Mac and Cheese mit Brie, Äpfeln und Pancetta | Werbung

– Enthält Werbung für Krups iPrep&Cook Gourmet –

Pasta mag ich ja sowieso, und Mac and Cheese – ja, geht eigentlich immer. Es muss aber nicht immer das Gleiche sein; bei Molly Yeh zum Beispiel findet man da viele tolle Varianten. (Das zugehörige Buch stelle ich Euch auch noch vor…). Diese hier hat mich  sooo angelacht, und zu Recht: da ist Brie an der Sauce, das macht sie richtig schön zart-schmelzend, die Apfelstückchen passen super und ganz ehrlich – ein Topping aus Nüssen kann ohnehin nicht schaden.

Die Sauce beruht ja auf einer Bechamel, und ich habe sie komplett in der Krups iPrep&Cook Gourmet gemacht – das ist eine weitere Vereinfachung zur Bechamel aus dem Mixer, die ich hier schon mal vorgestellt habe. Jetzt ist es nochmal ein bisschen einfacher – die Zutaten für die Grundsauce werden zusammen unter Rühren erhitzt, dann  kurz der Käse darin geschmolzen. Geht klümpchenfrei und nebenbei und in nur einem Topf, denn ich habe am Ende auch gleich noch die Nudeln und alle anderen Zutaten untergehoben unterheben lassen.

Für 4 Portionen:

  • 250 g kurze Nudeln
  • 30 g Butter
  • 1 Schalotte
  • Salz
  • 1/4 TL Paprika edelsüß
  • 1/4 TL Cayennepfeffer
  • Muskatnuss
  • 1 Prise Piment
  • Pfeffer aus Mühle
  • 40 g Mehl
  • 750 ml Milch
  • 125 g Brie
  • 125 g Gruyère
  • 100 g Pancetta
  • 1 Apfel
  • 75 g Walnusskerne
  • etwas Parmesan am Stück
  • Butter für die Form

Die Pasta nach Packungsanleitung kochen, dabei die Garzeit um eine Minute verkürzen. Abgießen und abtropfen lassen.

Schalotte schälen und vierteln. In die Arbeitsschüssel der Prep&Cook geben, Universalmesser einsetzen  und alles 10  Sekunden bei Geschwindigkeit 12 zerkleinern,

Das Universalmesser durch den Rühraufsatz ersetzen. Ein kleines Stückchen von der Butter zur Schalotte geben, außerdem Salz, Paprika, Cayennepfeffer, Muskat, Piment und Pfeffer. Alles 2 Minuten  bei Geschwindigkeit 4 und 100 °C anrösten, dann die Milch angießen, alles auf Stufe 6  30 Sekunden mixen. Die restliche Butter zugeben, und die Sauce 9 Minuten bei 95°C garen, dabei über Geschwindigkeit  4 immer wieder mal rühren lassen.

Inzwischen Ofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Eine große oder 4 bis 6 kleine Auflaufformen mit Butter ausstreichen.

Den Brie entrinden und in kleine Stücke schneiden. Den Gruyère reiben. Den Pancetta in Streifen schneiden, in einer Pfanne knusprig braten und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Den Apfel vierteln, das Kerngehäuse entfernen und den Rest in kleine Würfel schneiden.

Walnusskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, abkühlen lassen und grob hacken.

Wenn die Sauce gegart ist, die Käsesorten zugeben und alles eine Minute auf Stufe 6 rühren lassen, dann die Nudeln und 3/4 der Apfelstücke kurz unterheben.

Die Masse in die vorbereiteten Formen füllen, mit den restlichen Apfelstücken und den Walnüssen belegen und etwas Parmesan darüber reiben. Im heißen Ofen ca. 25 min backen, dann vor dem Servieren 5 min ruhen lassen.

Überbackene Blumenkohlsteaks

Oft genug habe ich es erwähnt  – ich liebe Blumenkohl in Käsesauce. Aber dennoch, auch hier habe ich gegen Abwechslung nichts einzuwenden; und so kamen mir diese überbackenen Blumenkohlsteaks aus Olia Hercules “Kaukasis” gerade recht.

Olia Hercules hat das Rezept von Tante Nina – die liebt Blumenkohl und denkt sich immer neue Dinge damit aus. Im Original verwendet die Tante wohl “irgendeinen Industriekäse”, aber mit Gruyère schmeckt das Ganze nochmal so gut.

Im Buch wird das Gericht als Beilage für 4 Personen veranschlagt; wir haben es mit Reis und Salat als Hauptgericht gegessen.

  • 1 Blumenkohl
  • 10 g Butter
  • 1 EL neutrales Öl
  • 1 Zwiebel
  • 4 Eier
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 150 g Gruyère
  • 1 EL Koriandergrün, gehackt
  • 1 EL Dill, gehackt
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Blumenkohl inklusive Strunk in ca. 2 bis 3 cm dicke Scheiben schneiden. Die Röschen, die abfallen, für später aufheben.

Butter und Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Blumenkohlscheiben darin von beiden Seiten kräftig braun anbraten und anschließend in eine Auflaufform legen.

Zwiebel schälen, in Streifen schneiden und in der Pfanne bei mäßiger Hitze anbraten, bis sie goldbraun und weich sind. Wenn nötig, noch etwas Öl zugeben.

Die Eier leicht verquirlen. Knoblauch schälen und ganz fein hacken. Käse reiben.

Eier, Knoblauch, Zwiebeln, Kräuter und Käse vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken; jetzt kann man auch die abgefallenen Blumenkohlröschen zugeben. Die Masse über den Blumenkohl verteilen.

Die Form in den Ofen schieben und alles 15 bis 20 min backen. Die Eimasse soll fest sein und der Käse goldbraun.

Gleich servieren; ein grüner Salat passt gut dazu.

Süßkartoffel-Blumenkohl-Auflauf mit Kokosmilch

Das ist mein bisheriges Lieblingsrezept aus Sarah Brittons “Einfach gut essen“*. Ihr wisst ja, ch habe eine gewissen Vorliebe für den klassischen Blumenkohl mit Käsesauce; und dies hier ist ein Auflauf, der ebenso heimelig wirkt, obwohl er ganz anders ist.

Es werden Blumenkohl und Süßkartoffeln geschichtet, mit einer Sauce aus Kokosmilch und Sojasauce übergossen und dazu gibt es eine herzhafte Kruste aus Haferflocken und Nüssen. Das ist würzig und macht satt und zufrieden, ohne dass man hinterher ein Verdauungsnickerchen braucht.

Gewürzt wird mit Nelken, Kardamom und Muskat; alternativ kann man auch getrocknete Kräuter verwenden.

Für 6 Portionen:

  • 400 ml Kokosmilch
  • 2 EL Sojasauce (original: 1 EL Tamari)
  • je 1/4 TL gemahlene Nelken, Kardamom und Muskat
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 27 g Mandelkerne
  • 80 g Sonnenblumenkerne
  • 100 g Haferflocken (original: glutenfreie)
  • 2 EL Rapsöl (original: Kokosöl)
  • 500 g Süßkartoffeln
  • 1 Blumenkohl
  • frische Kräuter für die Deko

Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Kokosmilch mit Sojasauce und Gewürzen verquirlen und  alles mit Salz würzen.

Die Mandeln, Sonnenblumenkerne und Haferflocken mit 1/2 TL Salz im Mixer grob mahlen. Rapsöl und 2 EL der Kokosmilchmischung zugeben und alles nochmals kurz mixen.

Süßkartoffeln schälen (original bleibt die Schale dran) und in 8 mm dünne Scheiben schneiden. Den Blumenkohl vierteln und mitsamt dem Strunk ebenfalls in 8 mm dünne Scheiben schneiden. Blumenkohl und Süßkartoffeln abwechselnd in eine Auflaufform schichten, dabei jede Schicht salzen.

Die Kokosmilchmischung über das Gemüse gießen, dann die Mandelmasse darauf verteilen. Die Form abdecken.

Gemüse ca. 35 min im heißen Ofen braten, dann die Abdeckung entfernen und den Auflauf weitere 10 min braten.

Mit frisch gehackten Kräutern bestreut servieren.

Blumenkohl in Käsesauce auf meine Art

Das ist ein wirklicher Klassiker, ein Lieblingsgericht aus Kindertagen, das auch heute hier immer wieder auf dem Tisch steht. Ich glaube, es war sogar eines der Gerichte, mit deren Zubereitung ich mich als erstes ernsthaft befasst habe, nachdem ich eine eigene Wohnung hatte. Ich meine in dem Sinne, dass ich versuchte, etwas nachzuempfinden, was zuhause auf dem Tisch stand.

Inzwischen mache ich das Ganze aber ein wenig anders als früher. Ich mag es ganz gern, wenn der Blumenkohl nicht so weich ist und noch ein wenig Biss hat, deshalb koche ich ihn nur ganz kurz vor. Und wußtet Ihr, dass man Bechamelsauce mit Hilfe des Mixers vorbereiten kann? Ich habe den Trick bei Rose Elliot* entdeckt. Das funktioniert super, es gibt keinen Grund, Bechamel jemals wieder anders zu machen…

Für 4 Personen:

  • 1 Blumenkohl
  • Salz
  • 25 g Butter
  • 25 g Mehl
  • 2 TL Senf (mittelscharfe Sorte)
  • 500 ml Milch
  • Muskatnuss; Pfeffer aus der Mühle
  • 100 g Käse, verschiedene Sorten (ich hatte diesmal Cheddar und Bergkäse)
  • 1 Tomate

Den Blumenkohl in Röschen teilen, den Strunk in feine Scheiben schneiden. Alles mit etwas Salz in einen großen Topf geben, mit Wasser bedecken, Deckel auflegen und das Ganze zum Kochen bringen. Einmal aufkochen lassen, dann sofort abgießen, in einem Sieb abtropfen lassen und in eine Auflaufform geben.

Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Für die Sauce Milch, Butter, Mehl und Senf in den Mixer geben. Gründlich durchmixen, dann in einen Topf geben. Bei mir waren noch kleine Klümpchen von Butter und Mehl zu sehen, aber das ist in Ordnung so.

Die Mischung in einen Topf geben und zum Kochen bringen, dabei immer wieder mal mit dem Schneebesen durchrühren. Alles 10 min sanft köcheln lassen; so verschwindet der Mehlgeschmack. Den Käse reiben und ca. 2/3 des Käses unter die Sauce rühren. Sauce mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und über den Blumenkohl gießen.

Die Tomate halbieren, in feine Scheiben schneiden und die Scheiben auf dem Blumenkohl verteilen.

Den Auflauf im heißen Ofen ca. 30 min backen, bis die Sauce an den Rändern blubbert und der Blumenkohl leicht gebräunt ist.

Tarte à choucroute

Es gibt viele Rezepte mit Sauerkraut in “Echt Elsass“*. Da gibt es die klassische Choucroute und eine modernisierte Variante mit Fisch, es gibt kleine, mit Bergkäse überbackene Aufläufchen und eben diese Tarte, die ich ausprobiert habe.

Die Tarte mit ihrer Füllung aus gegartem Sauerkraut, Speck und Bergkäse wird mit einer Ei-Sahne-Mischung überbacken und ist recht üppig. Die feine Säure sorgt dafür, dass sie dennoch schön frisch schmeckt.

Vom Rezept bin ich allerdings etwas abgewichen. Da wird Mürbteig aus 500 g Mehl verwendet, das erschien mir etwas viel für eine normal große Form. Und die Backzeit musste ich erhöhen.

Für eine Form vom 23 cm Durchmesser:

Teig:

  • 250 g Mehl (ich hatte Dinkel 630)
  • 125 g Butter, kalt und in Würfeln
  • 5 g Salz
  • 60 ml Wasser

Füllung:

  • 500 g Sauerkraut, gegart
  • 150 g Räucherspeck
  • 100 g Gruyère
  • 4 Eier
  • 150 ml Sahne
  • 150 ml Milch
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • einige Stängel glatte Petersilie

Ich mache Mürbteig immer in der Küchenmaschine*. Dafür Mehl, Salz und Butterwürfel in die Schüssel der Maschine geben und die Maschine laufen lassen, bis die Mischung aussieht wie grober Sand. Bei laufender Maschine das Wasser zugießen. Wenn alles zu einem Teig zusammengekommen ist, den Teig herausholen, zu einer Scheibe flachdrücken und in Frischhaltefolie gepackt 30 min kühl stellen.

Ofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche etwas größer als die Form ausrollen, in die Form legen und einen Rand hochziehen.

Speck würfeln, Käse reiben. Sauerkraut, Speck und Käse auf dem Teigboden verteilen. Eier und Sahne verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzig abschmecken. Alles über die Sauerkrautmischung gießen.

Tarte im heißen Ofen 30 bis 40 min backen. Herausnehmen und kurz ruhen lassen. Petersilie zupfen und hacken, über die Tarte streuen und alles servieren.

Dazu passt ein knackiger, säuerlich angemachter Salat.

Späetziflette mit Bergkäse

Tartiflette kennt Ihr? Die Zeit schreibt, das Gericht wären “überbackene Kalorien“. Das Stimmt. Und nun, Frédéric Kempfs* Späetziflette steht so einer herzhaften Tartiflette in nichts nach. Ein bisschen erinnert das Gericht auch an Kässpätzle, allerdings sind Kässpätzle ein tatsächlich etwas weniger üppig.

Für die Späetziflette macht man zunächst Spätzle. Diese werden dann mit Speck und Käse überbacken, und damit alles auch schön cremig wird, spielt noch etwas Sahne mit. Als Käse wird eigentlich der elsässer Barikass, ein Bergkäse verwendet; ich hatte statt dessen tiroler Bergkäse.

Das ist ein wirklich üppiges Gericht, man tut gut daran, einen säurebetont angemachten Salat zu servieren.

Für 4 Personen:

Spätzle:

  • 200 g Weizenmehl 405
  • 2 Eier
  • 100 ml Milch
  • eine großzügige Prise Salz

Auflauf:

  • die frisch gemachten Spätzle
  • Butter für die Form
  • 150 g Räucherspeck
  • 200 g Bergkäse
  • 250 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • frische Kräuter oder Blüten zum Garnieren; ich hatte Erbsengrün

Für die Spätzle alle Zutaten mit dem Handmixer zu einem glatten Teig verarbeiten; der Teig soll Blasen werfen. Teig 30 min ruhen lassen. Dann reichlich Salzwasser in einem großen Topf erhitzen. Die Spätzle portionsweise entweder in das Wasser schaben oder den Teig durch eine Spätzlepresse oder ein Spätzlesieb geben. Garen, bis sie an die Oberfläche kommen, dann mit einem Schaumlöffel herausholen und gleich kalt abbrausen, damit sie nicht zusammenkleben.

Für den Auflauf den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform mit Butter ausstreichen.

Den Speck in feine Streifen schneiden, den Käse in kleine Würfel.

Die Hälfte der Spätzle auf dem Boden der Form verteilen, mit der Hälfte der Speck- und Käsewürfel bestreuen. Die Hälfte der Sahne darüber gießen, dann die nächste Schicht nach dem gleichen Prinzip darüber geben. Im heißen Ofen ca. 15 bis 20 min backen, bis der Käse geschmolzen ist. Mit Kräutern garniert servieren.

Kleine Pastetchen mit Süßkartoffel und Aubergine

Irgendetwas war schief gelaufen. Ich habe ja nun wirklich schon lange eine Abokiste, und normalerweise klappt das auch ganz gut mit dem Aufbrauchen. Aber diesmal quoll das Gemüsefach über – Zeit, eine Lieferpause einzulegen und erst mal die Reste aufzubrauchen. Unter anderem: zwei Süßkartoffeln, eine Aubergine, eine Menge Paprikaschoten.

Ich esse jegliche Sorten Gemüse. Der Rest der Familie ist von manchen Sorten dann aber doch weniger begeistert und Süßkartoffeln und Auberginen stehen für sie recht weit oben auf der Liste der verzichtbaren Pflanzen. Aber manchmal ist es dann eben doch einfach eine Frage der Verpackung – die Pastetchen waren blitzschnell weggeputzt. Schmeckt wie Barbecue, meinte mein Sohn…..Ja, geräuchertes Paprikapulver und Cabanossi haben ihre Arbeit getan.

Das Rezept habe ich in diesem schönen jüdischen Kochbuch* gefunden. Und mich dann doch ein wenig gewundert. Ob das wirklich koscher ist mit der Butter im Blätterteig und der Wurst in der Füllung? Und in meiner Cabanossi war noch dazu Schweinefleisch. Aber wie auch immer – ich lebe ja nicht koscher….

Für ca. 30 Pastetchen:

Teighülle:

  • Topfenblätterteig aus 300 g Mehl, 300 g Quark und 150 g Butter oder zwei Rollen Butterblätterteig aus dem Kühlregal

Füllung:

  • 1 kleine Süßkartoffel
  • 1 kleine Aubergine
  • 1 kleine gelbe Paprikaschote
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 150 g Cabanossi
  • 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 EL Balsamico
  • Salz, Pfeffer
  • Mehl zum Arbeiten
  • 1 Ei, verquirlt mit etwas Milch

Wenn nötig, Topfenblätterteig herstellen wie hier beschrieben und kühl stellen.

Für die Füllung Süßkartoffel schälen und in höchstens 3 mm kleine Würfel schneiden. Aubergine und Paprika putzen und ebenso klein würfeln; Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Cabanossi ebenfalls ganz fein würfeln.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Süßkartoffeln darin anbraten, dann nach und nach Aubergine, Zwiebel, Paprika und Knoblauch zugeben. Braten, bis das Gemüse weich ist, dabei immer wieder mal umrühren. Gegen Ende der Garzeit Cabanossi zugeben, dann mit Salz,  Pfeffer, Paprika und Balsamico würzen. Von der Hitze nehmen und abkühlen lassen.

Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Zwei Bleche mit Backpapier auslegen.

Die Hälfte des Topfenblätterteigs auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche nicht zu dünn ausrollen, den Rest wieder kühl stellen. Mit einem runden Ausstecher von ca. 8 cm Durchmesser so viele Kreise wie möglich ausstechen. In die Mitte jedes Kreises einen großzügig gehäuften Teelöffel Füllung geben. Die Teigkreise zu Halbmonden zusammenklappen und die Ränder mit den Fingern Falten in die Teigränder kneifen. Man sieht das später nicht mehr, aber es sorgt dafür, dass die Taschen beim Backen nicht aufgehen. Fertige Pastetchen auf das Blech legen. Mit der zweiten Hälfte von Teig und Füllung ebenso verfahren.

Die Teigtaschen mit der Ei-Mischung bepinseln. Im heißen Ofen in ca. 20 min goldbraun ausbacken, dabei nach der halben Zeit die Bleche einmal durchrotieren.

Börek-Schnecken mit Zucchini-Schafskäse-Füllung

Strudel! Heute gibt es Strudel in den verschiedensten Varianten. Ich habe fröhlich zugesagt, als ich gefragt wurde, ob ich Lust auf ein gemeinsames Strudelevent habe. Ins Grübeln gekommen bin ich dann hinterher.

Strudel ist nicht so ganz meine Königsdisziplin; ich habe Euch mal ein Buch vorgestellt, bin danach aber wieder faul geworden. Das mit dem Teig ausziehen….kann ich schon. Ist aber nicht meine leichteste Übung.

Aber gut, mir fiel ein, es gibt so viele Rezepte in der südosteuropäischen und türkischen Küche, die auch mit hauchdünnem Teig, in den etwas eingerollt wird, arbeiten. Denn nichts anderes ist ein Strudel ja. Und so fielen mir die Börekschnecken ein. Börek wollte ich schon immer mal machen, hatte aber immer gehörigen Respekt vor dem Teig.

Ich hatte mir sicherheitshalber eine Packung Strudelteig als Backup gekauft, aber die habe ich gar nicht gebraucht. Der Teig aus “Türkei vegetarisch“* ist wirklich gelingsicher. Im Rezept steht nur “Mehl”. Ich habe doppelgriffiges Mehl (“Wiener Griessler”) genommen – das ist wirklich optimal für Strudelteig. Es ist sehr fein und gleichzeitig sehr quellfähig. Abgesehen davon wird der Teig nicht gezogen, sondern ausgerollt; man braucht ein wenig Geduld, aber schwer ist das nicht.

Für 4 Schnecken:

Teig:

  • 175 g Mehl (ich hatte Wiener Griessler, also doppelgriffiges Mehl)
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Rapsöl
  • 100 ml Wasser

Füllung:

  • 300 g Zucchini
  • 200 g Feta
  • 1 TL getrocknete Minze
  • Salz, Chiliflocken

Zum Fertigstellen:

  • 50 g Butter
  • 2 EL Milch
  • Schwarzkümmel zum Bestreuen

Für den Teig Mehl und Salz in eine Schüssel geben. Öl und Wasser zufügen und alles mit den Händen zu einem elastischen Teig verkneten, der nicht mehr klebt. Die Schüssel gut abdecken und den Teig 45 min ruhen lassen.

Während der Teig ruht, für die Füllung die Zucchini putzen und grob in eine Schüssel reiben. Den Feta dazubröseln und alles mit einer Gabel zu einer Füllung zusammendrücken. Mit Chiliflocken, und, wenn nötig, Salz abschmecken.

Die Butter in einem kleinen Topf zerlassen und dann die Milch unterrühren.

Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.

Jetzt geht es ans Ausrollen des Teiges: dafür die Arbeitsfläche ganz leicht mit Mehl bestäuben. Den Teig in zwei gleich große Teile teilen. Einen Teil abgedeckt in der Schüssel lassen, damit er nicht austrocknet. Den anderen Teil auf der Arbeitsfläche zu einem runden Fladen ausrollen, der so dünn wie möglich sein soll. Das geht am besten mit einer Oklava*, das ist ein langes, dünnes türkisches Nudelholz, das es für kleines Geld im türkischen Haushaltswarenladen gibt. Auch die Oberseite des Teiges immer wieder leicht mit Mehl bestäuben und dabei das Mehl mit der Handfläche auf dem Teig verstreichen. Den Teig beim Ausrollen immer wieder um 45 Grad drehen. Er ist dünn genug, wenn man durch ihn hindurch den Untergrund sehen kann.

Den so entstandenen Teigfladen halbieren. Jedes Teigstück mit etwas Buttermischung bestreichen. Dann ein Viertel der Füllung an der langen Seite des Teigstückes verteilen. Die Teigstücke von der Seite mit der Füllung her aufrollen, die so entstandene Wurst zu einer Schnecke aufrollen und die Schnecke auf das Blech legen.

Mit der zweiten Hälfte des Teiges ebenso verfahren.

Die Schnecken mit der restlichen Buttermischung bepinseln, mit Schwarzkümmel bestreuen und im heißem Ofen in ca. 40 min goldbraun backen.

10 min mit einem Geschirrtuch bedeckt ruhen lassen, dann noch warm servieren. Dazu passt ein Dipp aus Joghurt, gewürzt mit Nana-Minze und Salz.

Jetzt habt Ihr doch bestimmt Lust auf noch mehr Strudel, oder? Dann bitte hier entlang:

Christine von Anna Antonia – Strudel mit Trockenfrüchten
Birgit von Backen mit Leidenschaft – Apfel-Mandel-Strudel und Ricottastrudel á la Cassata
Sina von Giftigeblone – Strudel mit weißem Mohn, Birnen und Walnüssen
Susanne von Magentratzerl – Börekschnecken mit Zucchini-Schafskäse-Füllung
Petra von Obers trifft Sahne – Bärlauch-Topfenstrudel
Aniko von Paprika meets Kardamom – Kürbis-Feta-Strudel
Christina von The Apricot Lady – mediterraner Strudel
Susi von Turbohausfrau – Krautstrudel mit Paprikasauce
Ariane von Tra dolce es amaro – Caramelle di strudel con ricotta e frutti di bosco

Keema Pie

Hachis Parmentier oder Shepherd’s Pie, also mit Kartoffelpüree überbackene Fleischsauce, das ist für uns hier das ultimative Comfort Food. Meist sammle ich in der Tiefkühle Reste von gegartem Fleisch, und wenn ich genug zusammen habe, dann ist es mal wieder soweit – es gibt Lieblingsessen. Allerdings muss man nicht unbedingt so lange warten; man kann das Ganze auch mit Hackfleisch machen. Wie das geht, habe ich hier schon gezeigt.
Aber gut, nichts ist in Stein gemeisselt und auch Lieblingsessen darf mal variiert werden. An dieser Variante ist der Umstand schuld, dass noch eine Süßkartoffel im Gemüsefach herumlungerte; auf der Suche nach Inspiration stieß ich auf dieses Rezept. Es kommt aus einer britischen Food-Zeitschrift; dem Sainsbury’s Magazine.
Keema – das ist klassischerweise ein indisches Hackfleischgericht. In dieser Variante ist es typisch angloindisches Fusion-Food; Shepherd’s Pie, indisch angehaucht. Statt einer Kartoffelhaube gibt es eine Haube aus Kartoffeln und Süßkartoffeln, in der Hackfleischsauce versteckt sich noch etwas Gemüse und gewürzt wird mit Curry und Garam Masala. Uns hat das richtig gut gefallen.
Für 4 Portionen:
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 große Karotte
  • 500 g Rinderhack
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Stück Ingwer
  • 1 EL Currypulver
  • 150 ml Rinderbrühe
  • 150 ml Passata
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 TL Garam Masala
  • 90 g Erbsen, TK
  • 500 g Kartoffeln
  • 500 g Süßkartoffeln
  • 75 g Cheddar, frisch gerieben
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
Kartoffeln und Süßkartoffeln schälen, würfeln und in Salzwasser gar kochen. Abgießen und zerdrücken.
Zwiebel, Knoblauch und Karotte schälen und fein hacken. Ingwer schälen und reiben.
Ofen auf 200°C vorheizen.
Öl in einer großen Pfanne erhitzen und Zwiebel und Karotte anbraten, bis die Karotte weich wird. Hackfleisch und ordentlich schwarzen Pfeffer zugeben. Hackfleisch krümelig braten, dann Knoblauch, Currypulver  und Ingwer zugeben. Durchmischen, dann Passata, Tomatenmark und Brühe angießen. Deckel auflegen, alles 20 min köcheln lassen. In den letzten 5 Minuten die Erbsen zugeben, den Deckel abnehmen und die Flüssigkeit einkochen lassen. Garam Masala zugeben und mit Salz abschmecken.
Die Mischung in eine Auflaufform geben und mit der Kartoffelmasse bedecken. Ich verwende gerne individuelle Portionsförmchen. Oberfläche aufrauen, dann mit dem Käse bestreuen.
20 bis 30 min backen, dann servieren.

Hühnchen mit Erbsen und Lauch aus dem Ofen

Erbsen sind so ein Standardgemüse, das ich immer in der Tiefkühle habe. Kann man immer brauchen. Diesmal war dann noch etwas Lauch in der Abokiste, und meine Rumsucherei in der Kochbuchbibliothek spuckte dieses Gericht aus.

Das Rezept ist von Nigella Lawson*, und das bedeutet wie üblich Folgendes: es ist sehr einfach und trotzdem ist ein besonderer Dreh dabei: das Ganze ist ein sehr einfach zuzubereitendes Gericht, es wird einfach alles zusammen in einer Form im Ofen gegart.  “Traybake” – ist gerade schwer angesagt. Ob es wohl “one pot” ablösen wird? Der Clou ist, dass die Erbsen einfach als unterste Schicht noch tiefgefroren in die Form kommen. Die Erbsen bekommen zwar so eine 70er-Jahre-Dosenerbsen-Farbe durch die lange Garzeit, werden aber genau richtig weich und schön süß. Und außerdem produzieren sie am Anfang der Garzeit beim Auftauen ordentlich Dampf. Das heißt, das Hühnchen wird erst gedämpft und dann gebraten, es ist also butterzart und saftig innen und herrlich knusprig außen.

Klingt gut? Dann los! Aber achtet darauf, dass Eure Auflaufform groß genug ist; zwischen den Hühnchenstücken muss Platz sein, damit das Ganze funktioniert.

Für 4 Personen:

  • 500 g Erbsen, tiefgefroren
  • 200 g Lauch (eine Stange)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 50 ml trockener Wermut
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Bund Dill
  • 4 Hühnerschenkel

Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Lauch putzen, in 2 cm dicke Ringe schneiden, gründlich waschen und abttropfen lassen. Knoblauch schälen und fein hacken. Dill zupfen und die Blättchen grob hacken. Die Hühnerschenkel im Gelenk teilen.

Die gefrorenen Erbsen auf dem Boden der Auflaufform verteilen. Lauch, Knoblauch, Wermut, 1 EL Olivenöl und einen Großteil des Dills zugeben. Alles gründlich durchmischen und mit Salz würzen.

Hühnchenteile auf das Gemüse legen, salzen und mit dem zweiten Esslöffel Olivenöl beträufeln. Alles für 45 min in den Ofen schieben.

Form herausnehmen und die Erbsen etwas druchmischen. Die Erbsen, die an der Oberfläche liegen, sollen in die Garflüssigkeit, damit sie nicht austrocknen. Der Lauch kann ruhig an der Oberfläche bleiben und ein wenig karamellisieren. Die Form für weitere 30 min in den Ofen schieben, bis das Hähnchen gegart und die Haut knusprig ist.

Zum Servieren den restlichen Dill über das Gericht geben. Dazu passen Kartoffeln oder knuspriges Brot, jedenfalls etwas, um die köstliche Flüssigkeit aufzusaugen, die beim Garen entsteht.