Algerische Fischplätzchen und Blumenkohl in Tomatensauce

Es gab ein paar Punkte, die mich an diesen Fischplätzchen gereizt haben – zum einen liebe ich Fishcakes und zum anderen ist das ein Rezept aus der algerischen Küche –  und die ist schlichtweg absolut neu für mich. Alles was ich weiß, ist, dass im französischen Mutterland wohl früher viel algerischer Wein konsumiert wurde, und dass mal ein Schriftsteller  darüber gesagt hat, dass der Wein die saure Rache der Kolonie am Mutterland ist. Da hatte wohl jemand eine Flasche von minderer Qualität erwischt, ich weiß aber nicht mehr, wer.

Aber gut, zu den Fischplätzchen. Mich erinnern sie tatsächlich etwas an britische Fishcakes – immerhin bestehen sie aus Fisch und Kartoffelpüree. Und ich muss mich wohl auch mal mit der algerischen Küche näher befassen, denn Anissa Helou schreibt nur relativ knapp, dass dieses Rezepte für ein algerisches recht einfach ist.

Wie auch immer, die Küchlein sind jedenfalls toll: Kartoffelpüree, vorgegarter Fisch, Zwiebel, Chiliflocken und Petersilie landen in der Pfanne und das schmeckt richtig fein. Und zwar sowohl sofort als auch am nächsten Tag kalt.

Eine Einschränkung: nach Rezept sollen 3 Eier an die Fischmasse – bei mir hat eines völlig gereicht; mit mehr hätte ich sie nicht formen können.

Für 4 Personen:

  • 300 g Kartoffeln, geschält gewogen
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 400 g weißfleischige Fischfilets
  • 1/4 Zitrone
  • 90 g Butter, plus etwas zum Braten
  • 2 Zwiebeln
  • einige Zweige glatte Petersilie
  • 1 Ei (Größe L)
  • 1 TL Chiliflocken
  • Rapsöl zum Braten
  • Mehl zum Panieren

Kartoffeln in Würfel schneiden und in einem Topf mit Salzwasser garkochen. Abgießen, gut abtropfen lassen, dann in eine Schüssel geben, 3 EL Butter zugeben  und alles mit einer Gabel zerdrücken.

Den Fisch mit der Zitrone in einen Topf geben, mit Wasser bedecken, bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen, salzen und 3 min simmern lassen. Fisch herausheben, falls vorhanden die Haut abziehen und den Fisch zerpflücken.

Die Zwiebeln schälen und fein reiben. Petersilie zupfen und hacken. 3 EL Butter in einer Pfanne schmelzen und die Zwiebeln darin unter Rühren in 4 bis 5 min goldgelb braten. Petersilie zugeben und kurz mit anbraten.

Kartoffelmasse, zerpflückten Fisch, Zwiebelmischung, Chiliflocken und Ei vermengen und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Aus der Masse kleine Bratlinge von etwa 6 cm Durchmesser formen, das geht am besten mit angefeuchteten Händen. Die Masse ist recht weich und gewinnt dann beim Braten Stabilität.

Mehl in einen Suppenteller geben, mit Salz und Pfeffer würzen und die Fischplätzchen im Mehl wenden.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen – ich rate hier zu einer beschichteten – und die Fischplätzchen darin von beiden Seiten portionsweise in je 2 bis 3 min goldgelb ausbraten.

Zu den Plätzchen haben wir Blumenkohl in Tomatensauce gegessen. Das ist ein sehr einfaches Rezept aus Tunesien, für das der Blumenkohl ganz einfach in einer Tomatensauce gegart wird. Der Blumenkohl nimmt das Aroma der Sauce auf und schmeckt schlicht genial. Und wer etwas Sättigenderes daraus machen möchte, kann das Ganze ganz einfach in eine Shakshouka verwandeln, indem man Vertiefungen in die Masse drückt, Eier hineinschlägt und diese garziehen lässt.

  • 800 g geschälte, gehackte Tomaten aus der Dose
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Blumenkohl

Knoblauch schälen und mit etwas Salz zu einer Paste zerdrücken.

Tomaten in einen Topf geben, 125 ml Wasser zugießen, Knoblauch, Olivenöl und Paprika zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und zum Kochen bringen. 5 min köcheln lassen, bis die Tomaten weich sind und die Flüssigkeit etwas eingekocht ist.

Inzwischen den Blumenkohl putzen und in Röschen teilen. Röschen in die Sauce geben und in der Sauce köcheln lassen, bis der gewünschte Gargrad erreicht ist.

Schmeckt heiß und lauwarm.

2 Kommentare

  1. Fischlaibchen (so sagen wir in Österreich dazu) mag ich auch sehr gerne und mache sie auch mit Kartoffelpürre zum verdicken und binden. Blumenkohl in Tomate ist mir jedoch total neu und hört sich interessant an.
    Liebe Grüße

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