Mac and Cheese mit Brie, Äpfeln und Pancetta | Werbung

– Enthält Werbung für Krups iPrep&Cook Gourmet –

Pasta mag ich ja sowieso, und Mac and Cheese – ja, geht eigentlich immer. Es muss aber nicht immer das Gleiche sein; bei Molly Yeh zum Beispiel findet man da viele tolle Varianten. (Das zugehörige Buch stelle ich Euch auch noch vor…). Diese hier hat mich  sooo angelacht, und zu Recht: da ist Brie an der Sauce, das macht sie richtig schön zart-schmelzend, die Apfelstückchen passen super und ganz ehrlich – ein Topping aus Nüssen kann ohnehin nicht schaden.

Die Sauce beruht ja auf einer Bechamel, und ich habe sie komplett in der Krups iPrep&Cook Gourmet gemacht – das ist eine weitere Vereinfachung zur Bechamel aus dem Mixer, die ich hier schon mal vorgestellt habe. Jetzt ist es nochmal ein bisschen einfacher – die Zutaten für die Grundsauce werden zusammen unter Rühren erhitzt, dann  kurz der Käse darin geschmolzen. Geht klümpchenfrei und nebenbei und in nur einem Topf, denn ich habe am Ende auch gleich noch die Nudeln und alle anderen Zutaten untergehoben unterheben lassen.

Für 4 Portionen:

  • 250 g kurze Nudeln
  • 30 g Butter
  • 1 Schalotte
  • Salz
  • 1/4 TL Paprika edelsüß
  • 1/4 TL Cayennepfeffer
  • Muskatnuss
  • 1 Prise Piment
  • Pfeffer aus Mühle
  • 40 g Mehl
  • 750 ml Milch
  • 125 g Brie
  • 125 g Gruyère
  • 100 g Pancetta
  • 1 Apfel
  • 75 g Walnusskerne
  • etwas Parmesan am Stück
  • Butter für die Form

Die Pasta nach Packungsanleitung kochen, dabei die Garzeit um eine Minute verkürzen. Abgießen und abtropfen lassen.

Schalotte schälen und vierteln. In die Arbeitsschüssel der Prep&Cook geben, Universalmesser einsetzen  und alles 10  Sekunden bei Geschwindigkeit 12 zerkleinern,

Das Universalmesser durch den Rühraufsatz ersetzen. Ein kleines Stückchen von der Butter zur Schalotte geben, außerdem Salz, Paprika, Cayennepfeffer, Muskat, Piment und Pfeffer. Alles 2 Minuten  bei Geschwindigkeit 4 und 100 °C anrösten, dann die Milch angießen, alles auf Stufe 6  30 Sekunden mixen. Die restliche Butter zugeben, und die Sauce 9 Minuten bei 95°C garen, dabei über Geschwindigkeit  4 immer wieder mal rühren lassen.

Inzwischen Ofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Eine große oder 4 bis 6 kleine Auflaufformen mit Butter ausstreichen.

Den Brie entrinden und in kleine Stücke schneiden. Den Gruyère reiben. Den Pancetta in Streifen schneiden, in einer Pfanne knusprig braten und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Den Apfel vierteln, das Kerngehäuse entfernen und den Rest in kleine Würfel schneiden.

Walnusskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, abkühlen lassen und grob hacken.

Wenn die Sauce gegart ist, die Käsesorten zugeben und alles eine Minute auf Stufe 6 rühren lassen, dann die Nudeln und 3/4 der Apfelstücke kurz unterheben.

Die Masse in die vorbereiteten Formen füllen, mit den restlichen Apfelstücken und den Walnüssen belegen und etwas Parmesan darüber reiben. Im heißen Ofen ca. 25 min backen, dann vor dem Servieren 5 min ruhen lassen.

Süßkartoffel-Blumenkohl-Auflauf mit Kokosmilch

Das ist mein bisheriges Lieblingsrezept aus Sarah Brittons “Einfach gut essen“*. Ihr wisst ja, ch habe eine gewissen Vorliebe für den klassischen Blumenkohl mit Käsesauce; und dies hier ist ein Auflauf, der ebenso heimelig wirkt, obwohl er ganz anders ist.

Es werden Blumenkohl und Süßkartoffeln geschichtet, mit einer Sauce aus Kokosmilch und Sojasauce übergossen und dazu gibt es eine herzhafte Kruste aus Haferflocken und Nüssen. Das ist würzig und macht satt und zufrieden, ohne dass man hinterher ein Verdauungsnickerchen braucht.

Gewürzt wird mit Nelken, Kardamom und Muskat; alternativ kann man auch getrocknete Kräuter verwenden.

Für 6 Portionen:

  • 400 ml Kokosmilch
  • 2 EL Sojasauce (original: 1 EL Tamari)
  • je 1/4 TL gemahlene Nelken, Kardamom und Muskat
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 27 g Mandelkerne
  • 80 g Sonnenblumenkerne
  • 100 g Haferflocken (original: glutenfreie)
  • 2 EL Rapsöl (original: Kokosöl)
  • 500 g Süßkartoffeln
  • 1 Blumenkohl
  • frische Kräuter für die Deko

Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Kokosmilch mit Sojasauce und Gewürzen verquirlen und  alles mit Salz würzen.

Die Mandeln, Sonnenblumenkerne und Haferflocken mit 1/2 TL Salz im Mixer grob mahlen. Rapsöl und 2 EL der Kokosmilchmischung zugeben und alles nochmals kurz mixen.

Süßkartoffeln schälen (original bleibt die Schale dran) und in 8 mm dünne Scheiben schneiden. Den Blumenkohl vierteln und mitsamt dem Strunk ebenfalls in 8 mm dünne Scheiben schneiden. Blumenkohl und Süßkartoffeln abwechselnd in eine Auflaufform schichten, dabei jede Schicht salzen.

Die Kokosmilchmischung über das Gemüse gießen, dann die Mandelmasse darauf verteilen. Die Form abdecken.

Gemüse ca. 35 min im heißen Ofen braten, dann die Abdeckung entfernen und den Auflauf weitere 10 min braten.

Mit frisch gehackten Kräutern bestreut servieren.

Blumenkohl in Brokkoli-Käsesauce

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Ich esse so gern Blumenkohl in Käsesauce. Ich glaube, es war das erste Gericht, das ich gelernt habe zu kochen als das losging mit der Kocherei. Ich freue mich auch immer, wenn ich eine Abwandlung entdecke. Und so kam es, dass mich diese Variante aus Jamie Olivers Weihnachtskochbuch* natürlich angesprungen hat.

Ich bin ja außerdem jemand, der sehr gern Gemüse isst. Ich schaue immer, dass ich noch ein Fitzelchen zusätzlich ins Essen schmuggeln kann. Klar, dass ich die Idee, Brokkoli in der  Käsesauce unterzubringen gut fand. Und dann bekommt alles noch eine Knusperkruste – so hat der Blumenkohl Potential zum Lieblingsgericht.

Mein Auflauf ist farblich etwas….interessant. Das kommt vom verwendeten Cheddar. Ihr könnt auch andere gut schmelzende Käsesorten verwenden. Und wem auch beim Gemüse der Sinn nach Abwechslung steht, der kann auch Lauch so überbacken, oder Knollensellerie, oder Kartoffeln. Dabei dann die abweichende Garzeit beachten.

blumenkohl

Für 4 Personen als Hauptgericht:

  • 2 Zehen Knoblauch
  • 50 g Butter
  • 50 g Mehl
  • 600 ml Milch
  • 500 g Brokkoli
  • 75 g guter Cheddar
  • 1 kg Blumenkohl
  • 2 Scheiben Weißbrot vom Vortag
  • 2 Zweige Thymian
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 25 g gehobelte Mandeln

Backofen auf 180°C Ober-und Unterhitze vorheizen.

Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Knoblauch und Butter in einen Topf geben; die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Das Mehl zugeben, alles unter Rühren ca. 1 Minute anrösten, dann unter dauerndem Rühren mit dem Schneebesen langsam die Milch angießen. Unter Rühren sanft köcheln lassen, bis die Sauce glatt ist und andickt. Denn Brokkoli grob zerkleinern, in die Sauce geben und alles 20 min köcheln lassen, dann mit dem Kartoffelstampfer alles zerkleinern. Die Hälfte des Käses dazureiben und die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Blumenkohlröschen vom Stiel schneiden; den Stiel in Scheiben schneiden. Alles in eine ofenfeste Form geben, die Sauce daraufgießen und den restlichen Käse darüber reiben.

Brot im Blitzhacker mit 1 EL  Olivenöl, dem Thymian, 1 Prise Salz und den Mandeln grob zerkleinern. Auflauf mit den Bröseln bestreuen und im heißen Ofen 50 bis 60 min überbacken.

 

Suppengrün-Lasagne

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Diese Lasagne aus “Jetzt! Gemüse“* hat mich überrascht – ein Bund Suppengrün spielt darin die Hauptrolle. Im Grunde ist das Ganze eine Variation der klassischen Bolognese – statt Fleisch kommt eben zerkleinertes Gemüse in die Tomatensauce.

Überrascht war ich, weil ich mir den Geschmack anders vorgestellt habe – eher deftig. Aber das Suppengrün kann offensichtlich auch zarter, die Lasagne kommt recht mediterran daher.

Schneller auf dem Tisch als eine klassische Lasagne steht sie auch, denn sie kommt ohne Bechamelsauce aus. Das bedeutet aber nicht, dass sie leichter ist – es wird ordentlich Mozzarella und Butterkäse eingebaut.

Für 4 hungrige Esser:

  • 1 große Stange Lauch
  • 400 g Karotten
  • 400 g Knollensellerie
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Dose Tomaten (400 g)
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 EL getrockneter Oregano
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 250 g Mozzarella
  • 350 g Butterkäse
  • etwas Öl für die Form und zum Beträufeln
  • 200 g Lasagneblätter (die getrockneten, vorgegarten)

Den Lauch putzen, dann der Länge nach aufschneiden, unter fließendem Wasser gründlich ausspülen. Dann der Länge nach in Streifen und anschließend quer in Stücke schneiden.

Karotten und Sellerie schälen und in kleine Würfel schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken.

Etwas Öl in einem großen Topf erhitzen. Lauch, Karotten, Sellerie bei mittlerer Hitze zugedeckt ca. 5 min anbraten, dann Knoblauch und Oregano zugeben und kurz mitbraten. Tomaten zugeben, alles mit Salz und Pfeffer würzen und die Sauce ca. 30 bis 40 min köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Ich habe den Deckel aufgelegt, damit die Sauce nicht zu sehr eindickt. Die Lasagneplatten brauchen ja Flüssigkeit. Im Rezept wird ohne Deckel gekocht.

Während die Sauce kocht, Mozarella und Butterkäse in feine Streifen schneiden und miteinander vermischen. Eine passende Auflaufform mit Öl einpinseln. Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Auflaufform mit einer dünnen Schicht Käse auslegen, diese mit Lasagneplatten bedecken und schließlich eine Schicht vom Suppengrün-Sugo darauf geben. So weiter verfahren, bis alle Zutaten aufgebraucht sind, dabei mit einer Schicht Käse enden. Etwas Öl auf die Käseschicht träufeln und die Lasagne im heißen Ofen ca. 45 min backen, bis die Nudeln gegart und der Käse leicht gebräunt ist.

Die Lasagne 5 min ruhen lassen (sie lässt sich dann leichter schneiden) und servieren.

Pommes boulangères nach Bocuse

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Bocuse” – das ist das Thema des Events, das Petra für diesen Monat ausgerufen hat. Ich liebe ja bekanntermaßen die französische Küche. Ein Buch von Bocuse wohnt merkwürdigerweise trotzdem nicht in meinem Regal. Das sollte ich wohl mal ändern, aber irgendwie konnte ich mich nicht zu einer Kaufentscheidung durchringen.

Statt dessen habe ich mir die Kochpoetin zum Vorbild genommen und habe mein Glück in der Bücherei versucht. Da fiel die Entscheidung gar nicht schwer; es gab nämlich genau ein Buch zur Auswahl – “Bocuse in Ihrer Küche“* nämlich. Darin befinden sich klassische, gutbürgerliche Gerichte, die zuhause einfach nachzukochen sind. Tatsächlich sind die meisten Gerichte überraschend simpel.

Ich habe grob einmal durch das Buch geblättert – und dabei ist mir aufgefallen, dass ich noch nie Pommes Boulangères gemacht habe. Ein Fehler, denn der Kartoffelauflauf aus dem Ofen ist eine feine Sache – Kartoffeln, Tomaten, Speck. Oben knusprig, innen cremig und dank Tomaten und Speck schön aromatisch. Und auch nicht so schwer und üppig wie das Gratin Dauphinois.

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Für 4 Personen:

  • 1 kg Lagerkartoffeln
  • 500 g Tomaten
  • 125 g Speck, mager
  • 50 g Butter
  • 1 Zweig Thymian
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Butter für die Form

Den Ofen auf 210°C ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform mit Butter ausstreichen.

Die Kartoffeln schälen und waschen, dann in dünne Scheiben schneiden.

Tomaten kreuzweise einritzen, kurz in kochendes Wasser legen, herausholen, schälen und in Würfel schneiden. Den dabei entstehenden Saft auffangen.

Speck würfeln und in einer Pfanne knusprig braten.

Nun in die Auflaufform abwechselnd eine Schicht Kartoffelscheiben, eine Schicht Tomatenwürfel, einige Speckwürfel und einige Thymian-Blättchen schichten. Jede Schicht mit Salz und Pfeffer würzen und ein paar Butterflöckchen darauf geben. So verfahren, bis die Zutaten aufgebraucht sind. Am Ende das Lorbeerblatt in den Auflauf stecken und den aufgefangenen Tomatensaft und ein wenig Wasser angießen.

Die Form in den Ofen schieben und den Auflauf ca. 35 min garen.

Bon appétit 🙂

Cesars Gnocchi

cesars gnocchi

Ich habe tatsächlich noch nie Cesar Salad gemacht. Immer noch nicht, obwohl ich ihn seit langer Zeit auf meiner (geistigen) Liste der Dinge habe, ich unbedingt einmal ausprobieren muss. Es ist auch schon wieder etwas länger her, da habe ich bei ihr eine Suppe nach der Art eines Cesar Salad gesehen – die wollte ich auch nachbauen. Naja, bis jetzt blieb es beim Willen.
Aber dafür habe ich jetzt Cesar Gnocchi gemacht – das ist doch schon mal ein Fortschritt. Das Rezept aus Sebastian Dickhauts Nudelbuch* hat mich förmlich angesprungen. Und es hat uns alle begeistert.
Erstmal braucht man Gnocchi. Die werden im Buch aus dem Kühlregal genommen; ich habe sie lieber selbst gemacht.Das passt ganz gut, denn derzeit geistert immer wieder ein Gericht durchs  Netz, bei dem mit Begeisterung Fertig-Gnocchi benutzt werden. Völlig unnötig – selbst gemacht ist ganz einfach und schmeckt um Welten besser.

Die Gnocchi werden mit Knoblauch, Speck und Sardellen angebraten und kommen in eine Auflaufform, die vorher mit geviertelten Romana-Salatherzen ausgelegt wurde. Überbacken wird das Ganze mit einer Käsesauce. Das alles hat uns gut gefallen. Mich hat besonders der gebackene Romana-Salat begeistert, der gibt mit seiner Bitternote dem Gericht den letzten Kick.

…..und eine Rezension des Nudel-Buchs gibt es dann als nächstes 🙂

Für 4 Personen:

Für die Gnocchi:
• 500 gr. Kartoffeln, mehlige Sorte
• Salz
• Ca. 50 gr. Mehl (ich: Dinkel 630)
• Ca. 40 gr. Grieß (ich: Dinkelgrieß)

Für den Auflauf:
• 500 gr. Gnocchi
• 2 Romanasalatherzen
• 100 gr. Räucherspeck
• 2 Zehen Knoblauch
• 2 Sardellenfilets
• 100 gr. Sahne
• 100 ml Hühnerbrühe
• 100 gr. Parmesan
• 2 Eigelb
• Salz, Pfeffer aus der Mühle
• Öl für die Form

Für die Gnocchi die Kartoffeln in Salzwasser garen. Gleich nach dem Abgießen schälen, durch die Kartoffelpresse drücken und zusammen mit Mehl und Grieß rasch zu einer glatten, nicht klebenden Masse verkneten. Es kann sein, dass Ihr etwas mehr Mehl oder Grieß braucht, das hängt von der Kartoffelsorte ab.
Auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche daumendicke Rollen formen, diese in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Dann kann man die Gnocchi noch abrollen und mit dem Zinken einer Gabel ein Muster eindrücken. Ich rolle die Gnocchi immer über mein heißgeliebtes Gnocchi-Brett*.
Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Die Gnocchi darin, wenn nötig, portionsweise, garen. Sie sind fertig, wenn Sie an die Oberfläche steigen. Gnocchi mit einem Schaumlöffel herausholen, gut abtropfen lassen und beiseite stellen.

Für den Auflauf den Salat putzen, mitsamt dem Strunk vierteln und mit kaltem Wasser abbrausen. Beiseite stellen und gründlich abtropfen lassen.
Den Speck würfeln, Knoblauch schälen und fein hacken. Sardellen ebenfalls kleinschneiden. Den Parmesan reiben. Den Ofen auf 200°C vorheizen.
Die Brühe mit der Häfte der Sahne in einem kleinen Topf kurz aufkochen, dann den geriebenen Parmesan einrühren und schmelzen lassen. Topf von der Hitze nehmen, Eigelbe mit der restlichen Sahne verquirlen und in die Sauce rühren. Sauce mit Salz und Pfeffer würzen.
Den Speck in einer Pfanne bei mittlerer Hitze langsam auslassen. Knoblauch und Sardellen kurz mitbraten, dann die Gnocchi zugeben und alles zusammen etwas anrösten.
Eine Auflaufform mit Öl auspinseln. Den Boden der Form mit den Salatvierteln auslegen, die Gnocchi darauf verteilen. Die Käsesauce darüber gießen. Alles im heißen Ofen ca. 15 min überbacken.
Fertig. Lasst es Euch schmecken!

Kartoffel-Kibbeh mit Walnuss-Zwiebeln

Kartoffel-Kibbeh

Um die Herstellung von Kibbeh habe ich mich bisher immer gedrückt. Nicht, dass sie nicht mögen würde. Aber normalerweise ist die Herstellung von Kibbeh eine vergleichsweise aufwändige Sache, denn Kibbeh sind gefüllt. Meist verstecken sich Hackfleisch und Zwiebeln in der Bulgur-Hülle.

Da kam mir diese Kibbeh aus “Immer schon vegan“* natürlich entgegen, denn sie ist sehr viel einfacher und kommt als Auflauf auf den Tisch. Dass das Ganze einfacher in der Herstellung ist, heißt aber nicht, dass es deswegen weniger raffiniert schmecken muss – im Gegenteil, wir waren begeistert von Aroma und Konsistenz. Der Auflauf besteht aus einem Kartoffelteig, der mit Bulgur vermischt wird. Der Teig wird dadurch schön knusprig und bekommt eine gewisse Luftigkeit. Unter der Kartoffelschicht verstecken sich Zwiebeln und Walnüsse, die Sumach frisch-säuerlich gewürzt sind und im Ofen karamellisieren.  Insgesamt eine runde Sache. Eine sehr runde sogar.

Für 6-8 Personen:

  • 600 gr. Kartoffeln, am besten eine mehlig kochende Sorte
  • 200 gr. mittelfeiner Bulgur
  • 3 große Zwiebeln
  • 1 Bund Petersilie
  • Schalenabrieb von 1/4 Zitrone
  • 1 TL gemahlener Piment
  • 2 EL getrocknete Minze (keine Pfefferminze)
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 TL gemahlener Cumin
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • ca 200 ml Olivenöl
  • 50 gr. Walnusskerne
  • 1 EL Sumach

Die Kartoffeln in der Schale weich kochen. Kurz ausdampfen lassen, dann schälen und in einer großen Schüssel mit dem Kartoffelstampfer zerkleinern.

Den Bulgur in eine flache Schüssel geben und mit 300 ml kochendem Wasser übergießen. Kurz mit einer Gabel durchrühren, dann abdecken und 30 min quellen lasen. Nach 15 min noch einmal durchrühren.

Die Zwiebeln schälen. Eine Zwiebel fein würfeln, die restlichen in grobe Streifen schneiden. Von der Petersilie die Blätter abzupfen und nicht zu fein hacken.

Nun Bulgur, Zitronenabrieb, Zwiebelwürfel und Petersilie zu den Kartoffeln geben. Minze zwischen den Händen verreiben und zusammen mit Piment, Zimt und Kreuzkümmel ebenfalls zu der Masse geben. Alles gründlich vermengen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelstreifen darin glasig andünsten. Nüsse mit den Händen in grobe Stücke brechen und kurz mitbraten. Alles gut vermischen und mit Sumach und ein wenig Salz würzen. Die Zwiebelmasse auf dem Boden einer Auflaufform verteilen.

Mit nassen Händen aus der Kartoffelmasse flache Laibchen formen und diese nebeneinander überlappend in die Form drücken. Wenn die gesamte Masse in der Form ist, alles mit nassen Händen glatt streichen, dann mit ca. 100 ml Olivenöl gleichmässig beträufeln. Auf der Masse muss ein Ölspiegel zu sehen sein. Mit einem scharfen Messer Rauten oder Rechtecke einschneiden, dann die restlichen 50 ml Olivenöl darüber träufeln. Die Form ein wenig schwenken, damit sich das Öl in die Einschnitte verteilt. Dies alles sorgt dafür, dass die Masse knusprig wird.

Den Auflauf im heißen Ofen in 50-60 min knusprig ausbacken. 10 min ruhen lassen, dann servieren.

Hachis Parmentier

Hachis Parmentier

Hachis Parmentier

Das ist eines unserer Lieblings-Alltagsessen. Es muss hier regelmäßig auf dem Tisch stehen. Wir sprechen von einem einfachen Kartoffel-Hackfleisch-Auflauf, ein klassisches Rezept aus der französischen Alltagsküche.

Hachis Parmentier heißt das ganze, weil es, wie viele französische Kartoffelgerichte, nach Antoine Parmentier benannt ist. Parmentier war Botaniker und Pharmazeut. Als es im 18. Jahrhundert eine Hungersnot in Frankreich gab, war er derjenige, der sich für die Einführung der Kartoffel stark machte, um die Ernährung der Bevölkerung sicher zu stellen.

Jetzt zum Auflauf: wie gesagt, es gibt ihn hier öfter. Statt des Hackfleisches, das ich heute verwendet habe, kann man auch Bratenreste benutzen. Diesmal habe ich den Auflauf etwas abgewandelt, und zwar so, dass man ihn ohne großen Aufwand kauen und schlucken kann. Statt die Hackfleischmasse mit Brot und Ei zu binden, habe ich sie mit etwas Brühe leicht soßig gekocht. Und das Kartoffelpüree ist auch etwas schlotziger als sonst. Und die harte Käsekruste habe ich unterschlagen. Der Auflauf ist nämlich für Claudia bestimmt, die den schönen Blog “Geschmeidige Köstlichkeiten” betreibt. Claudia hat aufgrund einer Vorerkrankung Schwierigkeiten mit dem Kauen und Schlucken, und so finden wir in ihrem Blog schöne Gerichte, die leicht zu essen sind. Und solche Gerichte sucht sie auch im Event “Smooth Food“, das sie gerade bei Zorra im Kochtopf ausrichtet.

Also los – ich hoffe es schmeckt Dir, Claudia:

Für 4 hungrige Esser:

  • 750 gr. mehlige Kartoffeln
  • 60 gr. Butter 
  • ca. 400 ml Milch
  • Muskat
  • 50 ml Schlagsahne
  • 500 gr. gemischtes Hackfleisch
  • 1 Schalotte
  • 1 Zucchini
  • 1 TL Mehl
  • 150 ml Rinderbrühe
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Butter für die Form und zum Überbacken

Für das Püree die Kartoffeln schälen und in Salzwasser gar kochen.

Noch heiß durch die Kartoffelpresse drücken. Kartoffeln zu einem geschmeidigen Püree verarbeiten, indem man Butter und ausreichend Milch zugibt und dabei mit einem Holzlöffel kräftig rührt. Sahne steif schlagen und mit dem Schneebesen unterheben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und beiseite stellen.

Backofen auf 200°C vorheizen.

Für die Hackfleischmasse die Schalotte fein hacken. Zucchini fein reiben.

Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen. Schalotte glasig andünsten. Dann das Hackfleisch zugeben und krümelig braten. Dabei das Fleisch immer wieder mit einem Kochlöffel zerdrücken, bis keine groben Stücke mehr übrig sind. Zucchini zugeben und kurz mitbraten. Mehl darüberstäuben und mitrösten, dann die Brühe angießen. Die Masse ein wenig köcheln lassen, bis sie sämig ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4 Portionsförmchen oder eine große Auflaufform mit Butter ausstreichen. Die Hälfte des Kartoffelpürees in die Formen verteilen. Dann die Fleischmasse darauf geben, mit dem restlichen Kartoffelpüree abschließen. Butterflöckchen auf dem Auflauf verteilen. Im heißen Ofen ca. 15 min backen, bis die Oberfläche anfängt, appetitlich braun zu werden. Ein großer Auflauf braucht ein wenig länger.

Knuspriger Eintopf mit Auberginen und Bohnen

knuspriger auflauf mit aubergine

Ich bin keine besonders geschickte Gärtnerin. Eher habe ich einen braunen Daumen als einen grünen. Aber ich gebe nicht auf und versuche es immer wieder. Und siehe da…..langsam bessert sich alles.

Diesen Sommer lief mir ein ganz besonders hübsches Auberginenpflänzchen über den Weg – gestreifte Auberginen sollte es produzieren. Nun, hat es. Genaugenommen hat es eine gestreifte Aubergine produziert. Aber die ist dafür schön gewachsen.

Nun war die Aubergine erntereif – und sehr hübsch: dünne Schale, ganz weißes Fruchtfleisch, nahezu keine Kerne. Nächstes Jahr kaufe ich ein paar Pflänzchen mehr…….

Das Rezept für den Auflauf ist aus Nigel Slaters wunderbarem Küchentagebuch*. Ich habe allerdings die Mengen halbiert….an 400 gr. getrockneten Bohnen hätten wir etwas arg lange gegessen. Außerdem hatte ich nicht mehr genügend Schwarzaugenbohnen und habe deshalb zusätzlich noch schwarze Bohnen verwendet.

Der Eintopf passt grade gut in die Zeit….er ist sommerlich dank der Auberginen und Tomaten und trotzdem gemütlich wärmend. Also los:

Für 4 Personen:

  • 125 gr. Schwarzaugenbohnen
  • 125 gr. schwarze Bohnen (oder einfach 250 gr. von einer Sorte)
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Aubergine 
  • Olivenöl
  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 1 Zweig Oregano
  • 1 Dose Tomaten

Für die Kruste:

  • 100 gr.Weißbrot
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 20 gr. Parmesan
  • 1/2 Zitrone, die Schale
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 2 EL Olivenöl

Die Bohnen getrennt voneinander ca. 8 h in kaltem Wasser einweichen.

Dann das Einweichwasser abgießen, die Bohnensorten getrennt von einander mit frischem Wasser in ja einen Topf geben, je ein Lorbeerblatt zufügen und die Bohnen bissfest kochen. Bei mir hat das je ca. 30 min gedauert, aber die Kochzeit kann je nach Alter der Bohnen variieren. Bohnen abgießen und beiseite stellen.

Die Aubergine der Länge nach halbieren und dann die Hälften in dicke Scheiben schneiden. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen; die Auberginen darin darin goldbraun anbraten. Wenn nötig, Olivenöl nachgießen. Auberginen auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Schalotte schälen und fein hacken. Im Topf mit etwas Olivenöl glasig dünsten. Knoblauch schälen und fein hacken und ebenfalls in den Topf geben. Rosmarinnadeln abzupfen, fein hacken und dazu geben, ebenso den Oregano.

Die Tomaten angießen, dann die Bohnen und die Auberginen einrühren. Die Tomatendose mit Wasser füllen, das Wasser dazugießen. Mit Salz würzen und zum Kochen bringen. Sobald alles kocht, den Deckel auflegen und alles im Backofen weitergaren. Das dauert etwa 45 min.

Inzwischen für die Kruste das Brot im Mixer zu Krümeln zerkleinern. Knoblauch schälen und grob hacken, Rsomarinnadeln abzupfen und grob hacken, Käse und Zitronenschale reiben. Alles mit dem Olivenöl und Oregano zum Brot geben und mixen.

Den Eintopf aus dem Ofen holen und die Brotkrümel darauf verteilen. Alles ohne Deckel weitere 20 min garen, bis die Kruste knusprig ist.

Ed Browns Kohl-Lasagne

kohl-lasagne

Ich hatte Euch ja Lasagne versprochen. Bitteschön, hier ist sie also.

Der Grundgedanke ist geradezu erschreckend einfach: Kohlblätter werden abwechselnd mit Tomatensauce und Käse in eine Auflaufform geschichtet und überbacken. Überraschend einfach, und überraschend gut….wie so vieles, was Ed Brown* uns auftischt.

Das Rezept ist eine Art Grundrezept: Kohl braucht man, klar. Aber Tomatensauce und Käse sind wandelbar, da könnt Ihr nehmen, was Euch behagt. Statt einer gekochten Sauce kann man auch frische Tomaten verwenden, die man in Scheiben schneidet und mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Balsamico würzt.

Ich habe meine allerliebste Standard-Tomatensauce benutzt. Ich koche sie auf Vorrat und habe immer ein paar Gläser davon im Vorratskeller stehen. Die Sauce ist eines meiner allerliebsten Küchenhelferlein. Ihr Clou ist die Würzung….es ist Curry drin und Piment. Ich koche die Sauce außerdem lange ein; so wird sie schön sämig. Macht sich auch sehr gut auf Pizza. Das Rezept ist aus einem Buch, das ich sehr schätze: “Meine Sonnenküche“* von Virginie Besançon. Wer näheres über das Buch wissen möchte, hier bei Claudia gibt es eine schöne Rezension.

Los geht es. Das Rezept reicht für 4-6 Personen:

Für die Lasagne:

  • 1 kleiner Kopf Weißkohl (ca. 750 gr.); ich hatte Spitzkohl
  • 2 l Wasser
  • 1 TL Salz
  • 500 ml Tomatensauce (Rezept unten)
  • 200 gr. gut schmelzender Käse – was der Vorrat hergibt….
  • 5 EL frisch geriebener Parmesan
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Thymianblättchen zum Dekorieren

Für die Tomatensauce: (Lieber Che Foodzeit…hier ist Dein Rezept 🙂 )

  • 1 kg vollreife, aromatische Tomaten (in schlechten Zeiten dann halt gute Dosentomaten…)
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 weiße Zwiebeln
  • 3 Zehen Knoblauch
  • einige Blättchen Oregano
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Zweig Thymian
  • 1 TL Currypulver
  • 1 gute Prise Piment
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 EL Zucker

Zuerst machen wir die Tomatensauce. Dafür  Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Oreganoblättchen ebenfalls hacken.

Die Tomaten am unteren Ende kreuzweise einschneiden, mit kochendem Wasser übergießen, ganz kurz ziehen lassen, dann abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Tomaten schälen und würfeln, dabei den Stielansatz herausschneiden.

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig andünsten. Tomaten, Oregano, Lorbeer, Thymian, Curry, Piment und Zucker zugeben und alles mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Sauce bedeckt ca. 45 min köcheln lassen. Sie sollte etwas eingedickt und sämig sein. Harte Kräuterstängel herausfischen, dann die Sauce mit dem Stabmixer pürieren.

500 ml der Sauce brauchen wir für die Lasagne. Den Rest kann man in sterilisierte Gläser füllen und aufheben.

So, jetzt zur Lasagne.

Dafür den Ofen auf 190°C vorheizen und eine Auflaufform (ca. 25×35 cm) mit Olivenöl auspinseln. Den Käse reiben.

Ca. 2 l Wasser zum Kochen bringen. Aus dem Kohl den Strunk herausschneiden und die einzelnen Blätter ablösen. Wenn das zu schwer geht, den Kohlkopf kurz in das kochende Wasser legen, dann abtropfen lassen und die Blätter lösen. Wenn die Blätter abgelöst sind, das Wasser salzen und die Kohlblätter portionsweise ca. 1 min blanchieren. Mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser holen und gründlich abtropfen lassen.

Jetzt zum Zusammenbauen: Dafür die Form mit einer Schicht Kohl auslegen. Darauf ca. 1/3 der Tomatensauce verteilen, dann mit ca. 1/4 des geriebenen Käses bestreuen. Diese Schichtung aus Kohl, Tomatensauce und Käse wiederholen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Die letzte Schicht mit frsich gemahlenem Pfeffer würzen, dann mit Parmesan bestreuen.

Die Lasagne im heißen Ofen ca. 30 min backen, bis die Tomatensauce an den Seiten hochblubbert und der Käse goldbraun ist.

Zum Servieren mit den Thymianblättchen bestreuen.