Dakdoritang – Koreanischer Hühncheneintopf

Diesen Monat führt uns die kulinarische Weltreise nach Korea. Das trifft sich ganz hervorragend -ich hatte dieses Hühnchengericht nämlich schon längere Zeit im Visier. Genaugenommen, seit ich es  hier bei Food 52 entdeckt habe.

Das ist ein  tolles Gericht bei Schmuddelwetter, denn die Chiliflocken und die Chilipaste sorgen für Schärfe und wärmen schön durch, die Karotten bringen etwas Süße mit und die Kartoffeln machen alles sämig.  

Ihr braucht die Paprikapaste Gochujang* und die Chiliflocken Gochugaru*, sonst schmeckt das nicht. Gerade Gochugaru bringt ein ganz spezielles Aroma mit – scharf, aber auch süß und leicht rauchig. Gochujang ist eine fermentierte Paste; ich habe immer eine Packung davon vorrätig. Gute Qualitäten bestehen aus Klebreismehl und Chili, ohne Weizen und andere Zusätze. Es gibt übrigens auch verschiedene Schärfegrade.

 

Für 4 Personen:

  • 900 g Hühnerunterschenkel (Drumsticks)
  • 300 ml Wasser
  • 75 ml Sojasauce
  • 4 EL Gochugaru
  • 2 EL Gochujang
  • 2 EL  Rohrzucker
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Karotte
  • 1 große Kartoffel
  • 1 EL geröstetes Sesamöl
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • Salz
  • Gegarter Jasminreis zum Servieren

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und das Hühnchen darin 5 Minuten pochieren; es macht nichts, wenn das Wasser dabei nicht wieder zum Kochen kommt. Abgießen, abtropfen lassen und wieder zurück in den Topf geben.

Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Wasser, Sojasauce, Gochugaru, Gochujang, Zucker und Knoblauch in einer kleinen verquirlen. Die Mischung zu den Hühnerteilen geben, alles zum Kochen bringen, die Hitze auf mittel stellen und alles 10 min köcheln lassen.

Zwiebel schälen und in Streifen schneiden. Karotten und Kartoffeln schälen und würfeln. Zwiebel, Karotten und Kartoffeln zum Hühnchen geben und alles weitere 20 min köcheln lassen.

Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden.

Eintopf mit Sesamöl und Salz abschmecken, auf Teller verteilen und mit Frühlingszwiebeln bestreut  und mit dem Reis servieren.


Ich habe schon ein paar koreanische Gerichte auf dem Blog:

Kimchi aus Wassermelonenrinde

Scharfer Rindfleischeintopf

Kaktugi – Fermentierte Chili-Birnen

Kimchi und Kimchi-Pfannkuchen

Gebratene Fleischküchlein mit Sesam und Gedämpfte Auberginen

Und wie jeden Monat gibt es bei den Mitreisenden viele spannende Rezepte; klickt Euch mal durch:

Küchenlatein: Mungbohnenpfannkuchen

Chili und Ciabatta: Gochujang-Schweinetopf

Brittas Kochbuch: Kimchi und Rindfleisch Bulgogi

Zimtkringel: Jajangmyeong – Nudeln mit schwarzen Bohnen und Blumenkohl-Kimchi

Brotwein: Scharf gebratenes Schweinefleisch

Turbohausfrau: Kimchi-Suppe

Küchenmomente: Hoteok -Pancakes aus Korea

Daube mit Kidneybohnen, Butternutkürbis und Kartoffeln

Im klassisch französischen Sinn ist eine Daube ein Schmorgericht auf der Basis von Fleisch, gerne auch Wild. Ganz früher wurde es morgens in den Ofen gestellt und nach einem langen Arbeitstag war dann das Essen fertig.

Diese Variante hier kommt von Mauritius und ist zufällig vegan. Bohnen und Gemüse werden in einer mit Chili gewürzten Tomatensauce gegart. Das ist ein leichtes, gemüsiges Essen, das nach Thymian und Zimt duftet. Die verwendeten Kartoffeln dicken die Sauce etwas an und der milde Kürbis gleicht die Chili-Schärfe aus.

Das ist für sich ein wunderbares Essen; aromatisch, sättigend und ausgewogen. Wir hatten etwas Brot dazu. Selina Periampillai, aus deren kreolischen Kochbuch* das Rezept stammt, serviert Kokosreis dazu – und extra Chilis.


Für 4 Portionen:

  • 1 Zwiebel
  • 2 EL neutrales Öl
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2,5 cm frischer Ingwer
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 1 kleines Bund Koriandergrün
  • 1 Stange Zimt (oder ein TL Pulver)
  • 400 g geschälte Tomaten (Dose)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Zucker
  • 2 mittelgroße mehligkochende Kartoffeln
  • 300 g Butternut-Kürbis
  • 1 Dose Kidneybohnen (400 g)

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken, ebenso den Ingwer. Thymian zupfen. Koriandergrün ebenfalls zupfen und Blätter und Stängel getrennt fein hacken. Kartoffeln schälen und würfeln, ebenso den Kürbis.

Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel glasig andünsten. Dann Knoblauch, Ingwer, Paprika, Cayennepfeffer, Thymian, Korianderstängel und Zimt zugeben. Unter Rühren kurz anrösten, dann die Tomaten und 150 ml Wasser zugeben. Salzen, eine Prise Zucker zugeben und kurz schmoren lassen.

Kartoffel, Kürbis und Bohnen zugeben. Alles bedeckt 15 bis 20 min köcheln lassen.

Wenn das Gemüse gar ist, die Zimtstange herausnehmen, die Daube mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit gehackten Korianderblättchen bestreut servieren.


 

Pasta con ceci

Ich mag diese einfachen Pastagerichte, die etwas Eintopfartiges haben. Es gibt hier schon pasta e patate und pasta lenticchie, und beides sind so richtige Wohlfühlgerichte. Und jetzt gesellt sich noch pasta con ceci dazu.

Zwei Dinge haben mir besonders gut gefallen an diesem Gericht, das Cettina Vizenzino in Super Olio* vorstellt: Da sind die getrockneten Tomaten, die mitgaren und dem Eintopf ein besonderes Aroma verleihen. Und die Süßkartoffel, die statt der traditionellen Kartoffel das Gericht anreichert.

Als Öl wird ein mittelfruchtiges bis intensives der Sorten Ascolana Tenera, Casalieva, Frantoio u.ä. empfohlen, das Noten von grüner Mandel oder Gras aufweist; ich gestehe, ich bin aus der Reihe getanzt. Ich hatte ein leicht pikantes Mani aus Griechenland aus Koroneiki-Oliven, das etwas kräuterig schmeckt. Ich weiß, dass Öl dieser Sorte gerne als seelenloses Massenöl abgestempelt wird, weil sich die Olivensorte für den großflächigen Anbau eignet. Aber da gibt es dieses bestimmte Öl – das ist einfach meins. Schon immer. Wir haben uns gefunden und sind unzertrennlich.


Das Rezept reicht für 4 Personen:

  • 250 g getrocknete Kichererbsen
  • 2 Schalotten
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Karotte
  • 1 Stange Staudensellerie
  • 4 getrocknete Tomaten, in Öl eingelegt
  • 1 Handvoll glatte Petersilie
  • 250 g Süßkartoffel
  • 200 g gemischte Pasta
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • frische Kräuter wie Thymian, Oregano
  • Olivenöl zum Beträufeln

Kichererbsen in reichlich kaltem Wasser über Nacht einweichen.

Am nächsten Tag das Wasser abgießen. Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken. Sellerie putzen und würfeln. Karotte schälen und klein schneiden. Tomaten abtropfen lassen und ebenfalls fein würfeln. Petersilie mit Stängeln grob hacken.

Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen. Schalotten, Knoblauch, Sellerie und Karotte unter Rühren anbraten, dann Kichererbsen, Kräuter und 1,5 l Wasser zugeben.

Salzen und alles 60 min halb bdeckt köcheln lassen.

Süßkartoffeln schälen, klein würfeln und zur Suppe geben. 15 min weiterköcheln lassen,

Pasta zugeben. Wenn nötig, noch etwas Wasser angießen. Alles köcheln lassen, bis die Pasta al dente ist, dann mit Salz abschmecken.

Zum Servieren in Schalen schöpfen, mit reichlich Pfeffer übermahlen, mit Kräutern bestreuen und mit Olivenöl beträufeln.


Goldenes Eiercurry

Ich esse für mein Leben gerne Eiercurry – hartgekochte Eier in einer currywürzigen Tomatensauce, das gibt es nicht nur, wenn hart gekochte Eier von Ostern übrig sind. Bisher gab es meist diese Variante hier, die aus Nordindien kommt.

Aber auch in Burma isst man Eiercurry, und die Version, die Naomi Duguid in ihrem Burma-Kochbuch* vorstellt, die gefällt mir noch etwas besser als die indische Variante. Es ist ein kleiner Arbeitsschritt, der das Curry zu etwas Besonderem macht: die Eier werden nach dem Kochen angebraten, bis das Eiweiß Blasen schlägt und eine Kruste bekommt.

Erst danach werden die Eier halbiert und kommen in die Sauce. Auch hier ist es eine Tomatensauce, gewürzt mit Knoblauch, Chili und Fischsauce. Dazu passen Reis oder Brot.


Für 4 Personen:

  • 4 Eier (Größe L)
  • Erdnussöl zum Braten
  • 1/2 TL gemahlene Kurkuma
  • 2 Schalotten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1/4 TL Cayennepfeffer
  • 300 g Tomaten
  • 2 TL Fischsauce
  • Salz
  • 2-3 grüne Chilischoten

Die Eier mit Wasser in einen Topf geben, alles zum Kochen bringen und die Eier 8 min garen. Abgießen, kalt abspülen und schälen.

Etwas Öl in einer Pfanne oder einem Wok erhitzen. Das Kurkumapulver darin verrühren, dann die Eier hineingeben und unter gelegentlichem Wenden braten, bis sie Blasen schlagen und rundherum goldbraun sind. Herausnehmen, auf einen Teller geben, halbieren und beiseite stellen.

Schalotten schälen und fein würfeln. Knoblauch schälen und hacken. Tomaten würfeln. Chilischoten in Ringe schneiden.

Das in der Pfanne verbliebene Öl erneut erhitzen, zur Not noch etwas zugeben. Schalotten und Knoblauch in die Pfanne geben und glasig braten.

Cayennepfeffer und Tomaten zugeben, unter Rühren braten, bis die Tomaten weich sind.

Mit Fischsauce und Salz würzen. Chilischoten zugeben, dann die Eier mit der Schnittfläche nach unten in die Sauce geben und alles noch kurz weitergaren.

Heiß servieren. Dazu passen Reis oder Fladenbrot.


 

Saftiges Würzfleisch mit Kartoffeln

Das ist ein ein ebenso einfaches wie überraschend aromatisches Gericht, das Naomi Duguid in ihrem Burma-Kochbuch vorstellt: gewürfelte Kartoffeln werden in einer Hackfleischsauce gegart.

Das Fleisch wird zuvor mit Kurkuma, Koriander und Kreuzkümmel mariniert, was ein wenig an indische Gerichte erinnert. Der verwendete Pfeffer ist in Burma eigentlich nicht so zuhause, ergänzt das Gericht aber wunderbar.

Das ist ein Basisrezept, das zum Experimentieren einlädt – man kann den Kartoffeln weiteres Gemüse wie zum Beispiel Auberginen hinzufügen, eine andere Fleischsorte verwenden (Lammhack bietet sich an), oder wenn man es schärfer mag, noch einige in Ringe geschnittene Chilischoten mitgaren.


Für 3 Portionen:

  • 450 g Rinderhack
  • Salz
  • 1/4 TL gemahlene Kurkuma
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 2 EL Erdnussöl
  • 2 Schalotten
  • 1 EL Ingwer, geschält und gehackt
  • 450 g Kartoffeln
  • 2 große Tomaten
  • 1/2 TL Cayennepfeffer
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Das Hackfleisch in einer Schüssel mit Kurkuma, Kreuzkümmel und Koriander vermischen. Abdecken und eine Stunde zum Marinieren beiseite stellen.

Schalotten schälen und fein hacken. Kartoffeln schälen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Tomaten fein würfeln.

Öl in einer großen Pfanne oder einem Wok erhitzen. Schalotten und Ingwer darin anschwitzen, bis die Schalotten glasig und weich sind. Kartoffeln zugeben und unter Rühren leicht goldbraun braten.

250 ml Wasser angießen, salzen, aufkochen und alles 10 min leise simmern lassen.

Die Fleischmischung zugeben und gut rühren, damit keine großen Stücke in der Mischung bleiben. Falls alles zu trocken ist, noch etwas Wasser angießen; die Konsistenz soll saucig sein. Tomaten und Cayennepfeffer zugeben und alles köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken und gleich servieren.


 

Grünes Spargelcurry mit Kardamom und Kokosmilch

Oh Hilfe, wo bleibt nur die Zeit? Noch stecken wir in der Spargelsaison, also, eigentlich geht es auf das Ende zu. Und irgendwie bin ich noch nicht zu so viel Spargel gekommen, wie ich gerne hätte. Ich habe Nachholbedarf.

Wo ich dieses Curry genau gefunden habe, weiß ich nicht mehr – im Zweifel war es ein britisches Food-Magazin. Es stand seit dem Frühjahr auf meiner geistigen Nachkochliste, und hui, jetzt war ich ja doch schnell. Ich will ja nicht warten bis nächstes Jahr…

Das ist ein einfaches Gericht – wenn die Currypaste mal gemixt ist, steht es fix auf dem Tisch. Und grüner Spargel mit seinem kräftigen Aroma und die Chilipaste, die sind ein wirklich gutes Team. Fix noch machmachen, ehe wieder keinen Spargel mehr gibt….


Für 4 Portionen:

  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 3 Stängel Zitronengras
  • 1 grüne Chili
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 25 g Koraiandergrün plus einige Blättchen zum Anrichten
  • 6 Kapseln grüner Kardamom
  • 3 EL Erdnussöl
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • Salz
  • 1 Bund grüner Spargel (ca. 500 g)
  • etwas Limettensaft

Für die Currypaste den Ingwer schälen und grob hacken. Die äußeren harten Blätter des Zitronengrases ablösen, den Rest grob hacken. Chili in Ringe schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und hacken; Knoblauch schälen und hacken. Koriandergrün mit den zarten Stängeln grob hacken. Kardamom im Mörser anstoßen und die Samen aus den Kapseln holen.

Ingwer, Zitronengras, Chili, Frühlingszwiebeln, Koriandergrün, Knoblauch und Kardamom in einen Blitzhacker oder Mixer geben und mit dem Öl zu einer Paste pürieren.

Spargel putzen und in ca. 3 cm lange Stücke schneiden.

Wok auf dem Herd erhitzen. Die Paste erhitzen und unter Rühren zwei Minuten anrösten, bis sie duftet. Kokosmilch angießen, salzen, alles zum Kochen bringen und die Spargelstücke zugeben.

Alles ca. 5 min offen köcheln lassen, dann mit Salz und Limettensaft abschmecken.

Mit Koriandergrün bestreut servieren. Dazu passt Reis.


Sopa Seca

Das ist ein Gericht, das schon länger auf meiner (inneren) Nachkochliste steht. Aber irgendwas ist ja immer, und so steht es da schon längere Zeit. Aber jetzt nicht mehr – zum Glück gibt es im Kochtopf nämlich gerade ein passendes Event – Urs von Coconut and Cucumber sammelt Rezepte aus Südamerika.

Passt – sopa seca bedeutet nämlich “trockene Suppe” und ist ein klassisch peruanisches Rezept.  Hier und heute bezeichnet man das wohl als One-Pot-Pasta – die Nudeln werden in reichlich Brühe gegart, saugen die Brühe auf, und zack, schon ist die Suppe trocken.

Es gibt viele verschiedene Varianten – diese hier mit Hühnchen habe ich mir hier abgeschaut. Zum Gericht gibt es eine Geschichte: in der Gegend Perus, aus der das Gericht kommt, gab es viele italienische Einwanderer; diese brachten Pasta mit und Basilikum. Der Legende nach sahen die Einheimischen  die Leute Pasta mit Pesto essen; es war ihnen aber nicht klar, wie man Nudeln kocht. So kochten sie sie wie Reis, bis sie die Flüssigkeit aufsaugten. Das war die Geburtsstunde der sopa seca.

Für das Gericht braucht man das Fleisch von gehäuteten, entbeinten Hühnerschenkeln. Ich habe ich Gelegenheit ergriffen und aus den Knochen zusammen mit etwas Gemüse gleich die benötigte Hühnerbrühe gekocht.

Außerdem sieht das Gericht Anattosamen vor und eine bestimmte Chilipaste. Anatto färbt rot, man kann es zur Not weglassen. Die Ají-Panca-Paste ist eine eher mildere Chilipaste mit leicht schokoladigem Geschmack. Ich habe sie durch geräuchertes und scharfes Paprikapulver ersetzt.


Für 4 Portionen:

  • 1 Bund Basilikum
  • ca. 1 l Hühnerbrühe
  • 600 g Fleisch von gehäuteten, entbeinten Hühnerschenkeln (ca. 1 kg Hühnerschenkel brutto)
  • 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL Annatto-Samen
  • 30 ml neutrales Öl
  • 1 rote Zwiebel
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 Karotte
  • 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
  • 400 g Spaghetti
  • frisch gehackte Petersilienblättchen zum Servieren

Basilikum zupfen und zusammen mit 250 ml Hühnerbrühe so fein wie möglich mixen.

Das Hühnerfleisch in mundgerechte Stücke schneiden und in einer Schüssel mit gemahlenem Kreuzkümmel und etwas Salz und Pfeffer vermischen. Beiseite stellen.

Das Öl in einem kleinen  Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Annatto hinzugeben und einige Minuten braten, bis die Samen ihre Farbe abgegeben haben. Von der Hitze nehmen und das Öl durch ein feines Sieb in einen großen Topf abseihen.

Den großen Topf bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen und das Hühnerfleisch darin von allen Seiten anbräunen. In eine saubere Schüssel geben und beiseite stellen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.  Karotte schälen und würfeln.

Topf wieder auf den Herd stellen und die Zwiebel darin bei mittlerer Hitze braten, bis sie weich ist. Knoblauch zugeben und eine Minute mitbraten, dann beide Sorten Paprika und die Karotte zugeben. Kurz weiterbraten.

Jetzt die Tomaten zugeben und alles köcheln lassen, bis die Masse etwas reduziert ist. Basilikumpüree zugeben und alles kräftig salzen. Es darf ordentlich salzig sein, denn die Nudeln nehmen auch noch Salz auf.

Die Spaghetti in der Mitte durchbrechen und in den Topf geben. Restliche Hühnerbrühe angießen und alles zum Kochen bringen. In der nächsten Zeit immer wieder umrühren, damit die Nudeln nicht aneinander kleben.

5 min unter gelegentlichem Rühren kochen lassen, dann das Hühnerfleisch zugeben.

Ohne Deckel unter gelegentlichem Rühren weiter garen, bis die Pasta bissfest ist und die meiste Flüssigkeit aufgesaugt hat. Mit Salz abschmecken.

Zum Servieren auf Teller verteilen und mit Petersilie bestreuen.


 

Graupen-Kräuter-Suppe

Das ist ein Gericht, das sehr typisch für die persische Küche ist: der Umgang mit Kräutern ist ein ganz anderer, als wir es in Mitteleuropa gewohnt sind. Wir benutzen Kräuter gerne als würzende oder dekorative Elemente, in der persischen Küche sind sie gerne auch einmal die Hauptzutat; man denke nur an den Kräuterteller oder das Omelette mit Kräutern, das gerne auf dem dem Tisch steht.

So ist es auch bei dieser Suppe aus “Persisch vegetarisch“*: es sind Graupen drin und Linsen, das macht wohlig satt. Die Hauptsache aber sind die vielen Kräuter. Das schmeckt nicht nur toll und sorgt für Farbe, sondern gerade im Immer-noch-Winter, wenn frische Grünzeug nicht so toll verfügbar ist wie im Sommer, wirkt das richtig aufmunternd.

Traditionell wird die Suppe mit Kashk, also getrocknetem Joghurt verfeinert. Wer das nicht zur Verfügung hat, kann statt dessen Sauerrahm verwenden. So habe ich es gemacht.


Für 4 Portionen:

  • 75 g grobe Gerstengraupen
  • 2 Zwiebeln
  • Rapsöl zum Braten
  • 100 g glatte Petersilie
  • 100 g Koriandergrün
  • 200 g Blattspinat
  • 1/2 TL gemahlene Kurkuma
  • 75 g grüne Linsen
  • 100 ml Kashk oder 100 g saure Sahne
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 EL getrocknete Minze

Die Graupen in ein feinmaschiges Sieb geben, abbrausen, dann in einen großen Topf geben, 2 cm hoch mit Wasser bedecken und mindestens 2 h einweichen.

Die Linsen ebenfalls abbrausen, dann zu den Graupen in den Topf geben und alles 30 min köcheln lassen. Dabei nach Bedarf weiteres Wasser angießen.

Während alles kocht, die Zwiebeln schälen und fein hacken. Kräuter zupfen, Spinat putzen, alles fein hacken.

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin goldgelb anbraten. Kräuter, Spinat und Kurkuma zugeben und alles bei mittlerer Hitze unter Rühren weitere 5 min braten.

Kräuter und Zwiebeln und Graupen und Linsen geben, alles bei mäßiger Hitze weitere 30 min köcheln lassen. Wenn die Suppe zu dick wird, weiteres Wasser angießen.

Wer Kashk verwendet, verdünnt ihn mit 100 ml Wasser und läßt die Mischung in einem Topf 20 min köcheln. Danach zur Suppe geben. Sauerrahm einfach am Ende des Kochvorganges zur Suppe geben. Suppe mit Salz und Pfeffer würzen.

Knoblauch schälen und fein hacken. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, den Knoblauch darin goldgelb braten. Minze zugeben und kurz mitbraten.

Suppe in Schalen schöpfen und mit der Knoblauchmischung bestreut servieren


Fischcurry aus dem Dampf

Dieses Gericht aus Amelia Vasilievs Buch über das Dampfgaren* hat quasi so eine Art Orden verliehen bekommen – die Formel lautet: “Das kannst Du öfter machen”.

Es ist ein sehr einfaches Curry, fix gemacht und mit jeder Menge Aroma: Fisch und Gemüse werden über der Sauce aus Kokosmilch und Currypaste gegart und erst auf dem Teller vermischt. Der Fisch ist herrlich zart und das Gemüse hat noch Biss – passt alles.

Im Original werden als Gemüse Zuckerschoten verwendet, ich hatte statt dessen Zucchini.


2 Portionen:

  • 1 TL Rapsöl
  • 1 Schalotte
  • 1 großzügiger TL rote Currypaste
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • 250 g weißfleischiges Fischfilet (ich hatte Seelachs)
  • 150 g Zucchini oder Zuckerschoten
  • 1/2 Limette, der Saft
  • 2 TL Fischsauce
  • 1/2 Bund Koriandergrün
  • 1 rote Chili
  • Salz

Schalotte schälen und fein hacken. Fisch in mundgerechte Stücke schneiden. Zucchini putzen und in Scheiben schneiden; wer Zuckerschoten verwendet, halbiert sie längs.

Das Öl in einem Topf erhitzen. Schalotte und Currypaste darin eine Minute anbraten. Sobald die Currypaste zu durften beginnt, die Kokosmilch angießen.

Einen  passenden Dämpfeinsatz mit Backpapier auslegen, Fisch und Gemüse hingeben, den Einsatz auf den Topf stellen und einen dicht schließenden Deckel auflegen.

Hitze auf niedrig stellen und alles ca. 5 min dämpfen, bis der Fisch gar ist.

Inzwischen Koriander zupfen und hacken; Chilischote in Ringe schneiden.

Fisch und Gemüse auf Servierschalen verteilen. Die Garflüssigkeit mit Fischsauce und Limettensaft würzen, mit Salz abschmecken und über den Fisch geben.

Alles mit Chiliringen und Koriandergün bestreuen und gleich servieren.


Hühnchen mit Chorizo aus dem Dampf

Das ist unser vorläufiges Lieblingsgericht aus “Alles aus dem Dampf“*. Wir sprechen von gedämpfter Hühnerbrust – das könnte ja auch fade sein. Die Hühnerbrust wird aber vor dem Garen mit Chorizo und süßer Chilisauce mariniert, und das hat durchaus einen Effekt – die Chorizo gibt gut Aroma ab, und ja, auch Fett. Ist ja ein Geschmacksträger.

Das ist ein schönes Hauptgericht für zwei, das mit minimalem Zeitaufwand auf dem Tisch steht. Die Hühnerbrust wird in Streifen geschnitten und zusammen mit der Chorizo mariniert, das kann man gut im voraus erledigen. Wenn es ans Kochen geht, schneidet man nur noch Karotte und Frühlingszwiebel und dämpft alles 10 Minuten. Würzen, und dann nichts wie an den Tisch.


Für 2 Portionen:

  • 250 Hühnerbrust
  • 60 g Chorizo
  • 2 EL süße Chilisauce
  • 1 Karotte
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 EL Honig
  • 3 EL Sojasauce
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Hühnerbrust in dünne Scheiben schneiden, ebenso die Chorizo. In eine Schüssel geben, gründlich mit der Chilisauce vermischen und zugedeckt mindestens eine Stunde marinieren lassen.

Karotte schälen und in Scheiben schneiden. Frühlingszwiebel putzen und ebenfalls in Scheiben schneiden.

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und einen passenden Dämpfeinsatz mit Backpapier auskleiden. Fleisch und Chorizo zusammen mit der Marinade zugeben, dann das Gemüse.

Einen dicht schließenden Deckel auflegen und alles 10 bis 12 min dämpfen, bis das Fleisch gar ist.

Alles mitsamt dem entstandenen Sud in eine Schüssel geben, Sojasauce und Honig zufügen, gut durchmischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und gleich servieren.