Hoppin‘ John

Herzlich willkommen im Jahr 2022! Ich wünsche Euch ein glückliches, gesundes Jahr voller schöner Erlebnisse. Und ich versuche das jetzt nochmal mit dem glücksbringenden Essen; letztes Jahr hat der Zauber ja nicht hundertprozentig funktioniert, aber so schnell gebe ich mich nicht geschlagen. Und damit das ein gutes Jahr wird, habe ich sogar Vorsätze, also einen: Erst mal tief Luft holen, bevor ich mich aufrege. Ich neige nämlich zum Rumpelstilzchentum (passt gut zu meinem Geburtsnamen, der ist tatsächlich Rumpel) und das hat mir letztes Jahr nicht so gut getan.

Es gibt Hoppin‘ John, das ist ein Gericht aus den Südstaaten der USA. Das ist ein einfaches Gericht aus den hübschen Schwarzaugen-Bohnen (black eyed peas), Stangensellerie, etwas Speck und manchmal auch grüner Paprika. Ich habe geschummelt und noch Karotte und Petersilienwurzel hineingeschmugelt. Man isst Hoppin‘ John gerne an Neujahr – das soll Glück bringen.

Das Rezept habe ich mir aus Gabi Frankemölles Buch American Christmas* gemopst. Gabi kennt sich ja wirklich aus, aber auch sie kann uns nicht sagen, woher eigentlich der Name des Gerichts kommt. Aber sie weiß, dass es in den Südstaaten sogar einen Spruch zum Eintopf gibt:

"Eat poor that day, eat rich for the rest of the year. 
Rice for riches and peas for peace."

Dann drücken wir mal Daumen, dass das klappt. Eines ab er steht fest: der einfache Eintopf schmeckt richtig gut. Und wer keine Schwarzaugenbohnen bekommt, kann auch auf Wachtelbohnen oder Kidneybohnen zurückgreifen.

Für 3 bis 4 Personen:

Zutaten:

  • 250 g getrocknete Schwarzaugenbohnen
  • 50 g Frühstücksspeck
  • 150 g Kassler
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Stange Sellerie
  • optional: 1 Karotte, 1 Petersilienwurzel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1/2 TL getrockneter Thymian
  • 1 Lorbeerblatt
  • 600 ml Wasser
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Arbeitsschritte:

Am Vorabend die Bohnen in reichlich kaltem Wasser ca. 8 h einweichen, dann abgießen, abbrausen und abtropfen lassen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Speck und Kassler ebenfalls fein würfeln. Sellerie putzen und in feine Scheiben schneiden. Karotte und Petersilienwurzel schälen und würfeln.

Den Speck in einem großen Topf anbraten, bis er sein Fett abgeben hat, dann das Kassler zugeben und kurz mitbraten. Aus dem Topf nehmen und beiseite stellen.

Zwiebel im ausgetretenen Fett anbraten, dann den Knoblauch und das restliche Gemüse zugeben und ca. 3 min mitbraten.

Thymian, Lorbeer, Bohnen, Fleisch und Wasser zugeben. Salzen, zum Kochen bringen und 45 min bei geschlossenem Deckel köcheln lassen. Dann den Deckel abnehmen und alles weitere 30 bis 45 min garen, bis die Bohnen weich und die Flüssigkeit reduziert ist.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit gegartem Reis servieren.

P.S.: Natütlich haben wir das nicht heute gegessen, sondern vor ein paar Tagen. Ich lasse aber nichts anbrennen – heute Abend gibt es wieder Augenbohnen, sicherheitshalber :-).

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10 Kommentare

  1. Dieses Gericht gehört unbedingt auf die Genussliste „Soulfood“.
    Danke für Deine unermüdliche Arbeit und nur das Beste für 2022.
    Lieben Gruß aus Berlin.

  2. Ihnen auch ein – vor allem gesundes neues Jahr – auch deshalb, dass Sie uns weiterhin so viele schöne, interessante und vielseitige Rezepte liefern können!

  3. Alles Gute für 2022.
    Augenbohnen scheinen auch in der Türkei üblich zu sein, denn bei den türkischen Wochen eines Discounters habe ich die erstanden. Ich habe mir ein Rezept aus der Washington Post vorgemerkt

    • Vielen Dank und Dir auch nochmal alles Gute. Und macht man in der Türkei nicht gerne Bohnensalat aus den Augenbohnen? Ich kaufe meine Augenbohnen immer im türkischen Lebensmittelhandel, da gibt es sie immer.

  4. Hoffen wir dass das neue Jahr sich dran hält- wir hatten Sauerkrautsuppe, das Sauerkraut soll auch hilfreich sein – das kommt wohl eher aus Osteuropa. Und ich hatte Hoppin John als Mischung in Erinnerung, also Reis und Bohnen in einem Topf- hab dann gleich mal meine Quelle nachrecherchiert. Deine Bohnen sind auf alle Fälle schmackhafter….

    • Das Jahr hat sich gefälligst dran zu halten, sonst werde ich doch noch grantig ;-).
      Ich habe inzwischen viele unterschiedliche Versionen des Gerichts gefunden, auch solche, bei denen Reis und Bohnen in einem Topf gegart werden Ich könnt glatt ein Projekt draus machen – für die nächsten Jahre zu Neujahr immer Hoppin‘ John :-).

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