Kartoffelcurry nach Tanja Grandits

Langsam gewöhne ich mich an diesen Ausnahmezustand; er wird noch länger dauern, wir haben also alle Zeit zum Üben. Im großen und ganzen sind die Tage ruhig und alles ist irgendwie unwirklich. Woran ich mich noch nicht gewöhnt habe – und woran ich mich vermutlich auch nicht gewöhnen werde, sind die Szenen, die sich beim Einkaufen abspielen. Gespenstische Leere in vielen Regalen, Menschenmassen, eine aggressive Grundstimmung. Es ist ja genug für alle da, aber viele scheinen da nicht so recht daran zu glauben. Ich bin ganz froh, dass ich nicht so oft zum Einkaufen raus muss.

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Pollo al chilindrón – Spanisches Paprikahähnchen

Der Mensch lebt nicht vom Nachtisch allein, und deshalb gibt es auch noch ein zweites Rezept für die kulinarische Weltreise, die uns ja diesen Monat nach Spanien führt. Im echten Leben bleiben wir ja alle besser zuhause, da ist es besonders schön, wenn man wenigstens auf dem Teller reisen kann.

Ich habe Euch ein Hühnchengericht mitgebracht – Hähnchen, geschmort in einer Sauce aus gegrillten Paprika, etwas Chili, Tomate und Serrano-Schinken. Das gab es bestimmt nicht zum letzten Mal, denn das saftige Hühnchen in der würzigen Sauce macht richtig Spaß.

Ich habe das Rezept in einem Kochbuchklassiker gefunden, und da wird über den Namen des Gerichts ziemlich munter fabuliert – es könnte von “Chili” kommen, sagt man. Das stimmt wohl eher nicht, denn “al chilindron” ist eine gängige Bezeichnung für Schmorgerichte. Fest steht aber, dass das Gericht ursprünglich aus Aragon und Navarra stammt.

Die Paprikaschoten für die Sauce werden gegrillt und dann geschält. Das ist nicht nur geschmacklich super, sondern die Paprikaschoten werden dadurch auch verträglicher; die Haut ist nämlich etwas schwer verdaulich – ich spreche da aus leidvoller Erfahrung. Eine Paprikaschote ist ok für mich, aber so eine richtige Dosis…puh.

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Pollo al chilindrón – Spanisches Paprikahähnchen

  • Autor: magentratzerl
  • Vorbereitungszeit: 30
  • Kochzeit(en): 30
  • Gesamtzeit: 1 h
  • Menge: 4 Portionen 1x
  • Kategorie: Hauptgericht
  • Methode: Schmoren
  • Küche: Spanien

Beschreibung

Würziges Hähnchen mit gegrillten Paprika, Chili und Serrano-Schinken


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Zutaten

  • 1 Hühnchen
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 400 g rote Paprikaschoten
  • Paprika edelsüß
  • 1 Dose Tomaten (in der Saison 400 g frische Tomaten)
  • 1 rote Chilischote
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 200 g Serrano-Schinken
  • 2 EL Olivenöl
  • 125 ml Hühnerbrühe
  • eine Handvoll frisch gehackte Petersilie

Arbeitsschritte

Den Backofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Paprikaschoten putzen, halbieren und im heißen Ofen braten, bis die Haut dunkel wird und Blasen wirft. In eine hitzefeste Schüssel geben, mit einem Teller abdecken und abkühlen lassen. Dann die Haut abziehen und das Fruchtfleisch fein würfeln.

Das Huhn in 8 bis 10 Stücke teilen. Chilischote fein hacken. Zwiebel und Knoblauch schälen und ebenfalls fein hacken. Den Serrano-Schinken in feine Würfel schneiden.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Hühnerteile von allen Seiten goldbraun anbraten, mit Salz und Paprikapulver würzen, dann aus der Pfanne nehmen.

Schinken, Zwiebel und Knoblauch in die Pfanne geben und braten, bis die Zwiebel weich geworden ist. Paprika, Tomaten und Chili zugeben, vorsichtig salzen (der Schinken bringt schon Salz mit), die Hühnerbrühe angießen und einen Großteil der Petersilie zugeben. Alles 10 min köcheln lassen.

Die Hühnchenteile wieder zugeben und alles weitere 20 min köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit der restlichen Petersilie bestreut servieren.


Schlagworte: Hühnchen, Paprika, Chili, Serrano-Schinken

 

Ich reise wie üblich nicht alleine – hier geht es zu den lesenswerten Rezepten der Reisegesellschaft:

Volker mampft: Pan Cateto,  Spanischer Bohneneintopf mit Chorizo, Albondigas und Paella Valenciana

Kaffeebohne: Spanischer MandelkuchenKichererbsen mit Chorizo

Fränkische Tapas: Dreierlei spanische Tapas

Chili und Ciabatta: Kalbszunge in Granatapfelsauce mit Safran, | Barraquito|Sopa Mallorquina |Hühnermägen in Paprikasauce

Brittas Kochbuch: Pollo con naranja y mento|Conejo al ajillo, Frit mallorqui|Orangen-Magdalenas | Pastel de Almendras

Küchenlatein: Reis mit getrockneten Tomaten und schwarzen Oliven|Reis mit Lauch|Kichererbsensalat mit Karotten und Pistazien|Galizisches Roggenbrot

Küchenmomente:  Mona de Pascua Catalana – Spanischer Osterkuchen in der katalanischen Version | Crema Catalana – Katalanische Dessertcreme | Yemas de Ávila – „Himmlische“ Süßspeise aus Spanien

Zimtkringel: Papas Arrugadas und Moja Rojo

Pane Bistecca: Slowcooker Oxtail spanische Art|Sopa de Ajo|Paella mit Huhn | Sevilla-Huhn in Auberginen-Tomatensauce

Brotwein: Mandelkuchen spanischer Art|Tortilla española|spanisches Hähnchen mit Knoblauch und Oliven

Savory Lens: Spanischer Mandelkuchen

Turbohausfrau: Tarta de Santiago

Mein wunderbares Chaos: Empanadas mit Dulce de Leche

Salzig, Süß und Lecker: Albondigas|Ensalada Rusilla

Silver Travellers: Spanischer Mandelkuchen trifft Erdbeertorte

Kochtopf: San Sebastian Cheesecake

 

 

Gemüsecurry in Kichererbsensauce

Ja, ganz offensichtlich habe ich gerade eine Curry-Phase. Und ich weiß, die  Rezepte für Gemüsecurry sind Legion. Dieses hier ist aber ein besonderes. Man isst es in Nordindien und Pakistan, wo es relativ flüssig serviert wird, gerne auch als Suppe. Viel Sauce also, das ist schon toll für mich – ich liebe Sauce. Übrigens dachte ich immer, dass das selbstverständlich ist, aber nein. Ich kenne ernsthaft jemanden, der Sauce nur in mikroskopischen Portionen mag. Er sitzt dann vor einem Berg Knödel mit ein paar Tröpfchen Sauce, zum Beispiel. Für mich ist das schwer verständlich, aber gut – bleibt im Zweifel mehr Sauce für mich….

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Mais de Mombasa

Diesen Monat zieht der Tross der kulinarischen Weltreise mit  Reiseleiter Volker weiter nach Kenia, und das ist spannend. Die Bevölkerung Kenias setzt sich aus vielen unterschiedlichen Volksgruppen zusammen, und natürlich hat das auch Auswirkungen auf die Küche – die ist ebenso bunt gemischt. Und zu den Küchen der verschiedenen Volksgruppen gesellen sich außerdem auch noch arabische, indische und sogar europäische Einflüsse.

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Erdnusssuppe mit Grünkohl und Sesam-Halloumi

Ja, ich weiß, es gab schon attraktivere Suppen auf diesem Blog. Aber diese hier hat uns geschmacklich restlos überzeugt. Und sie steht beeindruckend schnell auf dem Tisch. Hier ist gerade ein wenig Land unter, da ist es besonders toll, wenn man ohne großen Zeitaufwand ein aufbauendes Essen auf den Tisch bringen kann.

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Paprikás krumpli

Auch im neuen Jahr geht die kulinarische Weltreise weiter. Im Januar futtert sich die Reisegesellschaft durch Ungarn.

Wenn ich an ungarische Küche denke, fallen mir zuerst  herzhafte Gerichte ein, die aus einfachen Zutaten das Beste herausholen. Und ich denke an Paprikapulver. Es sieht so aus, als ob das eines meiner liebsten Gewürze wäre, denn jedes Mal, wenn ich das Glas aus dem Gewürzschrank hole, wundere ich mich, dass nur noch so wenig drin ist im Glas. Ich mag nicht nur den Geschmack; mir gefällt auch, dass das Paprikapulver Saucen praktischerweise gleich mit andickt. Continue reading “Paprikás krumpli”

Bœuf Carottes – Rindsragout mit Karotten

Es wird Zeit für einen Klassiker: das hier ist ein Essen, das bei uns regelmäßig immer wieder auf dem Tisch steht; am liebsten am Sonntag Abend zum Ausklang des Wochenendes – Ihr könnt also noch fix die Zutaten besorgen ;-).

Das Rezept habe ich vor langer Zeit bei der wunderbaren Tessa Kiros* gefunden.  Im Prinzip ist das ein Drei-Zutaten-Rezept: Rindfleisch, Karotten, Tomaten; es funktioniert wunderbar mit Dosentomaten. Im Prinzip gibt es das bei uns immer dann, wenn mal wieder Karotten weg müssen – Karotten sind immer in der Abokiste, daran habe ich nie Mangel….

Es ist also ein sehr einfaches Gericht – und durch die lange Schmorzeit mehr als “nur” die Summe seiner Zutaten. Das Ragout schmort von alleine, und nach ca. 2 Stunden hat man butterweiches Fleisch und eine sämige Sauce. Kartoffelpüree passt sehr gut dazu.


Für 4 Portionen:

  • 3 EL Olivenöl
  • 750 g Rindfleisch zum Schmoren, z.B. Wade
  • 1 rote Zwiebel
  • 30 g Butter
  • 4 Zweige Thymian
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 125 ml Rotwein
  • 1 Dose Tomaten (400 g)
  • 4 Karotten
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Rindfleisch in ca. 3 cm große Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.

Öl in einem Topf erhitzen und das Fleisch portionsweise rundherum braun anbraten.

Alles Fleisch wieder in den Topf geben, salzen, Zwiebel und Knoblauch zugeben und unter Rühren braten, bis die Zwiebel leicht gebräunt ist. Butter, Knoblauch und Thymian zugeben, dann den Wein angießen und einkochen lassen.

Tomaten zugeben und so viel heißes Wasser angießen, dass das Fleisch bedeckt ist, ca. 500 ml. Nochmals salzen, Deckel auflegen, alles zum Kochen bringen, dann die Temperatur reduzieren und alles 2 h köcheln lassen.

Karotten schälen, in Scheiben schneiden und ca. 30 min vor Ende der Kochzeit zum Fleisch geben und mit schmoren.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken und heiß auf den Tisch bringen.


Dakdoritang – Koreanischer Hühncheneintopf

Diesen Monat führt uns die kulinarische Weltreise nach Korea. Das trifft sich ganz hervorragend -ich hatte dieses Hühnchengericht nämlich schon längere Zeit im Visier. Genaugenommen, seit ich es  hier bei Food 52 entdeckt habe.

Das ist ein  tolles Gericht bei Schmuddelwetter, denn die Chiliflocken und die Chilipaste sorgen für Schärfe und wärmen schön durch, die Karotten bringen etwas Süße mit und die Kartoffeln machen alles sämig.  

Ihr braucht die Paprikapaste Gochujang* und die Chiliflocken Gochugaru*, sonst schmeckt das nicht. Gerade Gochugaru bringt ein ganz spezielles Aroma mit – scharf, aber auch süß und leicht rauchig. Gochujang ist eine fermentierte Paste; ich habe immer eine Packung davon vorrätig. Gute Qualitäten bestehen aus Klebreismehl und Chili, ohne Weizen und andere Zusätze. Es gibt übrigens auch verschiedene Schärfegrade.

 

Für 4 Personen:

  • 900 g Hühnerunterschenkel (Drumsticks)
  • 300 ml Wasser
  • 75 ml Sojasauce
  • 4 EL Gochugaru
  • 2 EL Gochujang
  • 2 EL  Rohrzucker
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Karotte
  • 1 große Kartoffel
  • 1 EL geröstetes Sesamöl
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • Salz
  • Gegarter Jasminreis zum Servieren

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und das Hühnchen darin 5 Minuten pochieren; es macht nichts, wenn das Wasser dabei nicht wieder zum Kochen kommt. Abgießen, abtropfen lassen und wieder zurück in den Topf geben.

Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Wasser, Sojasauce, Gochugaru, Gochujang, Zucker und Knoblauch in einer kleinen verquirlen. Die Mischung zu den Hühnerteilen geben, alles zum Kochen bringen, die Hitze auf mittel stellen und alles 10 min köcheln lassen.

Zwiebel schälen und in Streifen schneiden. Karotten und Kartoffeln schälen und würfeln. Zwiebel, Karotten und Kartoffeln zum Hühnchen geben und alles weitere 20 min köcheln lassen.

Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden.

Eintopf mit Sesamöl und Salz abschmecken, auf Teller verteilen und mit Frühlingszwiebeln bestreut  und mit dem Reis servieren.


Ich habe schon ein paar koreanische Gerichte auf dem Blog:

Kimchi aus Wassermelonenrinde

Scharfer Rindfleischeintopf

Kaktugi – Fermentierte Chili-Birnen

Kimchi und Kimchi-Pfannkuchen

Gebratene Fleischküchlein mit Sesam und Gedämpfte Auberginen

Und wie jeden Monat gibt es bei den Mitreisenden viele spannende Rezepte; klickt Euch mal durch:

Küchenlatein: Mungbohnenpfannkuchen

Chili und Ciabatta: Gochujang-Schweinetopf und Koreanische Mungbohnenpfannkuchen Surf and Turf

Brittas Kochbuch: Kimchi und Rindfleisch Bulgogi

Zimtkringel: Jajangmyeong – Nudeln mit schwarzen Bohnen und Blumenkohl-Kimchi

Brotwein: Scharf gebratenes Schweinefleisch

Turbohausfrau: Kimchi-Suppe

Küchenmomente: Hoteok -Pancakes aus Korea

Fränkische Tapas: Koreanisches Sushi aus fränkischen Fischen

Das Samstagsfrühstück: Koreanisches Frühstück

Volker mampft: Koreanisches Rindergulasch, Koreanische Nudelsuppe mit Kimchi, Khanpuggi-Hähnchen mit Knoblauch und koreanische Restaurants in Hamburg

The Road most travelled: Gimbap und Hotteok

 

Daube mit Kidneybohnen, Butternutkürbis und Kartoffeln

Im klassisch französischen Sinn ist eine Daube ein Schmorgericht auf der Basis von Fleisch, gerne auch Wild. Ganz früher wurde es morgens in den Ofen gestellt und nach einem langen Arbeitstag war dann das Essen fertig.

Diese Variante hier kommt von Mauritius und ist zufällig vegan. Bohnen und Gemüse werden in einer mit Chili gewürzten Tomatensauce gegart. Das ist ein leichtes, gemüsiges Essen, das nach Thymian und Zimt duftet. Die verwendeten Kartoffeln dicken die Sauce etwas an und der milde Kürbis gleicht die Chili-Schärfe aus.

Das ist für sich ein wunderbares Essen; aromatisch, sättigend und ausgewogen. Wir hatten etwas Brot dazu. Selina Periampillai, aus deren kreolischen Kochbuch* das Rezept stammt, serviert Kokosreis dazu – und extra Chilis.


Für 4 Portionen:

  • 1 Zwiebel
  • 2 EL neutrales Öl
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2,5 cm frischer Ingwer
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 1 kleines Bund Koriandergrün
  • 1 Stange Zimt (oder ein TL Pulver)
  • 400 g geschälte Tomaten (Dose)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Zucker
  • 2 mittelgroße mehligkochende Kartoffeln
  • 300 g Butternut-Kürbis
  • 1 Dose Kidneybohnen (400 g)

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken, ebenso den Ingwer. Thymian zupfen. Koriandergrün ebenfalls zupfen und Blätter und Stängel getrennt fein hacken. Kartoffeln schälen und würfeln, ebenso den Kürbis.

Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel glasig andünsten. Dann Knoblauch, Ingwer, Paprika, Cayennepfeffer, Thymian, Korianderstängel und Zimt zugeben. Unter Rühren kurz anrösten, dann die Tomaten und 150 ml Wasser zugeben. Salzen, eine Prise Zucker zugeben und kurz schmoren lassen.

Kartoffel, Kürbis und Bohnen zugeben. Alles bedeckt 15 bis 20 min köcheln lassen.

Wenn das Gemüse gar ist, die Zimtstange herausnehmen, die Daube mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit gehackten Korianderblättchen bestreut servieren.


 

Pasta con ceci

Ich mag diese einfachen Pastagerichte, die etwas Eintopfartiges haben. Es gibt hier schon pasta e patate und pasta lenticchie, und beides sind so richtige Wohlfühlgerichte. Und jetzt gesellt sich noch pasta con ceci dazu.

Zwei Dinge haben mir besonders gut gefallen an diesem Gericht, das Cettina Vizenzino in Super Olio* vorstellt: Da sind die getrockneten Tomaten, die mitgaren und dem Eintopf ein besonderes Aroma verleihen. Und die Süßkartoffel, die statt der traditionellen Kartoffel das Gericht anreichert.

Als Öl wird ein mittelfruchtiges bis intensives der Sorten Ascolana Tenera, Casalieva, Frantoio u.ä. empfohlen, das Noten von grüner Mandel oder Gras aufweist; ich gestehe, ich bin aus der Reihe getanzt. Ich hatte ein leicht pikantes Mani aus Griechenland aus Koroneiki-Oliven, das etwas kräuterig schmeckt. Ich weiß, dass Öl dieser Sorte gerne als seelenloses Massenöl abgestempelt wird, weil sich die Olivensorte für den großflächigen Anbau eignet. Aber da gibt es dieses bestimmte Öl – das ist einfach meins. Schon immer. Wir haben uns gefunden und sind unzertrennlich.


Das Rezept reicht für 4 Personen:

  • 250 g getrocknete Kichererbsen
  • 2 Schalotten
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Karotte
  • 1 Stange Staudensellerie
  • 4 getrocknete Tomaten, in Öl eingelegt
  • 1 Handvoll glatte Petersilie
  • 250 g Süßkartoffel
  • 200 g gemischte Pasta
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • frische Kräuter wie Thymian, Oregano
  • Olivenöl zum Beträufeln

Kichererbsen in reichlich kaltem Wasser über Nacht einweichen.

Am nächsten Tag das Wasser abgießen. Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken. Sellerie putzen und würfeln. Karotte schälen und klein schneiden. Tomaten abtropfen lassen und ebenfalls fein würfeln. Petersilie mit Stängeln grob hacken.

Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen. Schalotten, Knoblauch, Sellerie und Karotte unter Rühren anbraten, dann Kichererbsen, Kräuter und 1,5 l Wasser zugeben.

Salzen und alles 60 min halb bdeckt köcheln lassen.

Süßkartoffeln schälen, klein würfeln und zur Suppe geben. 15 min weiterköcheln lassen,

Pasta zugeben. Wenn nötig, noch etwas Wasser angießen. Alles köcheln lassen, bis die Pasta al dente ist, dann mit Salz abschmecken.

Zum Servieren in Schalen schöpfen, mit reichlich Pfeffer übermahlen, mit Kräutern bestreuen und mit Olivenöl beträufeln.