Türkische Hochzeitssuppe | Düğün Çorbası

Neuer Monat, neues Thema bei der kulinarischen Weltreise. Diesmal ist nicht ein bestimmtes Land das Ziel, sondern es geht um Festtagsgerichte. Ich musste dabei zuerst an Weihnachten denken, das liegt ja auch nahe um diese Jahreszeit. Aber jetzt bin ich doch in der Türkei gelandet und bei einem ganz anderen Thema.

Diese kräftige Suppe wird in der Türkei gerne bei Hochzeiten gekocht – sie ist sättigend und kann in großen Mengen vorbereitet werden. Türkische Hochzeiten dauern gerne mal ein paar Tage und es kommen ganze Dörfer zusammen; da ist so ein Rezept optimal. Und dann soll die Suppe auch noch dafür sorgen, dass man die kräftezehrenden Feierlichkeiten auch gut durchhält….

Für die Suppe wird zunächst eine Brühe gekocht; die Brühe wird mit einer Mehlschwitze gebunden und dann noch mit Joghurt und Ei. Sie ist dadurch schön samig und sättigend und die Säure des Joghurts tut ihr auch gut. Serviert wird sie mit etwas Chilibutter. Das Rezept von Orkide und Orhan Tançgil* verwendet als Basis für die Brühe Lammhals – zur Not kann man sie auch mit Rindfleisch kochen, aber Lammhals macht die Suppe üppiger und schmeckt auch ganz anders. Lammhals gibt es im türkischen Lebensmittelladen.

Wer sich noch näher für türkische Festtagsküche interessiert: die Tançgils haben ein ganzes Buch darüber geschrieben – hier habe ich es näher vorgestellt.

Für 4 bis 6 Personen:

Zutaten:

Für die Brühe:

  • ca. 600 g Lammhals mit Knochen
  • 1 große Zwiebel
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 15 Pfefferkörner
  • 4 Zweige Thymian
  • 2 Zweige Rosmarin
  • Salz

Für die Mehlschwitze:

  • 2 EL Mehl
  • 2 EL Butter

Zum Binden:

  • 180 g stichfester türkischer Joghurt
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1 Eigelb

Zum Servieren:

  • 2 EL Butter
  • 1/2 TL Paprika edelsüß
  • 1 TL Pul Biber (Chiliflocken)

Arbeitsschritte:

Für die Brühe die Zwiebeln schälen und grob würfeln. Knoblauch schälen und die Zehen halbieren. Lammhals, Zwiebeln und Knoblauch ohne Fettzugaben von allen Seiten scharf anbraten, dann ca. 2 l Wasser angießen – das Fleisch soll bedeckt sein. Gewürze und Kräuter zugeben, mit Salz würzen und die Suppe bedeckt bei niedriger Temperatur 2 h köcheln lassen. Ich habe es anders gemacht; Energiesparen ist angesagt und so habe ich die Suppe im Instant Pot bzw. Schnellkochtopf gegart: eine Stunde bei hohem Druck, dann abdampfen. Wie auch immer ihr es macht, am Ende soll sich das Fleisch leicht von den Knochen lösen.

Die Brühe durch ein feinmaschiges Sieb abgießen, das Fleisch herausnehmen, die Gewürze und Kräuter verwerfen. Das Fleisch ein wenig abkühlen lassen, dann von den Knochen lösen und in kleine Stücke zupfen. Knochen, Sehnen und überschüssiges Fett entfernen.

Für die Mehlschwitze die Butter in einem großen Topf schmelzen, dann das Mehl einrühren und kurz mit anrösten. Die Brühe schöpflöffelweise angießen und dazwischen immer wieder alles glatt rühren. Insgesamt sollten es etwa 1,3 l Suppe sein. Suppe nun 10 min köcheln lassen und das zerzupfte Fleisch zugeben.

Joghurt, Eigelb und Zitronensaft in einer Schüssel verquirlen. Zum Temperieren zwei Schöpflöffel Brühe einrühren, dann die Mischung in die Suppe rühren. Vorsichtig erhitzen, aber nicht mehr kochen lassen; sonst flockt das Joghurt aus. Suppe mit Salz abschmecken.

Für die Chilibutter die Butter in einer kleinen Pfanne aufschäumen. Paprika und Chiliflocken einrühren und die Pfanne von der Hitze nehmen.

Die Suppe auf Teller verteilen, mit etwas Chilibutter beträufeln und servieren.

Und nun bin ich gespannt, was es sonst noch für festlichen Gerichte gibt:

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