige Auswahl an Zeitschriften. Ich wusste das vorher nicht, aber mir hat es ganz besonders die BBC Good Food angetan; die lese ich mit leuchtenden Augen. Und dieses Rezept habe ich in der Ausgabe vom März gefunden.

Ich habe ja ohnehin eine Vorliebe für ofengeröstetes Gemüse, und so hat das Rezept mich gleich angsprungen. Blumenkohl und Kartoffeln werden dafür mit Gewürzen im Ofen geröstet. Die Sauce wird separat gekocht und am Ende alles zusammengeführt. Die Röstaromen verleihen dem Gericht zusätzlich Tiefe – es ist toll.  Das Oringinalrezept ist mit einem Teelöffel Cayennepfeffer und 2 Chilis chön charf – Ihr könnt das an Eure Gewohnheiten anpassen. Also los:

Für 4 Personen:

  • 1 Blumenkohl
  • 400 g Kartoffeln
  • 1 EL Kreuzkümmelsaat
  • 2 TL Koriandersaat
  • 2 TL Schwarzkümmelsaat
  • 1 TL Zimtpulver
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 4 EL neutrales Öl
  • 8 Curryblätter
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 Dosen Tomaten (zu je 400 g)
  • 1 TL Zucker
  • Saft einer Limette
  • Joghurt und Schwarzkümmelsaat zum Servieren.

Ofen auf 180°C vorheizen.

Die Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Würfel in einen Topf geben, mit Wasser bedecken. Alles zum Kochen bringen, eine Minute kochen lassen, dann abgießen und abtropfen lassen.

Den Blumenkohl in Röschen zerteilen. Den Strunk schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Blumenkohl und Kartoffel auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Mit Kreuzkümmel, Koriander, Schwarzkümmel, Zimt, Kurkuma, Cayennepfeffer und 2 EL Öl vermengen, salzen und im heißen Ofen 45 min backen. Nach der Hälfte der Zeit einmal umrühren.

Inzwischen kann man die Sauce vorbereiten: Dafür die Knoblauchzehen schälen und hacken. Die Chilis mit einem spitzen Messer an mehreren Stellen einstechen.

Das restliche Öl in einem großen Topf (Blumenkohl und Kartoffeln müssen später auch noch hineinpassen) erhitzen. Curryblätter darin kurz anrösten, Knoblauch zugeben, kurz durchrühren. Dann Tomaten, Chilis, Limettensaft und Zucker zugeben. Salzen und alles 15 min köcheln lassen.

Das geröstete Gemüse in die Sauce geben. Alles noch 5 min köcheln lassen. Wenn die Sauce zu dick ist, kann man einen Schuss Wasser dazugeben. Das Gericht mit Salz abschmecken und mit Joghurt und Schwarzkümmel auf Tellern anrichten. Dazu passt Basmati-Reis.