Mie aceh – Scharfe Nudeln mit Garnele

Ich habe ja zur Zeit eine große Vorliebe für die indonesische Küche, und auch dieses Gericht aus Anissa Helous Buch über die islamische Küche* hat mich da nicht enttäuscht.

Das Gericht stammt – der Titel sagt es schon – aus der Provinz Aceh. Anissa Helou hat es in einem Café gegessen und dann in ihrer Küche nachempfunden.

Basis ist wie meist in Indonesien eine selbst gemachte Gewürzpaste, das bumbu. Diese hier ist schön scharf und punktet außerdem mit Aromen von Kardamom und Kreuzkümmel. Nicht nur das Aroma ist wunderbar ausgewogen, sondern auch  die Texturen sind abwechslungreich: kurz mitgegartes Weißkraut sorgt für Biss.

Im Original werden frische Nudeln verwendet, die dann in der Soße gargekocht werden und so das Aroma aufnehmen. Ich hatte getrocknete Spaghetti; die habe ich knapp bissfest gekocht und dann in der Soße fertig gegart.

Mit einer Sache allerdings bin ich nicht einverstanden: die Garnelen sollen zusammen mit der Soße eine Stunde lang gegart werden – da werden sie trocken und zäh; es ist besser, man läßt sie gegen Ende der Garzeit kurz mitziehen.

Für 4 Portionen:

Zutaten:

Bumbu:

  • 5 asiatische Schalotten (ersatzweise 100 g herkömmliche)
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 4 rote Chilischoten
  • 1 cm frische Kurkuma
  • 4 Hülsen grüner Kardamom
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner

Für die Nudeln:

  • 3 EL Kokosöl
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 150 g geschälte Garnelen
  • 1 Tomate
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 1 kleine Stange Lauch
  • 5 cm Stangensellerie
  • 1 EL Apfelessig
  • 100 g Weißkraut
  • 60 g Bohnensprossen
  • 250 g lange Nudeln (oder 400 g frische Nudeln)
  • 2 EL Sojasauce
  • Salz

Zum Servieren:

  • Essiggurken
  • Krabbenchips

Arbeitsschritte:

Für die Gewürzpaste die Schalotten und den Knoblauch schälen. Chilis putzen und ggf. die Kerne entfernen. Kurkuma schälen. Kardamomsamen aus den Hülsen holen. Kreuzkümmel in einer kleinen Pfanne ohne Fett anrösten, bis es duftet. Dann alle Zutaten im Blitzhacker zu einer Paste verarbeiten.

Für die Nudeln die Frühlingszwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden. Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Tomate würfeln, Lauch putzen und in dünne Ringe schneiden, Stangensellerie ebenfalls in dünne Ringe schneiden.

Das Öl in einem Wok erhitzen. Frühlingszwiebeln und Knoblauch einige Minuten anbraten, dann die Chilipaste zugeben und weiterbraten, bis es duftet. Tomate zugeben und mitbraten.

Brühe, Lauch und Essig zufügen und leicht salzen. 1 h köcheln lassen, dabei hin und wieder umrühren.

Weißkohl in dünne Streifen hobeln.

Pasta in kochendem Wasser eine Minute kürzer als nach Packungsanleitung kochen, dann abgießen und abtropfen lassen.

Weißkohl, Bohnensprossen und Garnelen zur Sauce geben und noch etwas garen. Dann die Nudeln und die Sojasauce zugeben. Weitergaren, bis die Nudeln gar sind. Mit Salz abschmecken, auf Schalen oder Teller verteilen und mit Essiggurken und Krabbenchips garniert servieren.

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